Commerzbank Betriebsrat kontert Uni Credit - Ein Kampf um die Macht!

Sven Wagner Sven Wagner
Sven Wagner Sven Wagner
Sven ist seit 2012 Redakteur bei ARIVA.DE. Sein weitreichendes Interesse an Kryptowährung und dem Finanzmarkt helfen ihm dabei, die aktuellsten Themen zu recherchieren und für die Community aufzubereiten.

 | 
aufrufe Aufrufe: 6923
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Logo der Commerzbank an einer Wand.
© eyewave/ iStock Editorial / Getty Images Plus/ Getty Images
Im Übernahmekampf zwischen Unicredit und der Commerzbank spitzt sich die Lage zu. Der Betriebsrat warnt vor 15.000 Stellenstreichungen, während Unicredit die Vorwürfe scharf zurückweist.

Streit um Stellenabbau: Vorwürfe zwischen Unicredit und Commerzbank-Betriebsrat

Die geplante Übernahme der Commerzbank (Commerzbank Aktie) durch die italienische Großbank Unicredit sorgt weiterhin für Spannungen. Während Unicredit einen möglichen Zusammenschluss als langfristiges Engagement im deutschen Markt darstellt, warnt der scheidende Betriebsratsvorsitzende der Commerzbank, Uwe Tschäge, vor erheblichen sozialen Folgen. Laut Tschäge droht der Verlust von zwei Dritteln der Arbeitsplätze, was rund 15.000 Stellen entsprechen würde.

Unicredit weist diese Zahlen entschieden zurück und bezeichnet sie als „völlig aus der Luft gegriffen“. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass derartige Behauptungen unbegründet seien und Unsicherheiten schürten – sowohl bei den Mitarbeitenden als auch am Markt.


Wachsende Anteile und politischer Widerstand

Unicredit hat seine Beteiligung an der Commerzbank mittlerweile auf etwa 28 Prozent ausgebaut. Neben einem direkten Aktienanteil von 9,5 Prozent kontrolliert die Bank über Finanzinstrumente zusätzliche 18,5 Prozent. Dennoch sieht sich Unicredit nicht nur mit Widerstand von Arbeitnehmerseite konfrontiert: Auch die Bundesregierung äußerte sich kritisch und forderte die Italiener auf, von einem Übernahmeversuch abzusehen.

Andrea Orcel, CEO von Unicredit, verteidigt die strategische Positionierung seines Instituts in Deutschland. Die Bank sieht die Übernahme als Chance, eine stärkere und wettbewerbsfähigere Bank im deutschen Markt zu etablieren. „Unser langfristiges Engagement zielt darauf ab, Arbeitsplätze und Qualität zu sichern, nicht abzubauen“, so das Unternehmen.

Werte aus dem Artikel:
Commerzbank Aktie 37,22 € +1,17%
UniCredit Aktie 73,93 € +1,37%

Gewerkschaften und Protestsongs: Kreativer Widerstand

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisierte den Kurs von Unicredit scharf und sprach von einem „kopflosen und rein machtgetriebenen Vorgehen“. Mitarbeitende der Commerzbank haben ihren Protest auf unkonventionelle Weise zum Ausdruck gebracht: Mit einem eigens komponierten Lied mit dem Titel „Wir bleiben gelb“ wollen sie die italienischen Übernahmepläne symbolisch abschrecken.


Perspektiven und Unsicherheiten

Der Übernahmekampf zwischen Unicredit und der Commerzbank bleibt eine heikle Angelegenheit. Während Unicredit von einer strategischen Partnerschaft spricht, sorgen die Aussagen des Betriebsrats für wachsende Unsicherheit unter den Mitarbeitenden. Die Frage, wie eine mögliche Fusion gestaltet wird und welche sozialen Folgen sie haben könnte, bleibt ein zentrales Thema in den kommenden Monaten.

 

Quelle: handelsblatt.com



Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB56YU6 , DE000NB6H7A7 , DE000NB6PL73 , DE000NB3E7J4 , DE000NB3BA67 , DE000NB231A4 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend