Anzeige
Meldung des Tages: Revolutionäre Entwicklung im Megatrend – Der KI-Durchbruch für Pflege und Sicherheit!

Wo stehen wir im Gewinnwarnungszyklus ?


Beiträge: 6
Zugriffe: 984 / Heute: 1
das Zentrum d.:

Wo stehen wir im Gewinnwarnungszyklus ?

 
24.06.01 10:34
Gewinnwarnungen
Im Juni hat das Warnen Hochkonjunktur


20. Juni 2001 In der Regel geht die „Gewinnwarnungs-Saison“ zwei Wochen vor der eigentlichen Berichtssaison zu Ende. Danach können nämlich Unternehmen, die ihre Quartalsberichte vorbereiten, nicht mehr glaubhaft nachweisen, dass sie die erheblichen Abweichungen von der Prognose nicht vorher kannten, erläutert Michael Pohn von der DG Bank.

In den letzten 14 Tagen vor dem eigentlichen Quartalsbericht steigt also die Wahrscheinlichkeit an, dass das Unternehmen nicht mehr warnen wird.

Europäische Firmen etwa vier Wochen später dran als amerikanische

Die ersten amerikanischen Firmen legen schon direkt nach Ablauf des Quartals ihren Quartalsbericht vor, also bereits Anfang Juli. Oracle war diese Woche wegen seines schon Ende Mai abgeschlossenen Geschäftsquartals eine Ausnahme. Europäische Gesellschaften berichten ab Mitte Juli, schwerpunktmäßig in der Mitte des folgenden Quartals, also im August. Damit liegt ihr Berichtsschwerpunkt ungefähr einen Monat hinter den US-Firmen. Und auch die Häufung europäischer Gewinnwarnungen. Erst im Juli läuft auch in Europa die Gewinnwarnungsperiode aus.

Natürlich können aber auch zwischendurch unvorhergesehene Ereignisse, wie der Wegfall eines Auftrags, zu Gewinnwarnungen führen. Auch warnen manche europäische Unternehmen bei Veröffentlichung ihrer Zahlen praktischerweise schon einmal für das nächste Quartal. Einen richtigen Schlussstrich kann man leider nie ziehen unter die Gewinnwarnungs-Saison.


Es kommt noch einiges

22. Juni 2001 Der erste Höhepunkt war am 12. Juni Nokia, das nächste Schlaglicht setzte zur Wochenmitte Infineon, am Donnerstag dann BASF: Sie hat uns wieder, die „Gewinnwarnungs-Saison“, die der Saison der Quartalsberichte regelmäßig vorausgeht.

Gemeint sind die Tage, an denen sich das Quartal zum Ende neigt und manche Unternehmen beim Vorbereiten ihrer Quartalszahlen merken, dass die eigenen Ziele oder die der Analysten deutlich verfehlt werden: Damit wird es unausweichlich, den Markt über die Abweichung zu informieren.

Wie lange die derzeitige Gewinnwarnungsperiode noch dauert, erfahren Sie im Link. Worauf aber müssen wir uns noch gefasst machen? Folgen noch weitere Hiobsbotschaften, oder ist das Schlimmste jetzt bekannt?

Weitere Gefahren aus der Hightech-Ecke

„Im Technologiesektor sieht es noch sehr viel schlimmer aus, als es im Markt enthalten ist“, glaubt Michael Pohn, bei der DG Bank zuständig für den US-Aktienmarkt. Insbesondere bei kleineren US-Technologiewerten sieht er noch große Probleme, und erwartet noch eine ausgeprägte Marktbereinigung. Und natürlich entsprechende Ertragswarnungen.

Aber Europa steht nicht besser da: „Infineon zeigt, wie schwierig die Lage im Halbleiter-Bereich derzeit ist“, sagt Stefan Hentschel, Aktienstratege beim Bankhaus Lampe. Tatsächlich hat Infineon im Gegensatz zu den eher optimistischen Tönen von Intel deutlich gemacht, dass im Halbleitermarkt noch keine Besserung in Sicht ist. Hentschel erwartet vor allem von europäischen Chipherstellern und Telekomausrüstern weitere Hiobsbotschaften. Als mögliche Kandidaten nennt der Experte Alcatel, Marconi und ASM Lithography. „Mit der vielbeschworenen Besserung im Halbleitersektor wird es wohl in diesem Jahr nichts mehr werden“, meint Hentschel.

