Kurz zuvor hatte es in Israel Medienberichte darüber gegeben, dass sich die Eröffnung eines Verteilzentrums wegen logistischer Schwierigkeiten verzögere - und damit auch der Beginn des von der israelischen Regierung eingesetzten neuen Mechanismus. Die Nachrichtenseite "ynet" berichtete etwa unter Berufung auf israelische Regierungsbeamte, es handele sich um die Hauptverteilstelle der Hilfe und um die erste von mehreren, die ihren Betrieb aufnehmen sollten. Offizielle Informationen lagen dazu nicht vor.
Aus der Mitteilung der US-Stiftung GHF, aus der Journalisten in sozialen Medien zitierten, ging nicht hervor, wie viele der vier vorgesehenen Zentren nun ihren Betrieb aufgenommen haben sollen. Sie sollen Anlaufstelle werden für die Bewohner im abgeriegelten Küstengebiet, deren Lage sich nach einer fast dreimonatigen Blockade von Hilfsgütern noch weiter verschlechtert hat. Die Blockade hatte Israel erst vor wenigen Tagen gelockert. Im Gazastreifen leben mehr als zwei Millionen Menschen.
Mit der neuen Verteilstrategie will die israelische Regierung nach eigenen Angaben verhindern, dass die islamistische Hamas Lieferungen abgreift und Geld damit macht. Die Vereinten Nationen und andere Organisationen kritisieren den Plan, weil er für viele Menschen weite Wege bedeutet - und sie dabei im Kriegsgebiet beschossen werden könnten. Für Alte und Kranke könnte der Weg unmöglich sein./lkl/DP/zb
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