ZINSERHÖHUNG: Hohes RISIKO bei ANLEIHEN


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gamblelv:

Wohin geht die Reise!

 
15.06.04 19:10
I think we are in for a late night sell off! Nur meine Meinung!

Volatilität dürfte ansteigen

"Dax-Korrektur verläuft normal"

Markttechnisch weist die aktuelle Lage im Dax auf eine fortgesetzte Korrektur hin, wobei der deutsche Leitindex vor einer wichtigen Entscheidung über die künftige Richtung steht.

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HB FRANKFURT. Das ist die Meinung von drei von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragten technisch orientierten Analysten. Der Grundton ist aber positiv: Einen neuen Bärenmarkt erwartet kein Analyst, die Korrekturen werden als „normal“ für einen laufenden Bullenmarkt betrachtet.

Bei der Marktrichtung „steht die Entscheidung bevor“, sagt Klaus Deppermann von der BHF-ING-Bank. Nach fünfmonatiger Seitwärtsbewegung, geringer Volatilität und ausgetrocknetem Volumen hält er den Markt reif für eine klare Entscheidung. Die Richtung des Ausbruchs zeichne sich dagegen noch nicht ab: „Für beide Seiten gibt es gute Argumente“, sagt Deppermann.

Als beste Anlageentscheidung sieht er daher den Kauf von Volatilität. Sie würde bei einem Ausbruch unabhängig von der Richtung ansteigen. Für einen Ausbruch nach oben spreche die hohe Put-Call-Ratio und das damit implizierte negative Sentiment. Auch die Marktbreite stützt, sagt Deppermann. Auch die mehrfache Bestätigung der 200-Tage-Linie wertet er positiv.

Sollte der Markt die 4 040er-Marke überbieten, trete diese positive Szenario in Kraft, sagt der Analyst. Negativ wertet er dagegen den VDax und die beinahe tiefsten Volatilitäten in den vergangenen 8 Jahren. So etwas sei üblicherweise nur in der Nähe von Aktienmarkt-Tops zu beobachten, warnt Deppermann. Richtig Sorgen bereitet ihm jedoch die geringe Umsatztätigkeit. Sie ziehe nur an Tagen mit fallenden Kursen deutlich an, so etwa am Montag dieser Woche. Den endgültigen Auslöser für einen Abwärtsschub sieht der Analyst, falls mehrere solcher Tage aufeinander folgen sollten: „Ein einziger Ausreissertag erklärt die Situation noch nicht“.
Auch der Bruch von 3 845 Punkten im Dax würde das Negativ-Szenario auslösen. Die Chancen für einen Ausbruch nach oben sieht er bei 40%, die für den Weg nach unten bei 60%. Als Kursziel komme dann ein Dax rund um 3.417 Punkte infrage. Dort liege die 38%-Fibonacci-Korrektur der im März 2003 begonnenen Kursrally. Von mehr als einer Korrektur will der Analyst demnach auch nicht sprechen: Die langfristigen Zyklen sprächen gegen einen neuen Bärenmarkt. Eine ähnliche Meinung vertritt Christoph Schmidt von Equinet Securites. Das Gesamtbild von deutschen und US-Börsen zeige keinen Bärenmarkt, sondern „nur eine Korrektur im Bullenmarkt“. Das Szenario ähnele dem Jahr 1994, als eine Phase der Beruhing auf die erste Erholung der Wirtschaftslage folgte. Gleichzeitig stiegen die Zinsen.

Dax und S&P500 entwickelten sich beide in Seitwärts-Korrekturphasen innerhalb eines zyklischen Bullenmarktes, sagt Schmidt. Beide Märkte hätten in den vergangenen Monaten Handelsspannen ausgebildet, deren untere Begrenzungen jeweils einer 23%-Fibonacci-Korrektur vom Top entsprächen. Hier sieht Schmidt kurzfristig ein Problem: „Das entspricht einer Minimalkorrektur in einem Bullenmarkt“. Dies werfe die Frage auf, ob der Markt wirklich bereits ausreichend korrigiert habe. Üblich sei eine 38%ige Korrektur - und die könne den Dax bis in den Bereich 3 400/500 bringen. Im S&P-500 liege dieses Ziel bei 1 020 Punkten. Kurzfristig rechnet der Analyst noch mit einem Test von dessen Jahreshöchstständen, jedoch mit keinem neuen Aufwärtstrend.

