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wo ist mein Geld geblieben


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fondsmanage.:

zu #14224 und #14225

 
18:00
Danke, homeo, für deine ausführlichen Antworten.
Bei Teil 1 gebe ich dir vollumfänglich Rcht; mir ging es um die daraus folgenden Gesamtzusammenhänge. Es gibt gengügend Beispiele, wo der Staat extrem steuernd eingreift und wir wissen, dass dies insbes. im sozialen Bereich leider gravierende negative Auswirkungen hat. Beispiel 1:  Stichwort „Leben von der Stütze“ in Verbindung mit der Frage, ob es sich lohnt, für einen geringen Stundensatz stattdessen arbeiten zu gehen. Beispiel 2: Regelungen zum Wohnungsbau und zum Mietrecht, die in der Gesamtheit dazu führen, dass „zu wenige“ Wohnungen gebaut werden. (Es müsste hier eher heißen: zu wenig „billige“ Wohnungen gebaut werden).
Ich will an dieser Stelle überhaupt nicht abstreiten, dass es sinnvoll ist, sich verteidigen zu können. Aber Verteidigung ist eine nationale – wenn nicht sogar internationale – Aufgabe, d. h. es geht um das Wohl des ganzen Volkes (bzw. z. B. des europäischen Volkes – falls dieser Begriff „erlaubt“ ist). Ebenso dient ja auch eine gute (Schul-)Bildung dem Wohl des ganzen Volkes. Im Schulwesen werden aber auch keine Gewinne gemacht und trotzdem gibt es Lehrkräfte, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Aber die Schule als solche ist kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern der Gewinn liegt im direkten Nutzen für das Volk: Theoretisch „produziert“ die Schule gebildete junge Mitbürger. Auch die Müllabfuhr macht keine Gewinne, sondern wird aus Gebühren finanziert.
Und genau das meinte ich: Es gibt Aufgaben in der Gesellschaft, die zu erledigen sind und die der Staat „direkt“ erledigt, OHNE dass durch hohe Gewinne für Privatunternehmen die Kosten für die Gesellschaft ins Exorbitante steigen.

Ich bezahle „gerne“ Steuern, wenn ich weiß, dass sie sinnvoll verwendet werden. Ich bezahle aber nur ungern Steuern, wenn ich weiß, dass sie nur verwendet werden, um Löcher zu stopfen, die nur deshalb da sind, weil man die Augen vor bestimmten Wechselwirkungen verschließt (Stichwort: Rentenzuschüsse aus dem Bundeshaushalt) und lieber „den Karren“ vollends in den Dreck fährt, ohne die offensichtlichen Probleme auch nur wahrnehmen zu wollen.
Wir leben nun einmal in einem System, was in Teilen marktwirtschaftlich und in anderen Teilen sozialistisch organisiert ist. Zu letzterem gehört auch das Gesundheitswesen. Auch hier finde ich es einfach nicht in Ordnung, wenn mit meinen privat finanzierten Krankenkassenbeiträgen nicht nur die Kosten für die „Gesunderhaltung“ des Volkes bezahlt werden, sondern die Unternehmen z. T. gigantische Gewinne einfahren. Aber allem Anschein nach gibt es eine gewisse „Gier“, die hier befriedigt werden kann – und zwar zu Lasten derjenigen, die die Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Ein angemessener Gewinn für das Unternehmen ist sicherlich nicht verkehrt – mir geht es hier um die Auswüchse!
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Dschägga:

Was gibt es da nicht zu verstehen?

