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700.000 US-Dollar weg: Polymarket meldet Exploit

Polymarket bestätigt einen Exploit über rund 700.000 US-Dollar. Nutzergelder und Marktauflösungen sollen laut der Plattform sicher sein.

Polymarket hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt. Nach Angaben des Prognosemarkts war ein Teil der eigenen Infrastruktur betroffen. Nutzergelder und die Auflösung bestehender Märkte seien jedoch sicher, teilte das Team mit. Auch zentrale Smart Contracts und die Kerninfrastruktur sollen nicht betroffen sein.

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Auslöser des Vorfalls war nach Angaben von Polymarket offenbar ein kompromittierter Private Key. Dieser soll zu einer Wallet gehört haben, die für interne Top-up-Operationen verwendet wurde. Josh Stevens, Vice President of Engineering bei Polymarket, erklärte, es habe sich um einen sechs Jahre alten Schlüssel gehandelt. Alle damit verbundenen Berechtigungen seien inzwischen widerrufen worden.

Damit widerspricht das Unternehmen der ersten Interpretation, wonach direkt ein Smart Contract kompromittiert worden sei. Der On-Chain-Ermittler ZachXBT hatte zuvor auf verdächtige Transaktionen hingewiesen und den Vorfall mit dem Polymarket-nahen UMA Conditional Tokens Framework Adapter auf Polygon in Verbindung gebracht.

Zunächst war von mindestens 520.000 US-Dollar die Rede. Mehrere On-Chain-Analyseplattformen kamen im Verlauf des Freitags jedoch zu noch höheren Schadenssummen. Laut Bubblemaps wurden in Summe 700.000 US-Dollar entwendet.

Nutzergelder sollen sicher sein

Polymarket betont, dass die eigentliche Marktinfrastruktur intakt geblieben sei. Mehrere Mitarbeiter, darunter Product Lead Akanshu Jain, erklärten, Nutzergelder und Marktauflösungen seien sicher. Der Vorfall sei auf interne Operationen begrenzt gewesen.

Für das Krypto-Unternehmen kommt der Exploit dennoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Plattform steht seit Monaten stärker im öffentlichen Fokus. Der aktuelle Sicherheitsvorfall dürfte daher weniger wegen unmittelbarer Nutzerverluste problematisch sein, sondern vor allem wegen der Vertrauensfrage. Skandale rund um Insider-Trading bringen dem Prediction Market derzeit ohnehin schon regelmäßig Negativschlagzeilen ein.

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