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Nicht Infineon: Diese deutsche Halbleiter-Hoffnung überrascht erneut – Analysten bullish

Elmos liefert starke Zahlen, hebt die Prognose an und überzeugt gleich zwei Analysehäuser. Jetzt rücken neue Kursziele, Preiserhöhungen und mögliche Indexfantasie in den Fokus.
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Der Konzern stellt unter anderem Computerchips her (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com
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Elmos Semiconductor rückt nach starken Quartalszahlen erneut in den Fokus der Analysten. Berenberg Research bestätigt die Kaufempfehlung und hebt das Kursziel deutlich auf 215,00 Euro an. Zuvor lag es bei 162,00 Euro. Auch Warburg Research bleibt bullish und erhöht das Kursziel auf 210 Euro.

Berenberg verweist auf die Zahlen zum ersten Quartal, die Elmos am 5. Mai vorgelegt hat. Der Halbleiterkonzern habe erneut bei allen wichtigen Kennzahlen überzeugt. Zudem habe das Unternehmen die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das stärke das Vertrauen in eine Rückkehr zu zweistelligem Wachstum.

Im ersten Quartal steigerte Elmos den Umsatz um 20 Prozent auf 152,5 Millionen Euro. Die Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte 23,8 Prozent. Im ersten Quartal 2025 hatte sie noch bei rund 20 Prozent gelegen. Berenberg sieht darin einen Beleg dafür, dass die Kostenkontrolle und die Restrukturierung aus dem Jahr 2025 wirken.

Besonders stark entwickelte sich der bereinigte freie Cashflow. Er stieg im Jahresvergleich um 89 Prozent auf 40,7 Millionen Euro. Die Marge erreichte damit einen Rekordwert von 26,7 Prozent.

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Ausblick fällt besser aus

Elmos erwartet für 2026 nun ein Umsatzwachstum von 10 bis 14 Prozent. Zuvor hatte die Spanne bei 8 bis 14 Prozent gelegen. Die erwartete Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern wurde auf 23 bis 26 Prozent eingegrenzt. Der freie Cashflow soll nun 17 bis 21 Prozent des Umsatzes erreichen.

Berenberg sieht mehrere Gründe für weiteres Potenzial. Der Lagerabbau bei den Kunden sei weitgehend abgeschlossen. Teilweise lägen die Bestände sogar unter dem optimalen Niveau. Das deute auf eine gesündere Nachfrage und eine bessere Planbarkeit hin.

Zudem profitiert Elmos weiter vom steigenden Chipanteil im Auto. Elektrifizierung, Fahrerassistenzsysteme und softwaredefinierte Fahrzeuge bleiben wichtige Wachstumstreiber. Nach Angaben des Managements hat Elmos seit Jahresbeginn bereits 40 Prozent des geplanten Neugeschäfts für das Gesamtjahr erreicht. Damit liegt der Konzern klar vor dem Plan.

Zusätzliche Fantasie kommt von der Verknappung bei 8-Zoll-Wafern. Laut Berenberg verdrängt die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz zunehmend Kapazitäten im Automobilbereich. Das treibt die Preise entlang der Lieferkette. Elmos erwartet ab Juni eigene Preiserhöhungen. Wettbewerber hätten bereits im April und Mai nachgezogen.

Berenberg sieht diese Effekte noch nicht vollständig in der Unternehmensprognose berücksichtigt. Deshalb halten die Analysten weitere Schätzungsanhebungen im Jahresverlauf für möglich. Eine Wiederholung der extremen Knappheit aus den Jahren 2021 bis 2023 erwarten sie zwar nicht. Die starke Nischenposition von Elmos könne aber spürbare Margenvorteile bringen.

Warburg Research kommt zu einer ähnlichen Einschätzung. Die Analysten heben ihre Schätzungen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 an. Sie berücksichtigen dabei bereits einen Teil der erwarteten Preisvorteile. Für das laufende Jahr rechnet Warburg mit einer Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern von knapp über 25 Prozent.

Im Jahr 2027 könnte die Profitabilität weiter steigen. Warburg verweist auf stärkeres Wachstum und den Wegfall bestimmter Kosten. Dazu gehören goldbasierte Gehäuse und Beratungskosten. Die Kaufempfehlung bleibt daher bestehen. Ein zusätzlicher Kurstreiber könnte zudem eine Aufnahme in den deutschen Mittelwerteindex MDAX Anfang Juni sein.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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