- Jeffrey Gundlach sieht Gold als klaren Gewinner im Markt.
- Er empfiehlt bis zu 25 Prozent Depotanteil in Gold.
- Der Goldpreis hat ein neues Allzeithoch von 3.744 US-Dollar.
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Jeffrey Gundlach, Gründer und CEO von DoubleLine Capital, sorgt erneut für Schlagzeilen am Rohstoffmarkt. Der als "Bond King" bekannte Star-Investor, dessen Unternehmen zum Jahresende 2024 rund 95 Milliarden US-Dollar verwaltete, sieht Gold (Goldkurs) in einem unsicheren Marktumfeld als klaren Gewinner – und geht mit seiner Empfehlung deutlich weiter als viele seiner Kollegen. Seiner Ansicht nach können Anleger bis zu 25 Prozent ihres Depots in Gold investieren, ohne ein übermäßiges Risiko einzugehen. Damit stellt er die gängigen Empfehlungen für das gelbe Edelmetall, die meist zwischen fünf und zehn Prozent liegen, bewusst infrage.
Gold als Versicherung – und als Renditebringer
Gundlach argumentiert, dass Gold derzeit gleich mehrere starke Treiber auf seiner Seite habe. Einerseits schwächele der US-Dollar, wodurch Gold für Investoren aus anderen Währungsräumen attraktiver werde. Andererseits sorge die anhaltend hohe Inflation für ein wachsendes Interesse am Edelmetall als Wertaufbewahrungsmittel. "Gold ist im Moment nicht nur eine Versicherung, sondern ein Investment im Gewinnmodus", betont Gundlach gegnüber CNBC. Er prognostiziert, dass der Goldpreis bis zum Jahresende über die Marke von 4.000 US-Dollar je Unze klettern werde. Das entspricht einem zusätzlichen Potenzial von rund sieben Prozent gegenüber den aktuellen Rekordständen.
Die Zinswende gibt dem Goldpreis Rückenwind
Rückenwind erhält der Goldpreis auch von der US-Notenbank. Die Federal Reserve hat jüngst erstmals in diesem Jahr die Zinsen gesenkt und weitere Schritte signalisiert. Niedrigere Zinsen verringern die Opportunitätskosten, da Gold keine laufenden Erträge in Form von Zinsen oder Dividenden abwirft. Das Ergebnis: Mit 3.744 US-Dollar je Unze erklomm Gold ein neues Allzeithoch. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus bereits mehr als 40 Prozent – eine Performance, die selbst viele Technologieaktien in den Schatten stellt.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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15
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| Fallender Kurs |
Put
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5
|
10
|
15
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Unsicherer Inflationsausblick
Ein weiterer Faktor seien die politischen Rahmenbedingungen. Gundlach rechnet damit, dass die von Präsident Trump verhängten Zölle die Preise langfristig in die Höhe treiben werden. Der Inflationsausblick sei daher unsicherer als von vielen Marktteilnehmern angenommen. In diesem Szenario bietet Gold Anlegern einen doppelten Schutz: einerseits gegen den Wertverlust des Geldes, andererseits gegen die Volatilität an den Kapitalmärkten.
Privatanleger springen auf
Bemerkenswert sei laut Gundlach auch, dass die Rallye nicht nur den Goldpreis selbst betreffe, sondern inzwischen auch Aktien von Goldminenunternehmen erfasst habe. Dies sei ein Hinweis darauf, dass zunehmend Privatanleger den Markt betreten und den Aufwärtstrend zusätzlich befeuern. "Die Dynamik breitet sich aus", so Gundlach.
Autor: sbh-Redaktion/FH
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