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Bundesdigitalminister Wildberger zieht Jahresbilanz und zeigt Schlüsselprojekte

BERLIN (dpa-AFX) - Knapp ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit seines neu aufgebauten Ministeriums gezogen. "Nach einem Jahr ist noch verdammt viel zu tun, aber meine Überzeugung, dass das gelingt, ist heute viel, viel größer", sagte er vor Journalisten in Berlin bei einer Präsentation der wichtigsten laufenden Projekte seines Hauses. Es gehe darum, das Betriebssystem des Landes zu vereinfachen.

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Zu den zentralen Vorhaben gehören die Modernisierung von Staat und Verwaltung etwa durch Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung mit Hilfe von KI und Pläne zur Vereinfachung des Alltags der Bürger durch eine Bürger- oder "Deutschland-App" und die sogenannte Wallet, die es EU-weit möglich machen soll, sich per Smartphone auszuweisen. Mitarbeiter von Wildbergers Ministerium gaben bei der Veranstaltung Einblicke, wie Wallet und Bürger-App in der Praxis genutzt werden könnten.

Bürger-App

Bei der Bürger- oder "Deutschland-App" gehe es darum, das Rathaus digital aufs Sofa zu bringen. Mit der App sollen sich Bürger den Gang zum Amt sparen können und zum Beispiel eine Wohnsitzanmeldung erledigen oder einen Kindergeldantrag auf dem Smartphone über eine einheitliche Plattform in einfachem Frage-und-Antwort-Stil (Dialogformat) stellen können, egal wo in Deutschland sie sind.

Die Herausforderung dabei: Es gibt laut Ministerium 8.500 verschiedenen Verwaltungsdienstleistungen in Ländern und Kommunen mit unterschiedlichen Formularen und Online-Diensten. Eine KI im Hintergrund soll dafür sorgen, dass die Angaben der Nutzer in der Bürger-App trotzdem dort landen, wo sie sollen. Im Sommer sind Pilotprojekte in einigen Kommunen geplant, im Laufe des nächsten Jahres soll die App zur Verfügung stehen.

EUDI-Wallet

Das von der EU vereinbarte Projekt setzt Deutschland zum Jahreswechsel um. Vereinfacht gesagt können Bürger sich damit einen Personalausweis-Zwilling aufs Handy laden und auch andere Identitätsnachweise wie den Führerschein. Die Plastikkarten können dann zu Hause bleiben, die Wallet (Brieftasche) ist freiwillig.

Mit dem digitalen Ausweis soll es schnell und einfach möglich werden, online etwa ein neues Bankkonto zu eröffnen, einen Handyvertrag zu schließen oder ein Auto anzumieten. Bei der Verifizierung über die App sollen nur die Daten übertragen werden, die für die jeweilige Aktion nötig sind. Also beispielsweise beim Kauf von Alkohol im Internet nur die Information, ob der Käufer schon alt genug ist.

Hunderte Unternehmen bauen nach Angaben des Ministeriums bereits Anwendungen auf Basis der Wallet für das tägliche Leben. Die Anwendung werde um ein Vielfaches sicherer sein als jetzige Identifikationssysteme wie etwa das Video-Ident-Verfahren./jr/DP/stk

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