dann sollte man einen Blick auf die Kriterien werfen.
Wenn der Werkzeugmacher die Aufgabe bekommt, ein Stanzwerkzeug zu machen, kann er ja mal Messing auswählen (läßt sich gut feilen und polieren), oder Alu (glänzt schön, ist billiger und leichter als Messing, ist aber unter der Schlichtfeile eine echte Ziege) oder eben Ssstahl, womöglich eine Sorte, die sich härten läßt (sieht nicht ganz so toll aus wie poliertes Messing, läßt sich etwas schwerer feilen als Messing ("Der U-Stahl, Aufzucht Hege und Pflege" bzw. "Eisen erzieht" (Erstauflage von 1936)), das Werkzeug erreicht aber eine bessere Standzeit) ...
Man rechnet sich nicht reich, und man rechnet sich nur für die Steuer arm. Wenn man Anlagemöglichkeiten vergleicht, kann man viele Faktoren einbeziehen (z.B. die Sicherheit oder die Rendite der Vergangenheit oder die erhoffte Rendite in der Zukunft), aber man sollte sich der Gewichtung der Faktoren bewußt sein und man sollte gleiches Maß an die Kandidaten anlegen.
Wenn Berkshire 0% Dividende ausschüttet und unter 45-47 in '26 vielleicht +2,85% (in Euro gerechnet) gemacht hat, ist das eine Sache.
Wenn ein volkstümlicher großer deutscher Automobilbaubetrieb dessen Name hier nicht zur Sache tut zwar 5,08% Dividende ausgeschüttet hat aber leider im Kurs um 29% nachgegeben hat, ist das auch eine Sache.
Und wenn eine große US Bude, die irgendwas mit Äpfeln macht mickrige 0,2% für die ersten 2 Quartalsdividenden ausgespuckt hat, aber im Kurs +29% (in Euro gerechnet) gemacht hat, ist das auch eine Sache.
Und 5,08% sind objektiv besser als 0% und 0,2% zusammen, aber den Rest sollte man meiner Einschtzung nach nicht vernachlässigen. Auch 5,08% + x% vom Vorjahr und y% nächstes Jahr sind mehr als 0%, aber ich neige und rate dazu, das Gesamtbild zu betrachten (inkl. Kristallkugel zur Zukunft).
Bei "-29% Kurs und 5% Dividende ausgeschüttet" wäre das "Geld zu 0% Zins unter der Matratze verwahrt und 5% entnommen" unterm Strich per heute die bessere Entscheidung gewesen.