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... mächtig aus dem Fenster gelehnt! Wenn Draghi bei uns das QE-Programm noch ausbaut, dann kommt es mit etwa einjähriger Verspätung doch noch zu Wechselnkursen von 1:1. Sollte die Fed im Dezember die Füße doch noch stillhalten, dann war es das mit Frau Yellen. Dann hat sie sich mit der heutigen Aussage selbst ins Abseits geschossen, weil das war schon ein recht deutliches (und zugleich unerwartetes) Signal an die Märkte.
Sie macht aber auch klar, dass es nur sehr sehr langsam zu weiteren Erhöhungen kommen wird. Was jetzt passiert, ist auch klar: Die Amerikaner werden im Laufe dieser Phase den europäischen Markt auf- bzw. leerkaufen. Wer US-Aktien besitzt, sollte in jedem Fall drin bleiben, aber auch die europäischen Werte werden wohl eher nach oben als nach unten gehen in den nächsten 9 bis 12 Monaten, weil einfach enorme Kaufanreize durch einen immer schwächeren Euro geschaffen werden. Bin gespannt, wie die US-Industrie mit diesem Szenario klarkommt. Ich rechne kurzfristig mit weiter fallenden Rohstoffpreisen und eine Verschiebung des Vermögens von dieser Seite des Atlantiks auf die andere Seite. Da die Programme der Zentralbanken zeitlich auch so schön weit auseinander liegen, wird auch niemand auf die Idee kommen, es könnte sich um ein abgekartetes Spiel handeln. Das dicke Ende erleben wir dann Mitte/Ende 2017 bzw. Anfang 2018...
Noch ein kleiner Tipp an alle, die Ihre Charts und Kursbewegungen in Euro messen: Ihr solltet Euch alle die grüne Brille anziehen und jeden Wert, insbesondere auch die europäischen /deutschen Werte in US-$ umrechnen, um über die "echte" Wertentwicklung auf dem Laufenden zu bleiben. Der Euro ist schon bald nicht mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt wird...
... und die erste Übertreigungsphase hatten wir, als der DAX in Richtung 12.300 schoss. Das wird sich jetzt auch wiederholen und spätestens wenn das Öl dann wieder teuer wird und die Inflationsrate hier in Europa schneller als erwartet die 2%-Prozent-Marke knackt, und das mitten QE-Programm, wird sich diese Übertreibung noch verstärken, bis die Blase schließlich und endlich platzt. Ich glaube nicht, dass wir hier in Europa in den nächsten 8 bis 10 Monaten noch eine nachhaltige Baisse sehen, sondern eine noch nie gesehene Übertreibung (in Euro).
Egal wie es letztlich kommt. Eine Investition in Yahoo! und BABA sollte in dieser Zeit nicht unbedingt das schlechteste Investment sein, auch wenn ich glaube, dass man jetzt fast blind (bis auf VW und einige Finanztitel) zugreifen kann...
... Kerngeschäft (alles außer asiatische Beteiligungen) genau -$5,00 pro Aktie wert. Das ist der Teil, den Marissa Mayer zu verantworten hat. Dabei gehe ich von einer steuerfreien Abspaltung von Aabaco und einer vollen Versteuerung bei Yahoo! Japan aus. Zieht man Aabaco von Yahoo! ab, bleiben nach meinen Berchnungen noch exakt $0,48 für den ganzen Rest von Yahoo! übrig!
Wie Maxxim schon anmerkte, ist das ein schon ein phänomenales Beispiel für die Art und Weise, wie man Kurse an der Wall Street manipulieren kann. Ich meine, es gibt ja auch Damen, die 100 Euro dafür bezahlen, damit ihnen ein Friseur mit hoher Stimme dreimal durch die Haare wischt und zweimal mit der Schere daran vorbeischneidet, während gleichzeitig diejenigen, die unsere Nahrung ernten oder unsere Kranken und Alten betreuen, nahe am Existenzminimum leben. Wir leben in einer Welt der Extreme in beide Richtungen und Yahoo! ist da leider in eine Richtung abgedriftet, die in die Richtung des Witzes geht, dass man bald schon Geld mitbringen muss, um irgendwo arbeiten zu dürfen...
