Banken investierten seit 2020 über 100 Milliarden in Blockchain-Projekte
Seit 2020 haben Banken weltweit über 100 Milliarden US-Dollar in Blockchain-Projekte investiert. Das geht aus einer Studie von Ripple hervor.
Laut einer neuen Studie von Ripple, CB Insights und dem UK Centre for Blockchain Technologies haben Banken seit 2020 weltweit über 100 Milliarden US-Dollar in Blockchain-Projekte gesteckt.
Die Analyse basiert auf über 10.000 Deals im Zeitraum 2020 bis 2024 – darunter 345 Transaktionen, an denen traditionelle Banken direkt beteiligt waren. Zu den prominenten Akteuren zählen Großbanken wie HSBC, Goldman Sachs und SBI.
Schwerpunkt der Investitionen: Zahlungsinfrastruktur, Tokenisierung von Vermögenswerten und Krypto-Verwahrung. Die Ripple-Studie betont: Es geht nicht um Krypto-Hype, sondern um Infrastrukturmodernisierung – von grenzüberschreitenden Zahlungen bis hin zur Bilanzsteuerung.
Mehr als 90 Prozent der befragten Finanzentscheider erwarten laut Studie, dass Blockchain-Anwendungen „signifikante“ oder sogar „massive“ Auswirkungen auf den Finanzsektor haben werden – spätestens bis 2028.
Etwa 65 Prozent der Banken arbeiten bereits aktiv an Lösungen zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte.
Besonders im Fokus: Stablecoins und tokenisierte Real-World-Assets, etwa Anleihen oder Immobilienanteile. In den USA schloss sich dazu ein Konglomerat aus Großbanken zusammen, um diese Themen anzugehen.
Weniger als 20 Prozent der Banken bieten aktuell Krypto-Handel oder Wallets für Endkunden an – das institutionelle Backend steht im Vordergrund.
Ein Klotz für die Adoption sehen die Autoren der Ripple-Studie allerdings noch in Regulierungsunsicherheiten. Dennoch gaben in der Befragung über zwei Drittel der Institute an, in den nächsten drei Jahren eigene Digital-Asset-Projekte starten zu wollen.
Vorreiter bei der Umsetzung sind laut Bericht Länder wie Indien, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate – während Europa und die USA langsamer vorankommen. Was den Fortschritt in der EU bremst, lest ihr hier: Stablecoin-Vormarsch: Wie Europas Banken durch Untätigkeit untergehen
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