Genau hier liegt der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wer mit 30 ein Altersvorsorgedepot beginnt, kann Aktienmarktrisiken über Jahrzehnte strecken. Wer mit 60 einsteigt, braucht eine andere Risikosteuerung. Smartbroker verweist darauf, dass im geplanten Standarddepot kurz vor der Auszahlphase eine Umschichtung in defensivere Papiere vorgesehen ist. Gemeint ist ein schrittweiser Wechsel von Aktien-ETFs in Anleihe-ETFs. Diese Umschichtungen sollen steuerfrei möglich sein.
Für ältere Anleger kann das Altersvorsorgedepot trotzdem interessant sein. Die staatliche Förderung wirkt schneller, die steuerfreie Ansparphase kann selbst über wenige Jahre Vorteile bringen, und Einmalanlagen oder Sparpläne sollen grundsätzlich gleichermaßen möglich sein. Ob monatlich eingezahlt oder am Jahresende eine größere Summe investiert wird, spielt für die Förderung laut Smartbroker keine Rolle.
Ein Depot kann schwanken, und kurz vor der Auszahlphase wiegen Verluste schwerer als in jungen Jahren. Zudem soll der Anbieter die Auszahlungshöhe alle drei Jahre an den aktuellen Depotbestand anpassen. Steigt das Vermögen, können die Auszahlungen höher ausfallen. Fällt es, sinken sie. Das Altersvorsorgedepot ist damit kein Zinsprodukt mit fester Auszahlung, sondern ein kapitalmarktnahes Vorsorgemodell. Gerade deshalb wird die richtige Mischung aus Renditechance und Risikoreduktion entscheidend.
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