Berichte: Israel und Hamas bereiten sich auf neue Kämpfe vor
TEL AVIV/GAZA (dpa-AFX) - Israels Armee bereitet sich ungeachtet der vereinbarten Waffenruhe im Gazastreifen Medienberichten zufolge auf eine mögliche neue Offensive gegen die islamistische Terrororganisation Hamas vor. Die Armee habe Pläne für einen möglichen Einsatz im März in der Stadt Gaza im Norden des Küstenstreifens ausgearbeitet, meldete die "Times of Israel" unter Berufung auf einen israelischen Beamten und einen arabischen Diplomaten. Auch das "Wall Street Journal" hatte über Pläne des israelischen Militärs für eine neue Bodenoffensive in von der Hamas kontrollierten Gebieten berichtet.
Laut der "Times of Israel" sieht der Plan vor, die sogenannte "gelbe Linie", die die Rückzugsposition der israelischen Armee im Rahmen der Waffenruhe markiert, weiter westlich Richtung Küste zu verschieben und so die Kontrolle der Armee über das Gebiet auszuweiten. Eine erneute Militäroffensive Israels gegen die Hamas könne jedoch nicht ohne Unterstützung der USA durchgeführt werden, wurde ein arabischer Diplomat zitiert. Die USA versuchten weiter, die seit dem 10. Oktober geltende Waffenruhe in die zweite Phase zu überführen, die unter anderem die Entwaffnung der Hamas vorsieht.
Bericht: Hamas wieder am Erstarken
Dem "Wall Street Journal" zufolge bereitet sich auch die Hamas auf erneute Kämpfe vor. Sie sei zwar bereit, ihre verbleibenden Bestände an schweren Waffen abzugeben, wolle jedoch ihre Handfeuerwaffen nicht niederlegen, zitierte die US-Zeitung arabische Beamte. Laut arabischen und israelischen Beamten verfügt die Hamas über frisches Geld, um ihre Kämpfer zu bezahlen und neue zu rekrutieren. Auch habe sie getötete Kommandeure ersetzt und mit dem Wiederaufbau einiger ihrer beschädigten unterirdischen Tunnel begonnen.
Israel schätzt laut dem Bericht, dass die Terrororganisation über 60.000 Gewehre und 20.000 Kämpfer verfügt. Israel sei bereit, noch Zeit für die Umsetzung des Friedensplans von US-Präsident Trump zu geben, sagten israelische Beamte der US-Zeitung. Die Entscheidung über neue Kriegspläne liege aber bei Israels politischer Führung, wurde ein anderer Beamter zitiert./ln/DP/zb
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