AUSBLICK: Zusammensetzung des NEMAX 50 wird in der kommenden Woche geprüft
FRANKFURT (dpa-AFX) - Wenn die Deutsche Börse AG am Mittwoch der kommenden Woche darüber entscheidet, wer den Auswahlindex des Neuen Marktes verlassen und wer hinzukommen wird, dann haben die Anleger die Wetten auf die entsprechenden Unternehmen längst platziert. Die Aufstieg in den NEMAX 50 bedeutet - theoretisch - eine höhere Aufmerksamkeit bei den institutionellen Anlegern. Auch die Anbieter von Index-Zertifikaten auf den Leitindex des Neuen Marktes decken sich (möglichst schon im Vorfeld) mit den Papieren der Neulinge ein. Im Gegenzug werden die Papiere der zum 18. März dann ausscheidenden Firmen verkauft.
"Während die Papiere der Aussteiger aus dem NEMAX 50 in aller Regel sehr früh verkauft werden, lassen sich die Anleger bei den Aufnahmekandidaten eher etwas mehr Zeit", sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Nach der Aufnahme in den Leitindex würden die Aktien zumeist nicht mehr "sehr gut laufen". "Der Aufstieg in den Index hat eine Geschichte - meist hat die Aktie zuvor gut zugelegt und den Markt outperformt", begründete der Händler die zumeist sinkenden Kurse nach der Aufnahme. Die Analysten der WestLB Panmure haben in einer am Montag veröffentlichten Studie über mögliche Auf- und Abstiegskandidaten spekuliert: Der Kabelnetzbetreiber PrimaCom und der Softwareberater Heyde AG würden unter dem Aspekt der Marktkapitalisierung ausscheiden. Auch Trintech und Carrier 1 sind aus Sicht der Analysten gefährdet. BÖRSENUMSATZ UND KAPITALISIERUNG ENTSCHEIDET Entscheidendes Kriterium der Deutsche Börse sind Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Hier müssen sich die Kandidaten unter den ersten 60 der aktuell 321 Unternehmen stabilisiert haben. Hinzu kommen aber auch weiche Faktoren, wie die Gewichtung verschiedener Brachen. NORDEX "HEISSER" KANDIDAT So wurden im Juli des vergangenen Jahres die Aktien von Umweltkontor in den Auswalhindex aufgenommen und mit Plambeck Neue Energien wurde Ende Dezember ein weiterer Windparkbauer dort gelistet. Trotzdem sehen die Analysten der WestLB ein aktuelles Aufstiegspotenzial für Nordex . Allerdings weisen die Angaben der Deutschen Börse AG die Düsseldorfer Großbank auch als Investor bei Nordex aus: 29,8 Prozent der Aktien soll der Konsortialführer nach dem Börsenstart der 1985 gegründeten Firma im März 2001 gehalten haben. FUNKWERK UND IPC ARCHTEC MIT AUSSENSEITERCHANCEN Als weiteren Favoriten nennen die Analysten die Aktie der FJA AG, ein Software- und Beratungshaus für die Finanzdienstleistungsbranche. Als Kandidaten nennen die Experten auch noch die Funkwerk AG und IPC Archtec, einem der größten deutschen Full-Service-Vermarkter von Produkten aus der Konsumelektronik. "Hier könnte die Deutsche Börse noch zögern, da beide das Marktkapitalisierungskriterium nur knapp erfüllen", hieß es in der Studie. 21 UNTERNEHMEN SEIT 1999 BESTÄNDIG DABEI Nach Angaben der Deutsche Börse sind seit Einführung des Auswahlindex im Juli 1999 immerhin 21 der aktuellen 50 Unternehmen noch dabei, darunter auch ein paar Dinosaurier des Neuen Marktes: MobilCom gehört ebenso wie ce Consumer Electronic oder EM.TV und Intershop zu den "Gründungsunternehmen"./ts/js
Quelle: moneycentral.msn.de/artikel/395-14183638.asp
FRANKFURT (dpa-AFX) - Wenn die Deutsche Börse AG am Mittwoch der kommenden Woche darüber entscheidet, wer den Auswahlindex des Neuen Marktes verlassen und wer hinzukommen wird, dann haben die Anleger die Wetten auf die entsprechenden Unternehmen längst platziert. Die Aufstieg in den NEMAX 50 bedeutet - theoretisch - eine höhere Aufmerksamkeit bei den institutionellen Anlegern. Auch die Anbieter von Index-Zertifikaten auf den Leitindex des Neuen Marktes decken sich (möglichst schon im Vorfeld) mit den Papieren der Neulinge ein. Im Gegenzug werden die Papiere der zum 18. März dann ausscheidenden Firmen verkauft.
