WIESBADEN (dpa-AFX) - Deutschlands Verbraucher müssen sich nach Auslaufen des Tankrabatts wieder auf höhere Teuerungsraten einstellen. Nach dem Rückgang auf 2,3 Prozent im Juni dürfte die Inflation im Juli nach Einschätzung von Volkswirten gestiegen sein. An diesem Donnerstag (14 Uhr) veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung zur Inflation im Juli 2026.
Für dich zusammengefasst:
Inflation in Deutschland könnte nach Tankrabatt steigen.
Tankrabatt lief Ende Juni aus, Energiesteuer gesenkt.
Die seit 1. Mai geltende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter ist Ende Juni ausgelaufen. Zugleich lastet der nach wie vor nicht beendete Iran-Krieg auf den Energiemärkten, zwischenzeitlich lag der Ölpreis wieder über der Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Weil viele Erzeuger höhere Energiekosten nach und nach auf ihre Preise aufschlagen, könnten Nahrungsmittel teurer werden.
Je höher die Teuerungsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich dann für einen Euro weniger leisten. Das bremst den privaten Konsum, der eine wichtige Stütze der Binnenkonjunktur ist. Nachhaltig sinken wird die Inflation in Deutschland nach Einschätzung von Ökonomen erst, wenn der kriegsbedingte Energiepreisanstieg nach der Jahreswende aus dem Vorjahresvergleich herausfällt./ben/DP/jha
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