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Aktien Frankfurt: Dax dreht moderat ins Plus - Zahlenflut im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste abgeschüttelt und ins Plus gedreht. Die Kaufbereitschaft hielt sich nach der jüngsten Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke und angesichts verhalten aufgenommener Nvidia (Nvidia Aktie) -Geschäftszahlen aber in Grenzen. Am deutschen Aktienmarkt blieb ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus.

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Um die Mittagszeit gewann der deutsche Leitindex 0,27 Prozent auf 25.244 Punkte. Der MDax , der die mittelgroßen Börsenwerte enthält, verlor hingegen 0,89 Prozent auf 31.153 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 0,4 Prozent hoch.

Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten weder die KI-Koryphäe Nvidia noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen. Aussagen von Nvidias Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten ließen aufhorchen. Die Quartalszahlen von Nvidia waren erneut sehr stark, für die Aktien zeichneten sich am Donnerstag Gewinne ab. Die Resultate reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners.

Ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus halfen dem Internetportal-Betreiber Scout24 ebenso wenig wie das avisierte weitere Wachstum: Die Aktien büßten 4,1 Prozent ein und notierten damit so niedrig wie seit April 2024 nicht mehr. JPMorgan-Analyst Marcus Diebel verwies auf schwächer als erwartet ausgefallene Umsätze mit Privatkunden, die am Markt schlecht ankommen könnten. Angesicht der erneuten Kursverluste, die sich seit dem im Sommer 2025 erreichten Rekordhoch inzwischen auf fast die Hälfte summieren, droht Scout24 im März der Rauswurf aus dem Dax.

Für Munich Re (Munich Re Aktie) ging es nach einem zuletzt guten Lauf der Aktien um 2 Prozent bergab. Der Rückversicherer übertraf zwar 2025 trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Im laufenden Jahr soll der Gewinn ungeachtet der gesunkenen Preise wie bisher geplant weiter zulegen.

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Allianz-Titel gaben um 0,7 Prozent nach. Ein Händler sah die Geschäftsentwicklung des Versicherers trotz eines Rekordgewinns bestenfalls im Rahmen der Erwartungen und den Ausblick darunter. Dagegen schaffte die Deutsche Telekom ein Kursplus von 0,7 Prozent. Ein Börsianer sprach von etwas durchwachsenen Zahlen und Unternehmenszielen. Die gute heimische Geschäftsentwicklung sichere die Aktie aber nach unten ab.

Die Titel von MDax-Schlusslicht Freenet (Freenet Aktie) sackten um weitere 10,9 Prozent ab. Der Mobilfunk- und TV-Anbieter blieb mit seinen Jahreszahlen sowohl hinter der eigenen Planung als auch den Analystenerwartungen zurück. Zudem enttäuschte der Ausblick.

Beim Gabelstaplerhersteller Kion sorgte ein ebenfalls schwacher Ausblick für Kursverluste von 10 Prozent. Im Schlepptau von Kion gaben die Anteile des Konkurrenten Jungheinrich um 6,2 Prozent nach.

Für Hensoldt ging es um 8,2 Prozent nach unten, obwohl der weltweite Rüstungsboom dem Radar-Spezialisten einen Auftragsrekord und einen deutlichen Gewinnanstieg im Tagesgeschäft beschert hatte. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie sah derweil die Mitte der operativen Ergebniszielspanne zwei Prozent und die Dividende noch deutlicher unter dem Marktkonsens.

Dagegen konnten sich die Anleger bei Puma über ein Kursplus von 2,8 Prozent freuen. Die Zahlen des Sportwarenherstellers für das vergangene Quartal seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte Analyst Thomas Maul von der DZ Bank.

Im Nebenwerte-Index SDax büßten die Aktien von Gerresheimer weitere knapp 16 Prozent ein. Die Krise beim Verpackungsspezialisten spitzt sich weiter zu. Der Konzern muss sich weiteren Prüfungen durch die Finanzaufsicht Bafin stellen.

Dagegen verteuerten sich die zuletzt schwachen Titel von Adesso um 8,9 Prozent. 2025 verhalf nicht zuletzt ein starkes Schlussquartal dem IT-Dienstleister zu überraschend guten Ergebnissen. Für das laufende Jahr erwartet Adesso trotz der anhaltend schwachen Konjunktur ein weiteres Wachstum./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX --

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