Den Dax sieht er bis maximal 4 100 Punkte steigen, was aber stark von den Vorgaben der US-Börse abhänge. Sein fortgesetztes Korrektur-Szenario sieht er vom US-Sentiment untermauert. Der Netto-Anteil der Bullen sei auf rund 40% gestiegen und damit hoch. „Das spricht dafür, dass viele schon im Boot sind“, sagt Schmidt.

Die Möglichkeit einer fortgesetzten Korrektur sieht auch Stephen Schneider von der WGZ-Bank, verleiht ihr aber eine positive Note. Unterstützt von positiven Divergenzen bei den Kurzfrist-Indikatoren erwartet er einen Anstieg auf rund 4 150 Punkte. Dem könnte eine 10%-ige Korrektur folgen. Nach Elliott-Wellen-Theorie befinde sich der Markt in einer großen Welle 4, die eine Korrekturwelle innerhalb einer Aufwärtsbewegung sei. Dass der Dax in den vergangenen Monaten anstelle einer kräftigen Korrektur nur in eine Seitwärtsphase übergegangen ist, wertet Schneider als Zeichen von Stärke: „Wenn eine idealtypisch anstehende Korrektur nur zu einer Seitwärtsbewegung führt, dann ist das ein mittelfristig positives Anzeichen“.

HANDELSBLATT, Dienstag, 15. Juni 2004, 17:13 Uhr

MFG
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Parocorp:

Floater Anleihen profitieren von st. Zinsen

 
28.06.04 22:30

 

Anleihen
Floater profitieren von steigenden Zinsen

ZINSERHÖHUNG: Hohes RISIKO bei ANLEIHEN 1556067
14. April 2004 Mit deutlichen Kursverlusten reagieren die Anleihen mit längerer Laufzeit auf die jüngsten Nachrichten von der amerikanischen „Konjunkturfront“. Lange Zeit hatten sie sich im Vergleich mit der Konjunktureuphorie an den Aktienmärkten erstaunlich gut gehalten. Denn vor allem der amerikanische Arbeitsmarkt bereitete Sorgen. Immerhin schien er die längste Zeit trotz der Wachstumszeichen nicht in die Gänge zu kommen.

Die jüngsten Daten scheinen nun die Stimmung an den Märkten zu verändern. Vor allem die Anzahl der neu geschaffenen Stellen Anfang April war mit einem Plus von 308.000 besser ausgefallen, als zuvor erwartet. Gleichzeitig legen auch die Stimmungsindikatoren wieder zu, der Konsum bleibt überraschend stark, aber auch die Preise zeigen eine leicht steigende Tendenz. Das führt dazu, daß auch der Rentenmarkt zunehmend mit höheren Leitzinsen in Amerika rechnet. Trotz aller Argumente, nach denen die Entwicklung der amerikanischen Konjunktur noch lange nicht auf festen Füßen stehe

Steigende Leitzinsen Gift für festverzinsliche Anleihen ...

Steigende Leitzinsen sind aber Gift für den Rentenmarkt, da sie zu fallenden Kursen und steigenden Renditen führen. Bekannte Strategen sagen sogar, man könne als Anleger im Moment alles im Depot haben, nur keine länger laufenden Anleihen. Denn das Risiko der Kursverluste sei viel zu hoch (sieh auch: "Nichts wie weg aus Dodge City"). Darauf deuten auch die Charts hin. Immerhin hat beispielsweise die Rendite der zehnjährigen Treasuries in den vergangenen Tagen den seit dem Jahr 2000 gültigen Abwärtstrend überwunden und der Bund-Future hat die 200-Tage-Linie von oben nach unten durchschnitten.

In diesem Umfeld hat der Anleger mehrere Möglichkeiten. Entweder er ist mit der beim Kauf der Papiere „eingeloggten“ Rendite zufrieden und fest entschlossen, seine Anleihen bis zum Verfall zu halten. Oder er verkauft, wenn er mit steigenden Zinsen rechnet. Alternativ kann sich gegen fallende Kurse auch absichern, indem er beispielsweise Put-Optionsscheine auf den Bund-Future oder auf amerikanische Treasuries erwirbt. Auf diese Weise kann er Kursverluste bei den Anleihen mit Kursgewinnen bei den Scheinen kompensieren - oder einfach nur auf fallende Kurse spekulieren.

