Bayerns Verlage beklagen 'gebührenfinanzierte' Verdrängung durch BR
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Zeitungsverlage in Bayern werfen dem Bayerischen Rundfunk (BR) einen "gebührenfinanzierten Verdrängungswettbewerb" vor. Die privaten Medienhäuser beklagen besonders die vielen Regionalstudios des öffentlich-rechtlichen Senders im Freistaat.
"Ich habe meine Zweifel, ob der BR über 30 Regionalstudios braucht, um seinen Auftrag zu erfüllen", kritisiert der Erste Vorsitzende des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV), Andreas Scherer, in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. "Hier darf es keinen gebührenfinanzierten Verdrängungswettbewerb geben, man sollte eher kooperativ denken."
"Smarte Kooperation statt Doppelstrukturen"
Scherer verweist dabei auf die zahlreichen privaten Medien in den Regionen vor Ort. "Vorstellbar wäre zum Beispiel eine Zulieferung von regionalen Inhalten durch Verlage oder private Radios und TV-Sender, die dafür vergütet werden." Im Gegenzug könne der BR eigene Ressourcen schonen. "Smarte Kooperation also statt Doppelstrukturen. Wir sind hier jedenfalls gesprächsbereit."
Der BR ist die viertgrößte ARD-Anstalt in Deutschland. In den vergangenen Jahren hat der Sender die Regionalstudios in ganz Bayern flächendeckend ausgebaut. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert sich durch den Haushaltsbeitrag, den alle zahlen müssen. Private Medien verdienen ihr Geld dagegen vor allem über Abonnements und Werbeeinnahmen./fd/DP/mis
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