Konjunktur noch im Abwärtstrend, Märkte noch nicht ganz am Boden

„Wir müssen weiter skeptisch bleiben“, meint auch Karl-Dietrich Gräff von der Commerzbank. „Die Gewinnwarnungen sind noch nicht richtig eingearbeitet.“ Auch er prognostiziert weitere schlechte Nachrichten aus dem Technologiesektor. „Die Krux ist derzeit, dass die Konjunkturprognosen in Europa nach unten revidiert werden. Einige deuten sogar auf eine Rezession. Und auch in den USA sehen wir nach wie vor noch keine Belebung.“

„Old Economy“ wackelt ebenfalls - Zinssenkungen lassen hoffen

Die Gewinnwarnung von BASF und schlechte Konjunkturdaten wie der Ifo-Geschäftsklima-Index lassen auch befürchten, dass auch von den Schwergewichten der „Old Economy“ noch die ein oder andere schlechte Nachricht droht. Als Branche, die wohl das Schlimmste hinter sich hat, nennt Stefan Hentschel die Nahrungsmittelbranche mit Unternehmen wie Nestlé oder Danone.

Aktienstratege Gräff glaubt nicht daran, dass wir an den Börsen noch einmal die letzten Tiefstände sehen werden. Zu deutlich waren die bisherigen Zinsschritte der US-Notenbank Fed, um nicht in absehbarer Zeit auf Konjunktur und Börse zu wirken. Dazu kommen die Steuergeschenke der Bush-Administration an die Konsumenten. Auch nach Ansicht von DG Bank-Analyst Michael Pohn spricht bei den Unternehmen außerhalb des Tech-Sektors einiges für eine Ertragswende im vierten Quartal.

US-Markt erwartet Ertragswende im ersten Quartal 2002

„Entscheidend für einen Kursaufschwung ist, dass die Abwärtsbewegung bei den Konsens-Prognosen endet“, erläutert Pohn. Für das noch laufende Quartal gehen die Konsens-Prognosen inzwischen von einem Gewinneinbruch von 14 Prozent für die Unternehmen des S&P 500-Index aus. Im dritten Quartal werden die Gewinne derzeit acht Prozent geringer als im Vorjahr erwartet. Tendenz fallend. „Mittlerweile ist auch das vierte Quartal schon fast abgeschrieben, und der Markt erwartet die Ertragswende im ersten Quartal 2002“, so Pohn.

„Sollte die bevorstehende Berichtssaison Anzeichen für ein früheres Ende der Gewinnrezession ergeben, würde der Markt das als Überraschung werten und entsprechend reagieren.“ Leider derzeit noch ein Wunschtraum.

   
 

Antworten
Gruenspan:

Da

 
24.06.01 11:22
am Freitag die im Dow-Jones gelistete und doch eher als konsevativ anzusehende Merck&Co warnte, sowie das Unternehmen Schering-Plough von schwächeren Aussichten sprach, wird wohl die Ertragswende doch erst 2002 kommen.
Antworten
sfor:

die warnungen für das 2.quartal endeten am

 
24.06.01 11:43
3.april mit der von commerce one, man darf nicht zu früh jubeln
Antworten
Lord Beere:

@das Zentrum der Macht

 
24.06.01 13:05
Vielen Dank für den intressanten Bericht.In dem Absatz "Es kommt noch einiges"
wurde auf einen Link verwiesen den Du aber leider weggelassen hast.Bitte teile uns diesen Link doch mit.Vielen Dank
Beere
Antworten
das Zentrum d.:

Lord Beere

 
24.06.01 13:15
Es tut mir Leid, aber es ist in der Tat keine Verlinkung eingefügt. Ich habe extra nochmal nachgeschaut. Vermutlich bezieht sich die Aussage auf den oberen Teil des Berichtes, da es in Wirklichkeit zwei seperate Berichte sind die ich aufgrund ihres Zusammenhangs in ein Posting gepackt habe.  
Antworten
Lord Beere:

@das Zentrum der Macht

 
24.06.01 21:40
Trotzdem vielen Dank für die Mühe und eine erfolgreiche neue Woche!
Beere
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--