"Der Wertverlust des Geldes": Ray Dalio über die größte Investmentchance des Jahres
Bitcoin hatte 2025 ein schlechtes Jahr. Gold hingegen stieg um 65 Prozent – dahinter steckt laut Ray Dalio eine fundamentale Krise des Geldes.
„Ich sehe die Dinge anders als die meisten anderen“, schreibt Ray Dalio zum Jahreswechsel in einem Blogbeitrag auf X. Während viele Investoren 2025 als das Jahr der KI-Aktien feiern, verweist der Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates auf ein tieferliegendes Phänomen: “Die größten Renditen (und damit die größte Geschichte) kamen vom Wertverlust des Geldes – insbesondere des US-Dollars – sowie von der Underperformance der US-Aktien gegenüber Gold und ausländischen Märkten.”
Dalios Fazit fällt eindeutig aus: “Die beste Investition des Jahres war Long-Gold (65 Prozent Rendite in US-Dollar), das den S&P 500 um 47 Prozent übertraf. “Oder anders formuliert: “Der S&P fiel um 28 Prozent, in Gold gerechnet.”
Doch Dalio geht weiter: “Wenn die eigene Währung fällt, sieht es so aus, als würden Dinge, die in ihr gemessen werden, steigen.” Die relative Stärke von Gold, Euro und Franken gegenüber dem US-Dollar macht deutlich: “Alle Fiat-Währungen fielen – und die Schwächsten verloren am meisten.”
Auch Anleihen schnitten schlecht ab: “10-jährige US-Staatsanleihen erzielten zwar neun Prozent in US-Dollar, verloren aber 34 Prozent in Gold.” Für Dalio ein klares Signal: “Schuldtitel sehen unattraktiv aus – besonders am langen Ende der Kurve.”
Nicht nur Gold schlug US-Aktien. “Europäische Aktien übertrafen US-Titel um 23 Prozent, chinesische um 21 Prozent, britische um 19 Prozent und japanische um zehn Prozent.” Dalio erkennt darin einen globalen Rebalancing-Prozess – weg vom US-Dollar, hin zu diversifizierten Allokationen.
Zur künftigen Entwicklung bleibt er nüchtern: “Die Bewertungen sind hoch, die Risikoprämien niedrig – das spricht für geringe künftige Erträge.” Politische Polarisierung und geopolitische Spannungen könnten diesen Trend noch verstärken.
Sein Ratschlag: “Du solltest immer in die risikoärmste Währung investiert sein – und davon ausgehend taktisch agieren.” Wer langfristig bestehen will, brauche mehr als blinden Optimismus: “Verstehen, was passiert, und systematisch handeln – das ist entscheidend.”
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