"Während die Papiere der Aussteiger aus dem NEMAX 50 in aller Regel sehr früh verkauft werden, lassen sich die Anleger bei den Aufnahmekandidaten eher etwas mehr Zeit", sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Nach der Aufnahme in den Leitindex würden die Aktien zumeist nicht mehr "sehr gut laufen". "Der Aufstieg in den Index hat eine Geschichte - meist hat die Aktie zuvor gut zugelegt und den Markt outperformt", begründete der Händler die zumeist sinkenden Kurse nach der Aufnahme. Die Analysten der WestLB Panmure haben in einer am Montag veröffentlichten Studie über mögliche Auf- und Abstiegskandidaten spekuliert: Der Kabelnetzbetreiber PrimaCom und der Softwareberater Heyde AG würden unter dem Aspekt der Marktkapitalisierung ausscheiden. Auch Trintech und Carrier 1 sind aus Sicht der Analysten gefährdet. BÖRSENUMSATZ UND KAPITALISIERUNG ENTSCHEIDET Entscheidendes Kriterium der Deutsche Börse sind Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Hier müssen sich die Kandidaten unter den ersten 60 der aktuell 321 Unternehmen stabilisiert haben. Hinzu kommen aber auch weiche Faktoren, wie die Gewichtung verschiedener Brachen. NORDEX "HEISSER" KANDIDAT So wurden im Juli des vergangenen Jahres die Aktien von Umweltkontor in den Auswalhindex aufgenommen und mit Plambeck Neue Energien wurde Ende Dezember ein weiterer Windparkbauer dort gelistet. Trotzdem sehen die Analysten der WestLB ein aktuelles Aufstiegspotenzial für Nordex . Allerdings weisen die Angaben der Deutschen Börse AG die Düsseldorfer Großbank auch als Investor bei Nordex aus: 29,8 Prozent der Aktien soll der Konsortialführer nach dem Börsenstart der 1985 gegründeten Firma im März 2001 gehalten haben. FUNKWERK UND IPC ARCHTEC MIT AUSSENSEITERCHANCEN Als weiteren Favoriten nennen die Analysten die Aktie der FJA AG, ein Software- und Beratungshaus für die Finanzdienstleistungsbranche. Als Kandidaten nennen die Experten auch noch die Funkwerk AG und IPC Archtec, einem der größten deutschen Full-Service-Vermarkter von Produkten aus der Konsumelektronik. "Hier könnte die Deutsche Börse noch zögern, da beide das Marktkapitalisierungskriterium nur knapp erfüllen", hieß es in der Studie. 21 UNTERNEHMEN SEIT 1999 BESTÄNDIG DABEI Nach Angaben der Deutsche Börse sind seit Einführung des Auswahlindex im Juli 1999 immerhin 21 der aktuellen 50 Unternehmen noch dabei, darunter auch ein paar Dinosaurier des Neuen Marktes: MobilCom gehört ebenso wie ce Consumer Electronic oder EM.TV und Intershop zu den "Gründungsunternehmen"./ts/js
Quelle: moneycentral.msn.de/artikel/395-14183638.asp