FRANKFURT/LONDON/MAILAND (dpa-AFX) - In einem von Zurückhaltung geprägten Marktumfeld haben Aktien von Rüstungsunternehmen am Dienstag zu den Gewinnern gezählt. Börsianer begründeten dies mit einer Reihe positiv aufgenommener Nachrichten aus dem Rüstungs- und Verteidigungsumfeld. Als Antrieb erwiesen sich unter anderem Lieferengpässe in den USA und eine Kreisemeldung, wonach Japan seine Verteidigungsausgaben auf Druck der USA von knapp 2 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen könnte.
Für dich zusammengefasst:
Rüstungsunternehmen verzeichnen am Dienstag Kursgewinne.
Japan könnte Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent erhöhen.
US-Medien bestätigen die Stationierung von Waffen im Weltraum.
Unter den Favoriten im leicht nachgebenden, deutschen Leitindex Dax stemmten sich die Aktien von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) am Mittag mit einem Plus von 2,5 Prozent gegen ihre jüngsten Verluste. In London gewannen die Papiere von BAE Systems (BAE Systems Aktie) 1,8 Prozent, und in Mailand ging es für die Anteilsscheine von Leonardo um zwei Prozent nach oben. Auch die Kurse von Hensoldt und TKMS legten zu.
Aus den USA kam zum einen die Meldung, dass die Vereinigten Staaten in den ersten Monaten der Operation "Epic Fury" so viel Munition auf iranische Ziele abgefeuert hatten, dass dies "zu strategischen Bestandsengpässen geführt und Engpässe in der industriellen Basis für die Nachlieferung von Munition offenbart hat". Dies räumten Vertreter des Pentagons gegenüber der unabhängigen Aufsichtsbehörde des Verteidigungsministeriums ein.
Zum anderen hat Washington die Stationierung von Waffen im Weltraum laut US-Medien erstmals offiziell bestätigt. Gewertet wurde die Äußerung von Luftwaffen-Staatssekretär Troy Meink als Warnung an China und Russland.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (CDU) möchte Rüstungskooperationen mit den USA weiter ausbauen. Vor einem an diesem Dienstag geplanten Treffen mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth in Washington verwies er dazu auf die Zusammenarbeit beim Tarnkappenjet F-35 und die geplante Fertigung von Lenkflugkörpern für das Luftverteidigungssystem Patriot in Deutschland.
In Europa bleibt die Lage derweil angespannt. Kampfflugzeuge der Nato hatten über Litauen nach Regierungsangaben eine Drohne abgeschossen. Zudem hatte eine russische Fregatte am Montagabend nach Angaben des dänischen Verteidigungsministeriums in der Ostsee zwei Leuchtkörper auf einen Hubschrauber der dänischen Streitkräfte abgefeuert./la/tih/jha/
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