- Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig wird ausgebaut.
- Nordabschnitt hat unklare Finanzierung und hohen Kosten.
- Machbarkeitsstudie soll weitere Wege aufzeigen.
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Die Strecke, die die Region Chemnitz mit dem Bahnknoten Leipzig verbindet und auch von vielen Pendlern genutzt wird, ist seit langem ein Sorgenkind im Schienennetz. Das zweite Gleis war nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparation abgebaut worden und es gibt keine Oberleitung. Deswegen ist die Kapazität arg beschränkt. Es sei dringend notwendig, dass sich der aktuelle Zustand ändere, mahnte der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD). "Das ist eine Frage der Zukunftsfähigkeit für diese Region."
Große Finanzierungslücke für Nordabschnitt
Der geplante Ausbau gliedert sich in zwei Abschnitte: den Nord- und den Südteil. Der Südabschnitt Chemnitz-Geithain soll aus Geldern von Bund und Land finanziert und zwischen 2032 und 2035 umgesetzt werden. Dagegen ist der Zeitplan für den Nordabschnitt Geithain-Leipzig noch weitgehend unklar. Finanziert werden soll er aus Mitteln für den Strukturwandel in Kohleregionen mit rund 500 Millionen Euro. Doch schon jetzt ist klar, dass die Kosten für den zweigleisigen Ausbau samt Elektrifizierung für den Nordteil weit höher ausfallen werden. Es kursieren Zahlen von weit über einer Milliarde Euro.
Wie es weitergehen kann, dazu soll eine Machbarkeitsstudie Wege aufzeigen. Konkrete Details wurden nicht genannt: "Die Auswertung dauert noch an", betonte Martin Walden, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Region. Er sprach nach der Bahnfahrt mit Lange von Leipzig nach Chemnitz von einem "Momentum", das es jetzt für das Projekt gebe. Das Gebot der Stunde sei es nun, Geschwindigkeit an den Tag zu legen. Auch Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) drückt aufs Tempo. Chemnitz als drittgrößte Stadt Sachsens brauche einen guten und schnellen Anschluss Richtung Leipzig, sagte sie. "Die Menschen warten darauf."/hum/DP/men
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