Es ist doch in der letzten Zeit sehr interessant, den Goldpreis zu beobachten: Wir sehen, dass wir nichts sehen. Es sollten doch eigentlich - wie üblich - Alle in den sicheren Hafen flüchten und deshalb der Goldpreis steigen. Ist die Krise vielleicht gar nicht mehr so schlimm ? - Die Erklärung ist ziemlich simpel: Tatsächlich flüchten viele kleine Anleger in die TYPISCHEN Edelmetalle Gold und Platin. Die Preise dafür steigen aber nicht, weil zahlreiche Institutionelle, einschließlich STAATLICHER Institutionen, die Gelegenheit nutzen, um an Liquidität zu gelangen. Dabei räumen einige Goldstaaten ihre überbordenden Goldreserven, die sie bisher zurückgehalten haben, um sich nicht ihren eigenen Markt kaputt zu machen. - Der Goldumlauf steigt. Ähnliches gilt für Platin. Andere wertvolle Rohstoffe mit Industriemetallcharakter wie Silber und Palladium bekommen hingegen die Aussichten auf einen sinkenden Absatz infolge möglicher Rezession bereits zu spüren. Öl kann sich dem weitestgehend entziehen, weil selbst bei in Zukunft sinkender Nachfrage aufgrund des zu erwartenden ebenfalls sinkenden Angebotes mit weiterer VERKNAPPUNG zu rechnen ist. Nahrungsmittel / nachwachsende Rohstoffe sehen sogar neuen ATHs entgegen - diese Güter sind zum einen defensiv, zum anderen steigt die Nachfrage aufgrund des massiven Landfluchtproblems in Staaten wie China u.ä., aber auch bereits merklich aufgrund der Konkurrenz Nahrungsmittel versus nachwachsender Rohstoff, aber auch aufgrund der sich weiter eintrübenden Aussichten in vielen Gegenden wg. der fortschreitenden Klimaproblematik. Was heißt das nun für den Anleger ?
Zunächst ist DEUTLICH zu unterscheiden zwischen den Rohstoffen und den Rohstoffaktien: Viele Explorationsunternehmen laufen nur auf der Basis von FINANZIERUNG. Diese wird aber nun rasant teuerer. Es kann uns passieren, dass wir sogar eine Pleitewelle bei den Exploratoren sehen werden, während genau diese eine weitere Verknappung der von ihnen anvisierten Rohstoffe zur Folge haben wird. Bei den Rohstoffgiganten mag sich dieses Problem weniger stellen - dafür sind diese aber wie andere Global Player genauso diverifiziert und haben zahlreiche Leichen in ihrem Finanzanlagenkeller (da könnte sukzessive noch einiges ans Tageslicht gezerrt werden). Bezüglich der ROHSTOFFE Gold und Platin bin ich auch für die Zukunft vorsichtig: Nachdem die Krise ausgestanden sein wird, werden die Institutionellen m.E. nicht einfach ihre Reserven wieder zurückkaufen - ganz im Gegenteil: Sie werden danach (und anch einer Pleitewelle im Explorationsbereich) massiv in die Exploration investieren - wahrscheinlich eher in den industriell wichtigen Bereich als in Gold oder Platin (je nach Standort und Wahlmöglichkeit). Es könnte also sogar passieren, dass auf die Kapitalflucht der Privatanleger ein Kursrutsch beim Gold einsetzt, nämlich wenn entweder die Krise in eine Rezession mündet und die irgendwann an ihre Kohle heran wollen, oder, wenn die Krise ausgestanden ist und sie wieder in progressivere Anlagen investieren wollen, aber sich jeweils kein Interessent für das Gold findet. Interessant bleibt m.E. der naheliegendste Erdölersatz, nämlich Erdgas - dessen Exploration wird mit jeweils massivem staatlichen Interesse aller Beteiligten vorangetrieben werden - und insbesondere die Technologien zu dessen Weiterverarbeitung bzw. Logistik (Stichwörter GTL bzw. LNG). Erdölkonzerne sollte man sich mit großer Vorsicht ansehen: Sind noch Leichen im Keller der Finanzanlagen ? Wie sieht es mit den bestehenden Erdölreserven des Unternehmens aus - sind die schon fast am Ende und geht die Förderung bereits zurück ? Uran bedürfte selbst bei einem plötzlichem Pro-Kernenergie-Schwenk eines langen Zeitraumes, bis dort ein substanzieller Nachfrageeffekt zu erkennen wäre. Der Markt ist hier relativ undurchsichtig. Keiner weiß, wie groß die Reserven der einzelnen Staaten wirklich sind und wie lange sie noch "von der Substanz" bzw. aus dem Lager leben können, bevor sie massive Preissteigerungen wirklich akzeptieren müssen. Es weiß auch keiner, wie schnell das Angebot noch vor der Nachfrage anwachsen kann, wenn sich eine solche abzeichnen sollte - es gibt weltweit zahlreiche Uranvorkommen "auf der Hinterhand", die derzeit aus wirtschaftlichen Gründen einfach noch nicht angepackt werden. Die Nachfrage nach Kohle wird weltweit steigen, allerdings möglicherweise ohne großen Effekt auf den Weltmarktpreis: Der Anstieg wird dort erfolgen, wo große Kohlevorkommen zur Verfügung stehen und die Förderung schnell ausgebaut werden kann. Von den Regionen bleibt Afrika mit großem Abstand am interessantesten: Dort gibt es noch die "weissen Flecken" auf der Landkarte, die noch nicht zwischen den großen Machtpolen des Nordens aufgeteilt sind. Der Kampf um die Rohstoffe wird dort massiv mit Geld geführt (Stichwort China). Dieses zieht in den Zielstaaten jeweils deren ganze Volkswirtschaft mit. Asien ist, dort wo es noch was gibt, aufgeteilt (große Reserven / Ressourcen in Russland und China) oder es toben blutige Kriege, die nicht zu einem Investment einladen. Lateinamerika ist im Kommen - es sei aber darauf hingewiesen, dass namentlich in den Rohstoff-reicheren Regionen Lateinamerikas sich eine Hinwendung zu einer Staatswirtschaft abzeichnet, die dort, wo das noch nicht der Fall ist, sogar zur Kapitalfalle werden könnte.
