dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 108

Arbeitsministerin Bas will Sozialstaat verteidigen

DUISBURG (dpa-AFX) - Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat in ihrer Rede zum Tag der Arbeit in Duisburg zugesichert, den Sozialstaat verteidigen zu wollen. "Der Sozialstaat darf nicht rasiert werden, und er schadet auch nicht unserer Wirtschaft", sagte Bas auf einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Vielmehr sichere er Existenzen und Kaufkraft.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Dabei gebe es immer mehr Angriffe auf die Errungenschaften der Arbeiterbewegung, klagte Bas. "Was lange selbstverständlich galt und schützenswert ist, wird heute immer stärker infrage gestellt. Da wird der Sozialstaat als gewaltiges Problem dargestellt, als nette Geste, auf die man endlich verzichten müsste", sagte die SPD-Politikerin. Das halte sie für "zynisch und menschenverachtend".

Bas: Arbeitnehmer nicht auspressen wie Zitronen

Es sei richtig, dass dieses Land wirtschaftlich wieder in die Spur gebracht werden müsse. "Das reicht mir aber nicht, sondern wir müssen auch dafür sorgen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht ausgepresst werden wie Zitronen", so Bas.

Wenn es um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehe, dürfte man nicht von Lifestyle-Teilzeit oder von häufigen Krankmeldungen reden, "als ob die Beschäftigten in diesem Land nur blau machen würden". Solche Aussagen bezeichnete Bas als "Ohrfeigen für alle, die morgens früh aufstehen".

Demonstranten stören Rede von Bas

Auch einer Abschaffung des Tags der Arbeit als Feiertag erteilte Bas eine klare Absage: "Wenn Einzelne davon träumen, den 1. Mai als Feiertag abzuschaffen, dass kann ich nur sagen: Träumt weiter, aber nicht mit uns! Diesen frontalen Angriff auf den sozialen Frieden in unserem Land, den lassen wir nicht zu."

In weiten Teilen ihrer Rede musste Bas gegen eine kleine Gruppe von Demonstranten anreden, die neben der Bühne mit Palästina-Flaggen Position bezogen hatte. Fast durchgängig skandierten sie Parolen wie "Bärbel Bas - Klassenfeind" oder "Kriegstreiber"./fld/DP/stw

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend