BRASÍLIA (dpa-AFX) - Mehrere Monate nach der Kündigung von 6.500 streikenden Mitarbeitern und der Verlegung des Betriebs aus Panama wünscht der internationale Bananenriese Chiquita die Produktion in dem mittelamerikanischen Land wieder aufzunehmen. Präsident Raúl Mulino kündigte nach einem Treffen mit dem Konzern in der brasilianischen Hauptstadt Brasília eine Einigung an.
Zunächst soll jedoch nur die Hälfte der Belegschaft wieder eingestellt werden, wie aus einer offiziellen Mitteilung hervorgeht. Das unterzeichnete Memorandum sieht die Einstellung von zunächst rund 3.000 Arbeitern vor, weitere 2.000 sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen, teilte die Regierung mit. Das Unternehmen wolle bis spätestens Februar wieder betriebsbereit sein.
"Wir haben eine positive Vereinbarung erzielt", sagte Mulino in einer Videobotschaft in seinen sozialen Netzwerken. Er habe sich in den Gesprächen persönlich zugunsten der Wirtschaft, der Beschäftigung und des Handels eingesetzt. Nun solle der Konflikt überwunden werden. "Was passiert ist, ist passiert", sagte er.
Fast zwei Monate lang streikten die Bananenarbeiter
Die Verständigung mit Chiquita kam während einer offiziellen Reise Mulinos nach Brasilien zustande. Am Rande des Besuchs traf sich der panamaische Präsident mit dem Vorsitzenden von Chiquita Brands International, Carlos Lopez Flores. Bananen sind das wichtigste Exportgut von Panama.
Im April hatte Chiquita den Betrieb in der Provinz Bocas del Toro im Nordwesten des Landes wegen eines Streiks mehrerer Gewerkschaften gegen eine Rentenreform eingestellt. Auch die Bananenarbeiter nahmen an dem Streik teil, der fast zwei Monate andauerte. Chiquita entließ daraufhin alle seine Mitarbeiter und verlagerte die Verwaltung ins Nachbarland Costa Rica. Wegen der eskalierenden Proteste verhängte die Regierung im Juni einen regionalen Ausnahmezustand, der zum Ende des Streiks führte./aso/DP/stw
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