Panzer, Munition, jetzt Satelliten: Rheinmetall wacht über Europas Ostflanke
Nicolas Ebert
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Rheinmetall schaltet der Bundeswehr eigene Radarsatelliten frei. In Neuss läuft die Serienfertigung an. Doch die Aktie hat sich binnen eines Jahres fast halbiert. Analysten sehen trotzdem enormes Potenzial.
Für dich zusammengefasst:
Rheinmetall hat der Bundeswehr Radarsatelliten bereitgestellt.
Die Streitkräfte können die Satelliten eigenständig beauftragen.
Die Rheinmetall-Aktie hat sich binnen eines Jahres fast halbiert.
Die Bundeswehr blickt jetzt mit eigenen Augen aus dem All. Das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) ICEYE Space Solutions hat der Truppe den direkten Zugriff auf mehrere Radarsatelliten freigeschaltet, die exklusiv für sie reserviert sind. Das teilte Rheinmetall mit.
Die Streitkräfte können die Satelliten nun eigenständig beauftragen. Die Radartechnik liefert Bilder unabhängig von Wetter und Tageszeit. Genutzt wird sie vor allem zum Schutz der Bundeswehr-Brigade in Litauen und zur Überwachung der Ostflanke des Nordatlantischen Bündnisses.
Weniger als ein Jahr ist seit dem Auftrag vergangen. Nach Angaben der Börsen-Zeitung vom Dezember umfasst er zunächst 1,76 Milliarden Euro und mit Optionen bis zu 2,7 Milliarden Euro bis Ende 2030. Das Programm mit dem Namen SPOCK 1 bildet die erste Stufe eines nationalen Systems zur dauerhaften Radaraufklärung. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält Rheinmetall 60 Prozent, der finnische Satellitenspezialist ICEYE 40 Prozent.
Zugleich ist in Neuss die Produktion angelaufen. Fertigung, Integration, Tests und Qualitätssicherung laufen dort unter einem Dach. Am Rheinufer sollen künftig mehrere Dutzend Satelliten pro Jahr entstehen. Der Produktionsstart zeige, dass Rheinmetall Weltraumtechnik nicht nur bereitstellen, sondern auch industriell in Deutschland skalieren könne, sagt Vorstandschef Armin Papperger.
ICEYE-Chef Rafal Modrzewski verweist auf die Erfahrung seines Unternehmens, das die weltweit größte Radarsatelliten-Flotte für staatliche Kunden betreibt. Zusammen mit der industriellen Größe von Rheinmetall sei so der schnelle Weg vom Vertrag zum Einsatz gelungen.
"Unsere Aufgabe ist es nun, dieses Tempo beizubehalten, während das System weiter wächst."
An der Börse bringt die Nachricht wenig Schwung. Die Rheinmetall-Aktie notierte am Mittwoch mit 954,60 Euro leicht im Plus. Binnen eines Jahres hat sie sich aber fast halbiert und ist weit von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 1.930 Euro entfernt.
Die Analysten bleiben dennoch zuversichtlich. Laut MarketScreener raten die 21 erfassten Analystinnen und Analysten im Schnitt zum Kauf. Ihr durchschnittliches Kursziel von 1.607 Euro liegt gut zwei Drittel über dem aktuellen Kurs. Vorsichtiger ist JPMorgan, die Bank stuft die Aktie mit Neutral ein.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB07T53 ,
DE000NB08993 ,
DE000NB09165 ,
DE000NB7KPV9 ,
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