DAX vor Allzeithoch? Zahlen von Bayer, Infineon, Telekom und Siemens und erster Bericht von SpaceX!
Markus Weingran
Markus Weingran
Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.
Bereits Freitag war der DAX kurz davor ein neues Allzeithoch zu erreichen. Gegen Mittag verloren die Anleger allerdings ihr Kauflust und der deutsche Leitindex sackte wieder ab. In dieser Woche legen zahlreiche DAX-Mitglieder ihre Zahlen vor. Können Bayer, Infineon, die Deutsche Telekom und Infineon den Leitindex über 26.000 Punkte schicken?
Für dich zusammengefasst:
Der DAX nähert sich seinem Rekordhoch von 25.900 Punkten.
Fast die Hälfte der DAX-Konzerne veröffentlicht diese Woche Zahlen.
Die deutsche Wirtschaft wuchs zuletzt um 0,9 Prozent.
Die bislang überwiegend positiv aufgenommene Berichtssaison könnte den DAX auch in der neuen Börsenwoche stützen. Fallende Ölpreise und starke Geschäftszahlen großer Technologiekonzerne haben das Vertrauen in die milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz wieder gestärkt. Vor dem Wochenende näherte sich der deutsche Leitindex bis auf wenige Punkte seinem Rekordhoch von rund 25.900 Zählern.
"Eine Flut überwiegend positiver Quartalszahlen sorgt derzeit für Rückenwind und überlagert die geopolitischen Sorgen zumindest vorübergehend. Die Berichtssaison könnte den Märkten eine neue Navigationsroute weisen und den Investoren den zuletzt verloren geglaubten Kompass zurückgeben", sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research gegenüber dpa-AFX.
Der Iran-Krieg bleibt nach Einschätzung Emdens jedoch ein Unsicherheitsfaktor, der jederzeit für neue Nervosität sorgen könne. Deshalb dürfte die "Gratwanderung zwischen Gewinnoptimismus und Risikobewusstsein den Handel weiter prägen". Der Weg zu neuen Rekorden bleibt damit schmal.
Daniela Hathorn von der Handelsplattform capital.com sieht einen klaren Bewertungsmaßstab für die laufende Berichtssaison. Sie zeige erneut, "dass Anleger Unternehmen belohnen, die KI-Investitionen in greifbares Wachstum umwandeln können. Gleichzeitig bleiben sie bei steigenden Investitionsausgaben ohne klar erkennbare Rendite skeptisch", sagte die Marktanalystin gegenüber dpa-AFX.
Helaba-Aktienstratege Markus Reinwand hält unterdessen nicht die Bewertung der KI-Aktien für das größte Problem. Selbst Halbleiterwerte würden dank ihrer hohen Gewinne nur ungefähr auf durchschnittlichen Bewertungsniveaus gehandelt. Zweifel bestünden vielmehr an der Nachhaltigkeit der Gewinne. Der Sektor sei stark zyklisch. Auch frühere Megatrends hätten gezeigt, wie schnell hohe Erwartungen enttäuscht werden könnten.
DAX vor Zahlenflut
In der neuen Woche muss sich der Optimismus an zahlreichen Geschäftszahlen beweisen. Fast die Hälfte der 40 DAX-Konzerne öffnet ihre Bücher. Am Dienstag berichten Bayer (Bayer Aktie), Continental (Continental Aktie), FMC und Zalando. Am Mittwoch folgen Fresenius, DHL Group, Siemens Energy, Vonovia, Infineon und Beiersdorf.
Am Donnerstag legen Commerzbank (Commerzbank Aktie), Deutsche Telekom, Merck KGaA und Siemens ihre Zahlen vor. Den Abschluss bilden am Freitag Allianz (Allianz Aktie), Daimler Truck und Munich Re. Besonders bei den zuletzt stark gelaufenen Aktien dürften gute Zahlen allein nicht ausreichen. Auch Ausblick, Margen und Auftragseingänge müssen überzeugen.
US-Berichtssaison ist auch noch nicht durch
Obwohl die heißeste Phase der US-Berichtssaison bereits vorüber ist, stehen auch an der Wall Street noch wichtige Termine an. Palantir berichtet am Montag. Am Dienstag folgen SpaceX mit den ersten Zahlen nach dem Börsendebüt sowie AMD und Pfizer. Am Mittwoch präsentieren Eli Lilly und Uber ihre Ergebnisse. Am Donnerstag stehen Constellation Energy und Monster Beverage auf dem Programm. Vistra und Take-Two schließen die Woche am Freitag ab.
Konjunkturdaten wollen auch ein Wörtchen mitreden
Zusätzliche Impulse liefern wichtige Konjunkturdaten. Neue Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone sollen zeigen, ob die solide Stimmung auch zu Beginn des dritten Quartals anhält. Frische Produktionsdaten und Auftragseingänge könnten Hinweise darauf geben, ob die erwartete Belebung der deutschen Industrie inzwischen auch in den harten Zahlen angekommen ist. In den USA richtet sich der Blick vor allem auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht.
Die deutsche Wirtschaft zeigte sich zuletzt widerstandsfähig. Trotz des Iran-Kriegs wuchs sie gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent. Das war der stärkste Zuwachs seit dreieinhalb Jahren. "Die Wachstumsdynamik hat sich in den letzten vier Quartalen sukzessive verbessert, und auch der Ausblick bleibt aus unserer Sicht vorsichtig optimistisch", sagte Weberbank-Analyst Sascha Rehbein gegenüber dpa-AFX.
Auch von der Europäischen Zentralbank droht zunächst kaum zusätzlicher Gegenwind. Nach Einschätzung von VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel besteht nach den jüngsten Inflationsdaten für Deutschland und die Eurozone kein akuter Handlungsbedarf. "Ob die europäischen Währungshüter auf ihrer nächsten Sitzung im September den Zins anheben werden, darf infrage gestellt werden", sagte Gitzel gegenüber dpa-AFX. Denkbar sei, dass die Notenbank zunächst abwarte und erst im Dezember den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöhe.
Es bleibt spannend – Rekordhoch nicht ausgeschlossen
Auch in der neuen Börsenwoche dürfte es hoch hergehen. Besonders im DAX trifft eine gewaltige Zahlenflut auf einen Index, der unmittelbar vor seinem Rekordhoch steht. Überzeugen Gewinne, Margen und Ausblicke, könnte der Sprung über 25.900 Punkte gelingen. Enttäuschungen dürften angesichts der hohen Erwartungen jedoch sofort mit kräftigen Kursverlusten bestraft werden.
Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB56WJ3 , DE000NB6Y0N4 , DE000NB67Z78 , DE000NB6RCQ4 , DE000NB3ETG4 , DE000NB2DC31 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.