... aber gut für variable verzinsliche Anleihen

Eine weitere Möglichkeit, das Zinsrisiko zu begrenzen oder gar von steigenden Zinsen zu profitieren, besteht im Kauf von möglichst kurz laufenden oder variabel verzinste Anleihen, den so genannten Floating Rate Notes (FRN). Ihre Verzinsung orientiert sich am aktuellen Marktzinsniveau. Der Zinssatz wird viertel-, halb- oder jährlich angepaßt, wobei der Interbankensatz für kurzfristige Einlagen - zum Beispiel Fibor oder Libor - als Grundlage dient. Auf diese Weise liegt die Rendite immer nahe am jeweils aktuellen Marktniveau.

Dazu rät beispielsweise die DZ Bank, die mit deutlich steigenden Leitzinsen in Amerika rechnet. Höhere Zinsen würden auch dem Dollar helfen, was dazu führe, daß für europäische Anleger amerikanische Papiere interessant seien. Denn sie könnten von steigenden Zinsen und Währungsgewinnen profitieren. Da viele der FRNs von Unternehmen begeben wurden, sei auch auf ihre Kreditwürdigkeit zu achten. Diese Argumentation mag zumindest mit Blick auf den Dollar etwas verwegen sein. Immerhin gibt es noch genügend Argumente, die nach wie vor gegen den Dollar sprechen. Manche würden vor allem dann zu tragen kommen, falls die Zinsen deutlich steigen sollten. Würden sie doch beim Konsum ihren Tribut fordern und auf diese Weise das Wachstum dämpfen. Was zusammen mit dem Leistungsbilanzdefizit nicht unbedingt für den Dollar spricht.

Fakt ist insgesamt, daß festverzinsliche Anleihen derzeit eher riskant aussehen. Für kurssensitive Anleger dürfte die Überprüfung ihrer Positionen ratsam erscheinen. Wer sich auf die sichere Seite begeben will, sollte Papiere mit kurzen Restlaufzeiten oder gar Floating Rates Notes vorziehen. Denn auf diese Weise könnte er von steigenden Zinsen profitieren.

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ZINSERHÖHUNG: Hohes RISIKO bei ANLEIHEN 1556067Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

 

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Parocorp:

Up, Infos zu Floater-Anleihen!

 
30.06.04 10:46
Kannte die nicht, werden die nächsten Monate wohl sicher und gut durchhalten.

Siehe letztes Posting...

Gruß
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Parocorp:

Anleihen aus Mexiko durchaus attraktiv

 
30.06.04 13:15
Anleihen aus Mexiko eignen sich zur Depotbeimischung



30. Juni 2004 Die Aussicht auf steigende Leitzinsen in Amerika haben den meisten Anleihen aus Lateinamerika gehörig die Suppe versalzen. Auch die Zinspapiere aus Mexiko gerieten zwischenzeitlich in Turbulenzen, haben sich mittlerweile aber wieder erholt und notieren im Gegensatz zu den allermeisten Anleihen lateinamerikanischer Emittenten auf ähnlichem Kursniveau wie zu Beginn des Jahres (siehe Grafik).

Wie die Analysten der WGZ Bank in einer Studie schreiben, erfahren die Titel vor allem Unterstützung durch die zuletzt positiven ökonomischen Daten. Auf Sicht von zwölf bis achtzehn Monaten geben sich die meisten Volkswirte optimistisch, daß sich die im ersten Quartal im Windschatten der robust expandierenden amerikanischen Konjunktur sowie der hohen Ölpreise verbuchte Wachstumsrate von 3,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt fortschreiben läßt. Auch die mexikanische Regierung hat unlängst ihre Wachstumsprognose von rund 3,5 Prozent auf vier Prozent angehoben.

Aufschwung in Amerika beflügelt auch Mexikos Wirtschaft

Erfreulich dabei ist, daß die Inflation im Zuge des Aufschwung zwar leicht über dem oberen Rand des Zielbandes von drei Prozent (inklusive einer Toleranzgrenze von plus/minus einem Prozent liegt, doch insgesamt nicht von einer wirklich kritischen Inflationsentwicklung gesprochen werden kann. Aus Sicht der WGZ Bank dürften die geldpolitischen Schrauben zwar weiter angehoben werden, aber dies dürfte den Aufschwung nicht maßgeblich beeinträchtigen. Zusammen solange nicht, wie die Wirtschaft in Amerika weiter gut läuft.

Aus Bonitätssicht scheint die Situation Mexikos laut WGZ Bank ebenfalls weiterhin zufriedenstellend zu sein. Die Reserveposition des Landes wird als nach wie vor angemessen bezeichnet und die externen Liquiditäts- und Verschuldungsindikatoren zeigen sich nicht auffällig, die Leistungsbilanzdefizite sind moderat und insgesamt hat das Land hier seine Anfälligkeit seit der Krise von 1994 stetig reduziert. Die Haushaltspolitik gestalte sich weiter solidet.

