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13.000 geknackt – und dann das: Kupfer-Rallye am Ende?

Kupfer fällt vom Allzeithoch zurück. Eine große Investmentbank warnt vor deutlich tieferen Preisen bis Ende 2026. Steigende Lager, schwächere Nachfrage und Politik-Risiken: Was jetzt den Markt kippen könnte.
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Kupfer hat am Donnerstag einen Teil seiner jüngsten Rallye wieder abgegeben. Die Futures fielen an der London Metal Exchange zeitweise um bis zu 2 Prozent auf 13.033 US-Dollar je Tonne, nachdem Basis- und Edelmetalle in den ersten Wochen des Jahres 2026 stark gestiegen waren.

Die Analysten von Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) rechnen mit deutlich mehr Gegenwind. Sie erwarten, dass der Kupferpreis an der London Metal Exchange bis Ende 2026 auf 11.000 US-Dollar je Tonne sinkt. Zur Begründung verweisen sie auf schwächere Fundamentaldaten, steigende Lagerbestände, mehr Schrottangebot und eine Nachfrage, die hinter den Erwartungen zurückbleibe.

Goldman sieht den Großteil des Preisanstiegs bereits hinter dem Markt. Der Preis werde damit anfälliger für eine Korrektur. Die jüngsten Bewegungen seien zudem "weitgehend durch spekulative Zuflüsse getrieben" gewesen, schreiben die Analysten.

Ein Warnsignal kommt aus China. Dort blieb das Wachstum der Kupfernachfrage im vierten Quartal 2025 laut Goldman Sachs hinter den Erwartungen zurück. Zusätzliche Risiken sehen die Analysten bei schwächeren Verkäufen von Elektroautos. Hohe Kupferpreise könnten außerdem die Substitution fördern, etwa durch den Wechsel zu Aluminium in Teilen der Batteriefertigung.

Auch die Politik spielt eine Rolle

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verzichtete darauf, Zölle auf Importe kritischer Mineralien einzuführen. Stattdessen setzt sie auf direkte Verhandlungen und Preisuntergrenzen. Das könnte die Aufschläge für US-Kupfer dämpfen. Zugleich dürfte der Preis laut Goldman vorerst hoch bleiben, weil die Unsicherheit über mögliche US-Zölle auf raffiniertes Kupfer weiter im Markt steckt. Deshalb könnten Niveaus um 13.000 US-Dollar im laufenden Quartal anhalten.

Andere Marktbeobachter verweisen auf die seit langem erwarteten Versorgungsengpässe. Außerdem könnten neue Anwendungen in den Bereichen neue Energien und künstliche Intelligenz einen Teil der Nachfrage ersetzen, die durch den Immobilienabschwung in China verloren ging.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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