Strategy hat in dieser Woche weitere 10.645 Bitcoin für rund 980 Millionen US-Dollar gekauft und erhöht seinen Gesamtbestand damit auf über 671.000 BTC. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei rund 92.000 US-Dollar pro Bitcoin.
Gleichzeitig wächst jedoch der regulatorische Druck: Der Indexanbieter MSCI prüft, Unternehmen mit großen Krypto-Beständen aus seinen Benchmarks auszuschließen. Laut neuen Berechnungen könnten dadurch Abflüsse von bis zu 15 Milliarden US-Dollar ausgelöst werden, allein bei Strategy rund 2,8 Milliarden. Da MSCI-Indizes für zahlreiche ETFs und Fonds bindend sind, drohen im Fall eines Ausschlusses erzwungene Verkäufe. Die finale Entscheidung will MSCI im Januar 2026 treffen.
Gegen die Memecoin-Plattform Pump.fun und zentrale Akteure des Solana-Ökosystems wurde in den USA eine Sammelklage mit einem Streitwert von bis zu 5,5 Milliarden US-Dollar eingereicht. Die Kläger werfen den Beteiligten unter anderem Verstöße gegen Wertpapierrecht sowie organisierte Marktmanipulation vor und berufen sich erstmals auf den RICO Act.
Parallel dazu wurde bekannt, dass Solana über mindestens eine Woche hinweg Ziel eines massiven DDoS-Angriffs mit bis zu sechs Terabit pro Sekunde war. Trotz der außergewöhnlichen Belastung kam es zu keinen nennenswerten Netzwerkausfällen. Solana-Insider werten den Angriff sogar als Beleg für die gestiegene technische Stabilität des Netzwerks. Der SOL-Kurs reagierte dennoch mit weiteren Verlusten.
Eine aktuelle Studie im Auftrag der Krypto-Plattform BISON zeigt einen deutlichen Generationenwechsel beim Investieren in Deutschland. Bei den unter 39-Jährigen hat Krypto Gold erstmals als Diversifikationsinstrument überholt. Gleichzeitig nutzen rund 50 Prozent der 19- bis 29-Jährigen KI-Tools wie ChatGPT für ihre Finanzentscheidungen. Die Studie verweist zudem auf eine ausgeprägte Vertrauenskluft entlang von Bildung und Einkommen. Besonders jüngere Anleger sehen digitale Assets zunehmend als Baustein der Altersvorsorge. Knapp die Hälfte der Befragten erwartet, dass Blockchain-Technologien in den nächsten fünf bis zehn Jahren zum Alltag gehören werden.
Caroline Pham, amtierende Interimschefin der US-Rohstoffaufsicht CFTC, wechselt in die Krypto-Industrie. Künftig wird sie bei MoonPay als Chief Legal and Administrative Officer tätig sein und die regulatorische Strategie des Unternehmens verantworten. Pham hatte während ihrer Zeit bei der CFTC mehrere Reformen im Bereich digitaler Vermögenswerte vorangetrieben. Der direkte Wechsel von einer führenden Regulierungsposition in ein Krypto-Unternehmen sorgt nun für Diskussionen über mögliche Interessenkonflikte. Solche sogenannten Drehtür-Wechsel sind in den USA zwar legal, politisch aber umstritten. MoonPay selbst sieht den Schritt als strategischen Ausbau seiner regulatorischen Kompetenz.
Coinbase hat Klage gegen die Aufsichtsbehörden der US-Bundesstaaten Connecticut, Illinois und Michigan eingereicht. Hintergrund ist die regulatorische Einordnung von Prognosemärkten, die einige Staaten als Glücksspiel einstufen. Coinbase argumentiert, dass es sich bei sogenannten “Event Contracts” um Finanzinstrumente handelt, die unter die Zuständigkeit der CFTC fallen. Würden einzelne Bundesstaaten eigene Regeln durchsetzen, könnte dies laut Coinbase faktisch zu einem landesweiten Verbot führen. Ähnliche Verfahren laufen bereits gegen den Anbieter Kalshi. Die Gerichte müssen nun klären, ob Prognosemärkte künftig als Finanzprodukte oder als Wetten gelten.

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