...und es wird eigentlich Zeit, dass jemand mit sehr viel Geld und ein bißchen Spürsinn für Geschäfte, Steuern und Justiz sich da ordentlich einkauft und sich die Taschen füllt, einfach nur indem er aufzeigt, dass alle Sepkulationen, die aktuell durch die Medien geistern, nichts anderes als blanker Unfug sind. Ich dachte, dass Starboard-Chef Jeff Smith so ein Typ wäre, aber hier braucht es doch eher jemanden wie Icahn oder Buffet. Jemanden, der unsere Barbie samt Kinderzimmer aus ihrem Büro jagt und zeigt, wie man es macht, wenn man Ahnung von dem hat, was man tut...
Dennoch würde ich das gerne noch sehen, dass Yahoo! auch auf dem Papier weniger wert ist als seine Alibaba-Beteiligung. Wegen der paar Cent würde ich mir jetzt auch nicht mehr in Hose machen und ich hätte da auch in Jahren etwas zu erzählen, was mir vermutlich keiner glauben wird, nämlich wie man an der Wall Street für Werte von über $20 Mrd. absolut gar nichts bezahlen musste...
Die 1,10 konnte ja nur deshalb so lange gehalten werden, weil es die Fed geschafft hat, mit dem ewigen Herauszögern der Zinsverschiebung für Unsicherheit zu sorgen, die den Dollar nachweislich belastet hat. Dass sich das auf diesem Niveau abgespielt hat, zeigt aber auch auf, wie schlecht es aktuell um den Euro steht. Da braucht es nicht erst Griechenland, um das wahre Ausmaß der Probleme zu erkennen. In den nächsten Jahren druckt die EZB weiter Billionen von Euro, die durch marode südländische Banken und korrupte Hände im Süden und Norden wieder an die eigentlich ebenso überschuldeten Großbanken in Deutschland oder Frankreich fließen. Selbst Zinsen nahe Null können nicht verhindern, dass das System selbst Unsummen verschlingen wird und die Währungszone damit an eine Punkt bringt, von dem aus nichts mehr repariert werden kann. Vermutlich haben wir diesen Punkt auch schon längst überschritten. Das billige Öl ist nur eine vorübergehende Hilfe, welche die Inflation drückt und so den Anschein erweckt, dass billige Zinsen gerechtfertigt sind. Nur so lässt sich für die hoch verschuldeten öffentlichen Haushalte und natürlich auch für die kriselnden Banken der Schuldendienst noch stemmen.
Ich würde dem ja gerne zustimmen, dass das Öl noch lange billig bleibt, aber ich habe das Gefühl, dass wir Westeuropäer die Letzten sind, die den Ölpreis so regulieren können, dass er noch einigermaßen in das eigene Zinsszenario passt. Solange wir unser Öl nämlich in Dollar und nicht in Euro bezahlen, haben uns die USA damit im Würgegriff und alle Trümpfe in der Hand, bei Fragen wie TTIP oder CETA ihren Willen (gegen den Willen eines Großteils der europäischen Bevölkerung) durchzusetzen. Die USA kann nur dann die erste globale Wirtschaftsmacht auf diesem Planten bleiben, wenn sie die Wirtschaft in Westeuropa maßgeblich kontrolliert und nicht nur (wie jetzt) beeinflusst. Das Öl und der starke Dollar sind die Druckmittel, mit denen die Europäer gefügig gemacht werden sollen. Die Trümpfe wurden auch sehr schnell offengelegt, denn die USA sind auch nicht gerade auf Rosen gebettet und haben gar nicht das Geld, sich mehr Zeit zu erkaufen, bevor es auch ihrer eigenen Ölindustrie bzw. der eigenen Exportwirtschaft in irreparablem Maße an die Substanz geht: Es könnte sich so sehr schnell auch eine Deflationsspirale entwickeln, die die gesamte US-Wirtschaft mit in den Abgrund reißt. Die USA spielen gerade ein gefährliches Spiel mit vielen Unbekannten und Europa ist Einsatz und Jackpot zugleich. Wir werden in jedem Fall verlieren, weil das "Haus Europa" sich nachweislich nicht selbst tragen kann. Was bringt es also, wenn wir alle viele Euros auf der Bank liegen haben, der Euro aber letztlich nichts wert ist?
