Bitcoin fällt unter 65.000 US-Dollar: Massenliquidationen am Krypto-Markt
Bitcoin verliert in weniger als zwei Stunden 3.000 US-Dollar, nachdem die neue Unsicherheit rund um Trumps Handelszölle die Märkte belastet.
Bitcoin ist zum Wochenstart deutlich unter Druck geraten und hat innerhalb weniger als zwei Stunden rund 3.000 US-Dollar abgegeben. In der Spitze rutschte der Kurs auf rund 64.300 US-Dollar, mittlerweile hat BTC die Marke von 65.000 US-Dollar wieder zurückerobert.
Damit notiert die Krypto-Leitwährung auf Sicht der vergangenen 24 Stunden dennoch knapp 4 Prozent tiefer. Am Wochenende war BTC zeitweise noch bis auf etwa 68.600 US-Dollar gestiegen war.
Der abrupte Rücksetzer am Krypto-Markt ging mit massiven Zwangsliquidationen einher. In den vergangenen 24 Stunden wurden laut CoinGlass mehr als 136.000 Trader liquidiert, diese summierten sich auf rund 458 Millionen US-Dollar. Der Großteil (rund 92 Prozent) entfiel dabei auf Long-Positionen.
Der Crypto Fear and Greed Index ist in diesem Zug auf 5 gefallen. Seit Auflegung der Metrik in 2018 ist er nur dreimal so tief gefallen: im August 2019, im Juni 2022 und Anfang dieses Monats.
Technisch betrachtet testet Bitcoin damit erneut den unteren Bereich einer Seitwärtszone, die sich nach dem Crash am 6. Februar herausgebildet hatte. Damals war der Kurs bis in den Bereich von 60.000 US-Dollar gefallen. Der Bereich um 65.000 US-Dollar gilt nun als wichtige Unterstützung.
Glassnode sieht weiterhin die Kapitulation jüngerer BTC-Investoren im Vordergrund: Der 7D-EMA der realisierten Verluste dieser Kohorte beläuft sich derzeit auf knapp 500 Millionen US-Dollar pro Tag. Anfang des Monats betrug dieser Wert noch über 1,2 Milliarden US-Dollar. Der Verkaufsdruck der “Paper Hands” nimmt also ab, ist aber weiterhin ein großer Faktor.
Exchange-Daten sprechen derweil für eine Abkühlung des unmittelbaren Verkaufsdrucks: Laut CryptoQuant fielen die Bitcoin-Zuflüsse zu Börsen nach dem massiven Abverkauf Anfang Februar von rund 60.000 BTC pro Tag auf etwa 23.000 BTC (jeweils geglättet).
Gleichzeitig habe sich die Struktur verändert: Die Exchange Whale Ratio stieg demnach auf 0,64, den höchsten Wert seit 2015. Das bedeutet, dass fast zwei Drittel der BTC, die täglich an die Börsen fließen, aus den 10 größten Einzahlungen stammen – ein Hinweis, dass weiterhin vor allem Wale die Angebotsseite dominieren.
Das Risk-Off-Sentiment nach der neuerlichen Unsicherheit in Bezug auf die US-amerikanischen Handelszölle macht sich zum Wochenstart auch an den anderen Märkten bemerkbar: US-Aktienindex-Futures gaben nach, angeführt vom Nasdaq 100, während Edelmetalle deutlich zulegten.
Für Bitcoin wird damit die Zone um 65.000 US-Dollar zum kurzfristigen Gradmesser: Hält die Unterstützung, könnte sich die begonnene Bodenbildung fortsetzen – bricht sie, würde der Markt die Tiefs vom 6. Februar schneller wieder ins Visier nehmen, als vielen Anlegern lieb ist.
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