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Berufungsprozess von Sarkozy in Libyen-Affäre startet

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy steht wegen der Libyen-Affäre ab Montag (13.30 Uhr) in einem Berufungsprozess vor Gericht. In erster Instanz war der 71-Jährige wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dabei ordnete das Gericht an, die Strafe vorläufig zu vollstrecken, obwohl der Konservative in Berufung ging.

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Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Noch nie erhielt ein früheres Staatsoberhaupt in der jüngeren französischen Geschichte eine so harte Strafe. Für knapp drei Wochen kam Sarkozy im Herbst tatsächlich in Paris ins Gefängnis. Ein Gericht entschied dann aber, dass er seinen Berufungsprozess unter Auflagen in Freiheit abwarten kann.

In der Libyen-Affäre geht es um den Vorwurf, dass für Sarkozys Präsidentenwahlkampf 2007 illegal Geld von der Führung des damaligen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi geflossen sein soll. Zwar sah das Pariser Strafgericht dafür keine Belege. Es ging in seiner Urteilsbegründung aber davon aus, dass der Konservative und enge Vertraute auf jeden Fall versucht haben, sich Geld des libyschen Machthabers zu verschaffen.

Sarkozy, der von 2007 bis 2012 französischer Präsident war, hatte in dem Verfahren stets seine Unschuld beteuert. Der Berufungsprozess in Paris läuft bis zum 3. Juni. Ein Urteilsspruch wird aber wohl erst später verkündet./evs/DP/he


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