Fehlende Reformen trüben das Bild

Allerdings mischt sich in das kurz- bis mittelfristig positive Bild eine zum Teil skeptische Debatte über die mittelfristigen Perspektiven des Landes. Die Diskussion kreist dabei um fiskalpolitische und strukturelle Defiziten sowie politischen Problematiken. Es geht die Sorge um, daß das Land, das in diesem Jahr in einen gut zweijährigen Wahlkampf zieht, bis zur Ernennung eines neuen Präsidenten in 2006 keine maßgeblichen Reformen mehr einleitet und sich im negativsten Fall auch hiernach wenig Bewegung zeigt.

Das wiederum schürt die Angst, daß Mexiko Gefahr laufen könnte, seine Vorteile gegenüber anderen Niedriglohn-Mitbewerbern aus Zentralamerika und Asien (weiter) zu verlieren und zum anderen nicht entsprechend auf der Wertschöpfungsleiter nach oben zu klettern, um damit wegfallende Arbeitsplätze entsprechend ersetzen zu können. Insgesamt würde das Fehlen von Reformen dann das Wachstumspotenzial Mexikos auf ein unangemessenes Niveau drücken und die Wirtschaft weiterhin extrem abhängig von den ökonomischen Zyklen in Amerika machen.

Drei Anlagealternativen

Trotz aller berechtigter Kritik sehen die Analysten der WGZ Bank die strukturelle Ausgangslage Mexikos etwas gelassener. Im Segment der Emerging Markets stufen sie Mexiko als soliden Emittenten ein und bezeichnen die bis 10. Juni 2013 laufende und einem Kupon von 5-3/8 Prozent ausgestattete mexikanische Staatsanleihe (ISIN: XS0170239932, 97,6 Prozent) mit einer aktuellen Rendite von 5,7 Prozent für Anleger, die gewillt sind, den Titel bis zum Ende der Laufzeit zu halten, als interessante Investitionsalternative.

Außerdem gibt es noch eine mit einem Kupon von 7-3/8 ausgestattete und bis zum 13. März 2008 laufende Anleihe (ISIN: XS0126200988, 109,6 Prozent) sowie eine bis 8. März 2010 laufende und einen Kupon auf 7-1/2 Prozent aufweisende Anleihe (ISIN: XS0108907303, 111,4 Prozent). Diese Titel werfen aktuell Renditen von 4,5 und 5,1 Prozent ab und rentieren damit um 121 bzw. um 140 Basispunkte über dem Renditeniveau vergleichbarer Bundesanleihen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.


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Parocorp:

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30.06.04 13:33
Kurzläufer schlagen sich in Zeiten der Zinswende besser



28. Juni 2004 Bei den Untersuchungen über die Auswirkungen einer restriktiveren Geldpolitik auf die Aktienmärkte und Aktienmarktsektoren sind die Analysten von M.M.Warburg zu dem Ergebnis gekommen, daß es zwar viele Mythen und Legenden darüber gibt, in welchen Märkten und Sektoren man als Investor während einer Phase steigender Zinsen am besten aufgehoben ist, auf tatsächliche „Gesetzmäßigkeiten“ sind die Experten aber kaum gestoßen.

In einer neuen Studie beschäftigen sich die Analysten nun mit den Auswirkungen der sieben Zinserhöhungszyklen der Fed seit Beginn der 70er Jahre auf die Rentenmärkte - genauer gesagt auf die Märkte für Staatsanleihen. Die Untersuchungszeiträume erstreckten sich dabei von sechs Monaten vor bis zwölf Monate nach der ersten Zinserhöhung der Fed.

Am Rentenmarkt finden sich wiederkehrende Verhaltensmuster

Die Nachforschungen haben sich gelohnt, denn wie es scheint gibt für die Rentenmärkte im Gegensatz zu den Aktienmärkten tatsächlich „klassische“ und wiederkehrende Anpassungsmuster. So läßt sich empirisch eindeutig belegen, daß man in Zeiten steigender Notenbankzinsen mit kurzen Laufzeiten fast immer eine bessere Wertentwicklung erreichte als mit mittleren und langen Restlaufzeiten, wobei die Performance meistens invers mit der Restlaufzeit korrelierte, das heißt je länger die Restlaufzeit, desto schlechter die Wertentwicklung nach zwölf Monaten.