Einziger (möglicher) Ausweg aus dieser Misere ist tatsächlich, dass die Inflation zumindest die giralen Vermögen "auffrisst" und die Verschuldung (aller Schuldner) relativ absenkt: Die Zinsen bleiben niedrig und steigen wesentlich langsamer als die Inflation, die durch teures Öl und einen starken Dollar in weiten Teilen Europas für deutlich höhere Preise sorgt. Nach und nach werden wir so auch in vielen anderen eurpäischen Ländern griechische Verhältnisse bekommen, bis wir überall amerikanische Verhältnisse vorfinden werden. Volker Pispers nennt das in seinem Programm die "Endstufe des Kapitalismus" und eine "vollkommen entsolidarisierte Gesellschaft". Wenn dann (wie in Griechenland) der Häuslebauer von heute dann selbst sein mit 0,x% finanziertes Haus nicht mehr abbezahlen kann, weil er nicht (mehr) genug Geld verdient, da die Inflation höher als seine Lohsteigerung ist, bzw. weil er wegen der zwangsläufig wegbrechenden Binnennachfrage seine Arbeit verliert und so selbst gar nichts mehr verdient, dann haben wir es in Europa schließlich und endlich geschafft. Griechenland war und ist nur ein Testszenario gewesen für das, was Europa noch blüht, wenn wir unser Haus nicht endlich in Ordnung bringen. Was juckt es uns (Europäer), wenn der Schaden bei amerikanischen Großbanken durch eine Insovenz Griechenlands ins Unermessliche steigt? Warum müssen wir alle für die gefährlichen Wetten derjenigen haften, die gegen eine solche Insolvenz spekuliert haben? Warum müssen deutsche und französische Banken in den USA für Dinge für die Verletzung von Sanktionen haften, die uns von dort (gegen unsere eigenen Interessen) auferlegt wurden? Warum gehen diese Strafzahlungen an die US-Regierung und fließen nicht in die Kassen der europäischen Mutterländer? Wir Europäer haften bereits seit 2008 für Schäden, die auf der anderen Seite des Teichs von engstirnigen und raffgierigen Möchtegern-Cowboys verursacht wurden. Genau diese Leute aber haben die Fäden in der Hand und bestimmen ganz genau, wohin sich Währungen, Zinsen und Ölpreise zu entwickeln haben, damit sich das Vermögen immer weiter konzentrieren und wir alle nur gutgläubige Marionetten in einem Schmierentheater sind, das für einen Großteil von uns nicht wirklich gut ausgehen kann.
Wie gesagt, unserer Euro ist bald nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt wird. Die Verantwortlichen dafür werden sich (wie in den USA) hinter hohen Mauern in speziellen Gegenden mit eigenen Infrastrukturen verstecken, während Otto Normalverbraucher den ganzen dort verbockten Mist mit seiner Hände Arbeit über Jahrzehnte wieder in Ordnung bringen darf. Wir machen das ja schon längst, nur haben wir (noch) keine Vorstellung von den Dimensionen, die das noch annehmen kann und wohl auch noch wird ...
... und es sieht auch heute Nacht ziemlich gut aus in Fernost!
Hoffentlich bleibt das so, bis auch bei uns der Handel startet...
... von Facebook schon ein wenig überrascht, aber ich habe auch das Gefühl, dass sich das Medium langsam etwas "abnutzt". Man versucht sich zwar immer wieder neu zu erfinden und das gelingt ja auch teilweise. Wenn ich mein eigenes Verhalten sehe, so hat sich Facebook von einer Seite, auf der ich gelegentlich ein Spiel gespielt habe, zu einer Nachrichtenseite entwickelt. Allerdings verbringe ich selbst immer weniger Zeit auf der Seite und die Werbung ignoriere ich fast vollständig.
$300 Mrd. ist natürlich viel zu teuer, aber Facebook nutzt seine Aktien ja auch für Zukäufe, daher darf man gespannt sein, was sie sich da demnächst einfallen lassen. Die Erwartungen sind ja schon gewaltig...
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