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133 Millionen ausgefallene Stunden wegen Kurzarbeit

BERLIN (dpa-AFX) - Der Arbeitsausfall durch Kurzarbeit in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr auf 133 Millionen Stunden vergrößert. Im Vorjahr fielen deshalb noch 124 Millionen Arbeitsstunden aus, davor 106 Millionen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linken im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das verarbeitende Gewerbe war demnach jeweils am stärksten betroffen, allein 2025 mit 70,2 Millionen ausgefallenen Stunden, gefolgt vom Baugewerbe mit 40,7 Millionen Stunden.

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Kollegen bei der Unternehmensplanung.
Quelle: - pixabay.com:

Der Linken-Abgeordnete Cem Ince sagte der dpa: "Der zunehmende Arbeitsausfall durch Kurzarbeit zeigt: Unsere Wirtschaft befindet sich in einer Krise." Immer mehr Menschen würden unfreiwillig in Kurzarbeit geschickt. "Für sie bedeutet das massive finanzielle Einbußen", sagte Ince. "Gerade wenn das Gehalt ohnehin niedrig ist, reicht das Kurzarbeitergeld nicht aus."

Ince forderte eine deutliche Erhöhung des Kurzarbeitergelds. Unternehmen müsse es zudem verboten werden, bei Inanspruchnahme Boni und Dividenden auszuzahlen. Angesichts des starken Arbeitsplatzabbaus forderte der Linken-Politiker "eine offensive Industriepolitik und eine handlungsbereite Wirtschaftsministerin".

Kurzarbeitergeld kann fließen, wenn Arbeitgeber etwa aus konjunkturellen Gründen die regelmäßige Arbeitszeit kürzen müssen und dies bei der Agentur für Arbeit anzeigen. Die Höhe hängt vom Gehalt ab, laut Bundesagentur für Arbeit erhalten Betroffene in der Regel 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts (also nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben).

In den Jahren 2020 bis 2022 waren infolge der Corona-Krise mit abnehmender Tendenz noch deutlich mehr Arbeitsstunden ausgefallen als heute, am meisten 2020 mit mehr als 1,6 Milliarden. Im Vorkrisenjahr 2019 waren es demnach lediglich 71 Millionen./bw/DP/zb

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