dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 822

China wirbt vor Gipfel für besseres Verhältnis mit der EU

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Kurz vor dem Gipfeltreffen zwischen China und der EU setzt Peking auf milde Töne und gute Stimmung mit Brüssel. China und Europa hätten keine grundlegenden Interessenkonflikte, sagte Außenminister Wang Yi nach chinesischen Angaben am Mittwoch der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Brüssel. Angesichts der zunehmenden Instabilität der internationalen Lage sollten Peking und Brüssel ihren Austausch verstärken und ihre Zusammenarbeit fördern.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Chinesische Flagge vor Hochhäusern
Quelle: - ©iStock:

Streitpunkte in Handel und Diplomatie

Wangs Europa-Besuch, der ihn auch nach Deutschland führen wird, kommt kurz vor dem EU-China-Gipfel in Peking Ende des Monats. Parallel belasten allerdings EU-Zölle auf in China gefertigte Elektroautos das Verhältnis. Hinzu kommen Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden sowie Chinas Haltung im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Mitte Juni hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim G7-Treffen im kanadischen Kananaskis gesagt, China nutze sein "Quasi-Monopol" auf seltene Erden als Druckmittel und setze es auch als Waffe ein, um Konkurrenten in Schlüsselindustrien zu schwächen. Zudem sprach sie von einem "neuen "China-Schock"", da sich die chinesische Wirtschaft verlangsame und die Volksrepublik die Weltmärkte mit "subventionierten Überkapazitäten" überschwemme.

EU fordert Handeln von China

Wang betonte in Brüssel, China werde in Fragen von Frieden und Sicherheit derzeit als weltbestes Land wahrgenommen.

Kallas forderte China laut Angaben aus Brüssel dazu auf, wettbewerbsverzerrende Praktiken zu beenden, einschließlich der Ausfuhrbeschränkungen seltener Erden. Demnach betonte die Estin außerdem die Wichtigkeit, Lösungen für gleiche Wettbewerbsbedingungen und die Verbesserung von Marktzugängen zu finden. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg forderte sie China auf, unverzüglich jegliche materielle Unterstützung für Russlands Rüstungsindustrie einzustellen./jon/DP/zb

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend