Gold zieht wieder an – und diese Aktie könnte jetzt abräumen!

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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Mehrere Goldbarren (Symbolbild).
© farakos / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
In den vergangenen Tagen sinkende Zinserwartungen haben zu einem verstärkten Interesse an Gold geführt. Davon könnte vor allem Minenwert B2Gold profitieren.
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Hinweis

Gold erholt sich, Minen-Aktien wieder interessant

Nach einem Blow-Off-Top Ende Januar und monatelangen Verlusten zeichnet sich nicht nur bei Gold, sondern auch bei anderen Edelmetallen der Widerstand der Käuferinnen und Käufer ab. Die zeigten bei Gold (Goldkurs) im Bereich von 4.000 US-Dollar Kaufinteresse und sorgen in der vergangenen Woche nicht nur für eine Bodenbildung, sondern auch für erste Gewinne. Damit dürfte der Grundstein für eine Erholung gelegt sein.

Fundamental hat Gold aktuell zwar mit einigem Gegenwind zu kämpfen – die geopolitische Gesamtlage hat sich mit dem Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran entschärft, gleichzeitig belasten gestiegene Zinserwartungen zinslose Assets wie Edelmetalle und Kryptowährungen – grundsätzlich dürften die alten Katalysatoren aber gleichzeitig auch die neuen sein: Zentralbankkäufe und der Wunsch nach Absicherung gegen Inflation.

Werte aus dem Artikel:
Agnico-Eagle Mines Aktie 137,35 € +2,01%
B2Gold Aktie 3,672 € +2,74%
Barrick Mining Aktie 34,10 € +1,94%
Goldpreis 4.177,05 $ +1,37%
Newmont Aktie 87,37 € +3,01%

Vor allem B2Gold verfügt über enorm viel Potenzial

Jetzt da Gold wieder über eine Erholungsperspektive verfügt, werden auch Minen-Aktien wieder interessant. Die bietet eine natürliche Hebel-Wirkung auf die Goldpreisentwicklung und können von Preisanstiegen oft überdurchschnittlich profitieren.

Ein besonders attraktiver Wert ist aktuell keiner aus der Reihe von Agnico Eagle Mines, Barrick Mining oder Newmont, sondern mit einem Börsenwert von rund 5,6 Milliarden US-Dollar ein vergleichsweise kleiner Player, nämlich B2Gold. Hier bekommen Anlegerinnen und Anleger für ihr Geld derzeit am meisten geboten.

Dazu gleich der Blick auf die Unternehmensbewertung: Für 2026 steht ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,9 zu Buche. Das liegt nicht nur um 42 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel von 10,1, sondern sogar um 63,5 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Dieser Trend deutlich sowohl unter der historischen Norm als auch der Vergleichsgruppe liegenden Werten setzt sich über alle Kennzahlen hinweg fort.

Weitere Highlights sind das mit 0,37 sehr günstige Kurs-Gewinn-Wachstumsverhältnis (bereits 1,0 oder weniger gelten als günstig), sowie die EV/EBITDA-Rate, die aufgrund der kerngesunden Unternehmensbilanz mit einer Nettoverschuldung von gerade mal 38 Millionen US-Dollar bei 2,33 liegt und damit sogar um 70 Prozent unter dem Durchschnittswert der Vergleichsgruppe.

Beeindruckend ist auch die Cashflow-Rendite von 23,8 Prozent, welche damit über dem Doppelten des branchenüblichen Wertes liegt. Das sorgt für hohe Mittelzuflüsse, die einerseits der Dividende von etwa 2 Prozent sowie andererseits Investitionen in die Mineninfrastruktur zugutekommen.

Das Unternehmen adressiert sein größtes Problem

Genau hier engagiert sich B2Gold aktuell besonders stark. Die vergleichsweise günstige Unternehmensbewertung, für welche das Börseninformationsportal SeekingAlpha der Aktie die Schulnote "1+" verleiht, hat nämlich durchaus einen Haken.

Und das ist die bislang noch relative hohe Abhängigkeit des Unternehmens vom Fekola-Komplex im notorisch instabilen Mali, wo in der Vergangenheit auch Mitbewerber Barrick Mining schon erhebliche Schwierigkeiten hatte.

Im ersten Quartal diesen Jahres stammte mit 237.763 Feinunzen rund die Hälfte des von B2Gold geförderten Golds aus Mali. Für diese große Abhängigkeit verlangen Investoren eine Risikoprämie, die den Bewertungsunterschied zum Rest der Branche zumindest teilweise erklären kann. Um dieses Problem weiß das Management jedoch.

Deshalb werden gegenwärtig gleich eine ganze Reihe von Projekten zur geographischen Diversifizierung vorangetrieben. Am weitesten fortgeschritten ist aktuell das Goose-Projekt in Kanada, wo der Ramp-up offiziell erfolgt ist. Hier wurden im ersten Quartal rund 43.000 Unzen aus der Erde geholt. Bis zum Jahresende sollen es 170.000 bis 230.000 Unzen sein, ehe dann langfristig 311.000 Unzen erreicht werden sollen. Zum Vergleich dazu produziert der Fekola-Komplex jährlich derzeit 410.000 bis 460.000 Feinunzen.

Doch Goose ist nur eines unter weiteren Projekten. Im Aufbau befindet sich auch Gramalote in Kolumbien. Hier wird in den ersten 5 Jahren eine Jahresproduktion von 227.000 Feinunzen angepeilt, langfristig sollen es dann 177.000 sein. Gemeinsam mit Goose verfügt B2Gold dann über ein schlagkräftiges Gegengewicht zu Fekola. Außerdem überprüft am bereits bestehenden Standort in Namibia die Ausweitung des Otjikoto-Komplex. Hier könnte ab 2028 die Förderung starten. Damit wird der "Mali-Malus" langfristig hinfällig und die Aktie dürfte vor einer nachhaltigen Neubewertung stehen.

Bullishe Divergenzen liefern Erholungschance

Doch auch kurzfristig haben sich die Erholungschancen der Aktie in den vergangenen Monaten stark verbessert. Zwar befindet sich B2Gold in einem stabilen Abwärtstrend, wie die Notierungen innerhalb des Trendkanals sowie unterhalb der gleitenden Durchschnitte anzeigt. Im Bereich von 3,80 US-Dollar ist die Aktie jedoch gemeinsam mit dem Goldpreis auf Kaufinteresse gestoßen.

Dazu haben aus technischer Perspektive die bullishen Divergenzen im Relative-Stärke-Index (RSI) beigetragen, der schon seit einigen Wochen gegen den Trend der Aktie steigt und damit zunehmend für Rückenwind sorgt. Der Trendstärkeindikator MACD liegt zwar noch unter der Nulllinie und zeigt damit einen intakten Abwärtstrend an, doch er hat sich bereits über die rote Signallinie verbessert, was nach langen Abwärtsbewegung häufig schon ausreichend für eine Gegenbewegung ist.

Solange B2Gold daher nicht unter 3,80 US-Dollar oder sogar aus dem Abwärtstrendkanal nach unten herausfällt, stehen die Chancen auf eine Erholung gut. Erste prozyklische Kaufsignale würden oberhalb von 4,50 US-Dollar entstehen, oberhalb von 4,75 US-Dollar dürfte dann bereits die Trendwende geschafft sein, da ein Anstieg hier drüber gleichbedeutend mit dem Ausbruch aus dem Trendkanal sowie der 200-Tage-Linie wäre.

28.06.26 - ARIVA.DE Redaktion

Fazit: Ein ebenso spannendes wie aussichtsreiches Gesamtpaket!

Der Goldpreis befindet sich nach einer monatelangen Durststrecke wieder auf Erholungskurs. Zwar sollten sich Anlegerinnen und Anleger nicht allzu bald auf eine neue Rekordjagd einstellen, doch die Grundlage für eine ebenso stetige wie nachhaltige Erholung liegt vor – das dürfte auch Minen-Aktien neuen Auftrieb verleihen.

In einer besonders spannenden und aussichtsreichen Ausgangslage befindet sich das Papier von B2Gold. Aufgrund eines im Zusammenhang mit der großen Abhängigkeit vom Förderland bestehenden Malus handelt die Aktie gegenüber dem Rest der Branche mit einem großen Bewertungsabschlag. Der dürfte in den kommenden Jahren aber aufgeholt werden, da sich B2Gold bereits geographisch diversifiziert. Anlegerinnen und Anleger, die von steigenden Goldpreisen überproportional profitieren wollen, kaufen die Story!

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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