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Bericht: Kuba stoppt Diesel-Lieferung für US-Botschaft in Havanna

WASHINGTON/HAVANNA (dpa-AFX) - Die Regierung der von einem US-Ölembargo betroffenen Karibikinsel Kuba will einem Bericht zufolge nicht dulden, dass die US-Botschaft in Havanna ihre Generatoren während der anhaltenden Energiekrise mit importiertem Diesel speist. Das kubanische Außenministerium habe der Botschaft eine Einfuhr des Treibstoffs verwehrt, schreibt die "Washington Post". Die diplomatische Vertretung nehme "schamlos" ein Privileg für sich in Anspruch, das die USA dem kubanischen Volk verwehrten, zitierte die Zeitung aus einer übersetzten Fassung des Protestschreibens.

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Die kubanische Flagge.
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Die rund zehn Millionen Bewohner des sozialistisch regierten Inselstaats leiden seit Jahrzehnten unter Misswirtschaft, Korruption und einem Handelsembargo der USA. Die andauernde Wirtschaftskrise hat Kuba an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gebracht, die Infrastruktur ist marode, das Elektrizitätsnetz veraltet - weshalb sich jene, die es können, mit Generatoren gegen wiederkehrende Stromausfälle wappnen. Dazu zählt offensichtlich auch das Personal der US-Botschaft in der Hauptstadt Havanna.

Krise hat sich unter Trump verschärft

Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba sind seit der Revolution unter Fidel Castros Führung 1959 angespannt und haben sich nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump nochmals verschlechtert. Der Republikaner ließ die Insel seit Dezember weitgehend vom Zugang zu Erdöl abschneiden, indem er Zolldrohungen gegen Lieferanten aussprach und Importen aus Kubas südamerikanischen Bruderstaat Venezuela einen Riegel vorschob. Für die Stromversorgung ist das autoritär regierte Land aber auf Öl (Rohöl) angewiesen.

Laut der "Washington Post" wurden aus den USA nach Kuba verschiffte Treibstoffcontainer für die US-Botschaft nach Ankunft im Hafen von Mariel am Dienstag von den dortigen Behörden aufgehalten. Tags darauf habe die Landesvertretung nach Washington gemeldet, dass sie ihr Personal bei anhaltender Blockade in den kommenden Wochen reduzieren müsse. Schon jetzt seien Botschaftsangestellte in Gruppen statt Einzelunterkünften untergebracht und zur Arbeit im Homeoffice angehalten worden, um Energie zu sparen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine anonyme Quelle./mk/DP/nas

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