Der Überschuss der Sterbefälle über die Geburten war nach vorläufigen Ergebnissen mit plus 330.000 ähnlich hoch wie im Vorjahr, wie das Bundesamt errechnete. Es sank aber der sogenannte Wanderungssaldo - also die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen: von plus 660.000 auf 420.000. Das Bevölkerungswachstum sei somit wie im Vorjahr darauf zurückzuführen, dass mehr Menschen einwanderten als fortzogen.
Zuwachs nur im Westen
Die Bevölkerung nahm in den westlichen Bundesländern um 0,2 Prozent zu, in den östlichen Bundesländern (ohne Berlin) nahm sie um 0,3 Prozent ab. Den größten absoluten Zuwachs verzeichnete der Statistik zufolge Bayern mit plus 73.000 Menschen. Im Verhältnis zur Bevölkerung erlebten den größten Zuwachs ebenfalls Bayern sowie die Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit jeweils 0,6 Prozent.
Am meisten Einwohner büßten Thüringen (minus 15.000 oder minus 0,7 Prozent), Sachsen (minus 12.000 oder minus 0,3 Prozent) und Sachsen-Anhalt (minus 9.000 oder minus 0,4 Prozent) ein.
Mehr ältere Menschen
Je nach Altersgruppe sieht die Entwicklung anders aus: Es gab mehr 60- bis 79-Jährige (plus 2,2 Prozent) und weniger 40- bis 59-Jährige (minus 1,4 Prozent). Hauptgrund sei, dass der geburtenstarke Jahrgang 1964 in die Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen hineingewechselt sei, erklärte das Bundesamt.
Auch die Zahl der Menschen im Alter von 80 und älter stieg (plus 0,2 Prozent). Damit seien 30,5 Prozent der Menschen in Deutschland zum Stichtag 60 Jahre oder älter gewesen.
Höherer Ausländeranteil
Die ausländische Bevölkerung wuchs den Angaben zufolge vergangenes Jahr um 2,3 Prozent auf 12,4 Millionen, die deutsche Bevölkerung nahm um 0,2 Prozent auf 71,2 Millionen ab. Der Ausländeranteil erhöhte sich demnach insgesamt von 14,5 auf 14,8 Prozent. Den höchsten Anteil stellte die Altersgruppe 20- bis 59-Jahre mit 19,7 Prozent, den niedrigsten die ab 60-Jährigen mit 6,3 Prozent.
Die größte Gruppe bildeten wie in den vergangenen Jahren Türkinnen und Türken (1,403 Millionen), wie das Bundesamt berichtet. Es folgten Staatsangehörigen aus der Ukraine (1,085 Millionen), Syrien (889.000), Rumänien (771.000) und Polen (723.000)./isa/DP/jha
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