Es ist das zweite Quartal in Folge, in dem Coinbase rote Zahlen schreibt. Bereits im Vorquartal registriert die Börse ein Minus von 667 Millionen US-Dollar. Der Gesamtumsatz sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 1,41 Milliarden US-Dollar. Besonders das Kerngeschäft mit Transaktionsgebühren leidet unter der Marktsituation und bricht um 40 Prozent auf 756 Millionen US-Dollar ein.
Übrigens: Coinbase bezahlt Neukunden aktuell einen Bonus von 30 Euro in Bitcoin, wenn diese die gleiche Summe auf der Plattform handeln.
Trotz der Verluste hält CEO Brian Armstrong an seinem Expansionskurs fest. Er sieht Coinbase in einem tiefgreifenden Wandel von einer reinen Spot-Börse hin zu einem breiter aufgestellten Finanzdienstleister. Künftig sollen Derivate, Rohstoffe und Prognosemärkte eine zentralere Rolle spielen, um die Abhängigkeit von den volatilen Privatkunden-Volumen zu verringern.
“Trotz des rückläufigen Krypto-Marktes ist das fundamentale Wachstum der Onchain-Ökonomie stark”, erklärt Armstrong in einem Video auf der Plattform X. Er zeigt sich überzeugt, dass sich das gesamte Finanzwesen langfristig Onchain bewegen wird. Ein Lichtblick in der aktuellen Bilanz ist das Geschäft mit Stablecoins. Die Einnahmen in diesem Segment steigen um elf Prozent auf 305 Millionen US-Dollar.
An der Wall Street sorgt der Bericht für Ernüchterung. Die Coinbase-Aktie verliert im nachbörslichen Handel rund sechs Prozent und notiert bei 192 US-Dollar. Die Entwicklung folgt dem Trend am Krypto-Markt: Im Quartalsverlauf war Bitcoin zeitweise von über 97.000 auf 63.000 US-Dollar abgerutscht.

Zuletzt war das Wertpapier nach einem Stellenabbau bei Coinbase gestiegen. Statt auf menschliche Arbeitnehmer setzt die Krypto-Börse nun verstärkt auf KI, um Effizienz zu steigern.
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