Zunächst ist DEUTLICH zu unterscheiden zwischen den Rohstoffen und den Rohstoffaktien: Viele Explorationsunternehmen laufen nur auf der Basis von FINANZIERUNG. Diese wird aber nun rasant teuerer. Es kann uns passieren, dass wir sogar eine Pleitewelle bei den Exploratoren sehen werden, während genau diese eine weitere Verknappung der von ihnen anvisierten Rohstoffe zur Folge haben wird. Bei den Rohstoffgiganten mag sich dieses Problem weniger stellen - dafür sind diese aber wie andere Global Player genauso diverifiziert und haben zahlreiche Leichen in ihrem Finanzanlagenkeller (da könnte sukzessive noch einiges ans Tageslicht gezerrt werden). Bezüglich der ROHSTOFFE Gold und Platin bin ich auch für die Zukunft vorsichtig: Nachdem die Krise ausgestanden sein wird, werden die Institutionellen m.E. nicht einfach ihre Reserven wieder zurückkaufen - ganz im Gegenteil: Sie werden danach (und anch einer Pleitewelle im Explorationsbereich) massiv in die Exploration investieren - wahrscheinlich eher in den industriell wichtigen Bereich als in Gold oder Platin (je nach Standort und Wahlmöglichkeit). Es könnte also sogar passieren, dass auf die Kapitalflucht der Privatanleger ein Kursrutsch beim Gold einsetzt, nämlich wenn entweder die Krise in eine Rezession mündet und die irgendwann an ihre Kohle heran wollen, oder, wenn die Krise ausgestanden ist und sie wieder in progressivere Anlagen investieren wollen, aber sich jeweils kein Interessent für das Gold findet. Interessant bleibt m.E. der naheliegendste Erdölersatz, nämlich Erdgas - dessen Exploration wird mit jeweils massivem staatlichen Interesse aller Beteiligten vorangetrieben werden - und insbesondere die Technologien zu dessen Weiterverarbeitung bzw. Logistik (Stichwörter GTL bzw. LNG). Erdölkonzerne sollte man sich mit großer Vorsicht ansehen: Sind noch Leichen im Keller der Finanzanlagen ? Wie sieht es mit den bestehenden Erdölreserven des Unternehmens aus - sind die schon fast am Ende und geht die Förderung bereits zurück ? Uran bedürfte selbst bei einem plötzlichem Pro-Kernenergie-Schwenk eines langen Zeitraumes, bis dort ein substanzieller Nachfrageeffekt zu erkennen wäre. Der Markt ist hier relativ undurchsichtig. Keiner weiß, wie groß die Reserven der einzelnen Staaten wirklich sind und wie lange sie noch "von der Substanz" bzw. aus dem Lager leben können, bevor sie massive Preissteigerungen wirklich akzeptieren müssen. Es weiß auch keiner, wie schnell das Angebot noch vor der Nachfrage anwachsen kann, wenn sich eine solche abzeichnen sollte - es gibt weltweit zahlreiche Uranvorkommen "auf der Hinterhand", die derzeit aus wirtschaftlichen Gründen einfach noch nicht angepackt werden. Die Nachfrage nach Kohle wird weltweit steigen, allerdings möglicherweise ohne großen Effekt auf den Weltmarktpreis: Der Anstieg wird dort erfolgen, wo große Kohlevorkommen zur Verfügung stehen und die Förderung schnell ausgebaut werden kann. Von den Regionen bleibt Afrika mit großem Abstand am interessantesten: Dort gibt es noch die "weissen Flecken" auf der Landkarte, die noch nicht zwischen den großen Machtpolen des Nordens aufgeteilt sind. Der Kampf um die Rohstoffe wird dort massiv mit Geld geführt (Stichwort China). Dieses zieht in den Zielstaaten jeweils deren ganze Volkswirtschaft mit. Asien ist, dort wo es noch was gibt, aufgeteilt (große Reserven / Ressourcen in Russland und China) oder es toben blutige Kriege, die nicht zu einem Investment einladen. Lateinamerika ist im Kommen - es sei aber darauf hingewiesen, dass namentlich in den Rohstoff-reicheren Regionen Lateinamerikas sich eine Hinwendung zu einer Staatswirtschaft abzeichnet, die dort, wo das noch nicht der Fall ist, sogar zur Kapitalfalle werden könnte.