Mit Ausnahme des Zinserhöhungszyklus von 1984 wiesen kurze Laufzeiten immer eine bessere Performance als mittlere und lange Laufzeiten auf, wobei diese auch immer - zumindest nach zwölf Monaten - positiv war. Nur 1984 war die Wertentwicklung von langlaufenden Anleihen deutlich besser als die von Anleihen mit mittlerer und kurzer Restlaufzeit. 1999 war zwar die Performance im kurzen Bereich am besten, die Unterschiede in der Wertentwicklung im Vergleich zu mittleren und langen Laufzeiten nach zwölf Monaten aber gering.

Die These, daß sogenannte Barbell-Strategien, bei der man als Investor sowohl kurze als auch lange Laufzeiten hält, um eine mittlere Duration zu erreichen, grundsätzlich erfolgversprechender sind als eine Anlage im mittleren Laufzeitenbereich, ließ sich nicht beweisen. Der Meinung, daß die Rentenmärkte die bevorstehende Straffung der Geldpolitik bereits mehr als eskomptiert hätten und vor allem die Renditen langlaufender Staatsanleihen somit in den kommenden Monaten wieder zurückgehen könnten, wollen wir uns nicht anschließen, da dies empirisch nicht untermauert werden kann. Denn üblicherweise setzt sich ein begonnener Anstieg bei den Kapitalmarktrenditen nach dem ersten Zinsschritt der Fed in den Folgemonaten weiter fort.

Bundesanleihen mit gleichem Richtungsverlauf, aber flacheren Steigungswinkel

Dabei gehen wir davon aus, daß die Fed wie in der Vergangenheit auch diesmal etwa sechs bis sieben Zinserhöhungsschritte von insgesamt 250 bis 300 Basispunkten vornehmen wird. Im Durchschnitt über alle Betrachtungszeiträume lag die Rendite zehnjähriger amerikanischer Treasuries zwölf Monate nach Beginn der ersten Zinserhöhung um gut 90 Basispunkte über ihrem Ausgangsniveau - allerdings bei einer großen Schwankungsbreite. Fünfjährige Anleihen wiesen dagegen im Durchschnitt eine um 100 Basispunkte höhere Rendite auf, zweijährige Anleihen eine um 150 Basispunk-te höhere Rendite.

Die Rendite von Bundesanleihen wies im Untersuchungszeitraum den gleichen Richtungsverlauf auf wie die ihrer amerikanische Pendants, allerdings verlief der Steigungswinkel deutlich flacher. So notierten zehnjährige Bundesanleihen nach zwölf Monaten im Durchschnitt um rund 60, fünfjährige um etwa 65 und zweijährige Anleihen um ebenfalls ungefähr 65 Renditestellen höher.

Text: @JüB


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hmeier:

Floater mit 6%, wo ist der Haken?

 
05.08.04 16:30
Da dies mein erster Beitrag ist, erst mal hallo an alle!


In der gegenwärtigen Situation hat man ja im wesentlichen drei verschiedene Möglichkeiten Geld in Anleihen anzulegen: Geldmarkt, kurze Laufzeiten und Floater/T.I.P.S..

Ich muß etwas Geld für max. 9 Jahre sicher parken und hab mich deshalb in letzter Zeit ziemlich viel informiert was Floater angeht, hab damit aber noch keine praktische Erfahrung. Beim stöbern bin ich unter anderem auf folgende Anleihe gestoßen:

LANDWIRTSCHAFTLICHE RENTENBANKFLR-SCHV.(LDWBR.)R.472V.99(09)
WKN: 294172
Emittent: Landwirtschaftliche Rentenbank, Deutschland
S&P Emittenten Rating: AAA
Fälligkeitsdatum: 30.03.2009
Nominalzins 6,234%
Kupon-Typ: variabel
Zinsfrequenz: halbjährlich
Währung: EUR
Kurs (05.08.2004): 102.5 EUR
Stückelung 50.000,00

Die Verzinsung ist ja ganz ansehnlich, gibt es bei diese Anleihe einen Haken (außer der Stückelung von 50000 EUR)?

Welche variabel verzinslichen Anleihen würdet ihr denn sonst noch empfehlen die ich mir mal ansehen kann?


Bin für alle Arten von Tips dankbar, auch was andere (sichere) Anlageformen angeht. Mit Aktien kenne ich mich selbst aus, aber die kommen hier nicht Frage, mit Anleihen hab ich dagegen nur theoretische Erfahrung.


Viele Grüße
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