 
18:02
Airbus et al. (insbes. #14196)
Es gibt einen Zusammenhang, den ich mal wieder nicht begreife: Wenn man als Staat oder als Gesellschaft schon meint, sich am Kriegsgeschehen beteiligen zu müssen und dazu private Unternehmen beauftragt, „Güter“ zu produzieren und diese Güter dann mit Steuergeldern bezahlt – warum zwingt man die betroffenen Unternehmen nicht, die Güter zum Selbstkostenpreis abzugeben?
Es ist doch mehr als absurd, dass der Kurs und damit der Marktwert einer AG wie Airbus sich verdoppelt, nur weil die Regierungen der „dazugehörenden“ Staaten das Unternehmen mit staatlichen Aufträgen versorgen, um Krieg führen zu können. Es ist m. M. n.  auch ziemlich verwerflich, wenn Privatleute dann Gewinne (z. B. in Form von Dividenden) kassieren, die – im Gegensatz zu den in Friedenszeiten gezahlten Dividenden – geradezu als fürstlich anzusehen sind! Wenn der Staat dagegen Eigentümer eines solchen Unternehmens ist, dann fließen die Gewinne zumindest wieder zurück in den Staatshaushalt und entlasten somit den Steuerzahler! Man kann natürlich auch argumentieren: Wenn der Staat meine Steuergelder investiert, dann sollen die mit meinem Geld bezahlten „Investionen“ dem Staat auch „Rendite“ einbringen – aber das ist m. M. n. nicht die Aufgabe bzw. der Zweck von Steruerzahlungen.
Ich käme niemals auf die Idee, zu jetzigen Kursen (= Preisen) Airbus zu kaufen – auch wenn der Kurs, so wie heute, mal eben um mehr als 6% absackt. Denn in meinen Augen ist das ganze alles andere als eine gute Geschäftsgrundlage. Und „günstig“ (in Bezug auf den Gewinn) ist die Airbus-Aktie ja schon lange nicht mehr. Selbst bei halbiertem Kurs wäre die Dividendenrendite maximal 3%. Befürchtet ihr als Investierte nicht, dass der Kurs wieder drastisch einbricht? Oder seht ihr das Ganze eher als einen „Zock“ an?
fondsmanagement, heute 14:49
Der Staat hat keine eigenen Rüstungsbetriebe, also kauft er sich die gewünschten Produkte am freien Markt. Das selbe tut er auch, wenn er eine Baufirma beauftragt, etwas zu bauen oder sich Dienstwägen für Minister kauft.

Was genau ist für Dich fa unverständlich oder gar verwerflich?
Möge der Erfolg mit euch sein.
Jeder ist selbst seines Glückes Schmied.
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fondsmanage.:

Checker

 
18:27
Dschägga, du hast den Kern des Problems getroffen – du schreibst nämlich: besorgt sich am FREIEN Markt. Bekanntlich ist der betroffene Bereich des Marktes aber nicht frei, sondern – aus sehr gutem Grund – staatlich hochgradig beschänkt und tatsächlich staatlich kontrolliert bzw. sogar gesteuert. Man darf nämlich nicht einfach Waffen produzieren und sie frei verkaufen. Folglich gibt es in diesem Marktsegment keinen freien Markt. Dann dürfen aber m. M. n. in diesem Segment auch nicht „die Gesetze“ des freien Marktes (Preis und Angebot richten sich nach der Nachfrage) gelten! Genau das ist doch ein riesiger Unterschied zu deinem Beispiel „Baufirma“ und folglich gerade nicht das selbe!
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Dschägga:

Dann hast Du es nicht verstanden.

 
18:37
Checker
Dschägga, du hast den Kern des Problems getroffen – du schreibst nämlich: besorgt sich am FREIEN Markt. Bekanntlich ist der betroffene Bereich des Marktes aber nicht frei, sondern – aus sehr gutem Grund – staatlich hochgradig beschänkt und tatsächlich staatlich kontrolliert bzw. sogar gesteuert. Man darf nämlich nicht einfach Waffen produzieren und sie frei verkaufen. Folglich gibt es in diesem Marktsegment keinen freien Markt. Dann dürfen aber m. M. n. in diesem Segment auch nicht „die Gesetze“ des freien Marktes (Preis und Angebot richten sich nach der Nachfrage) gelten! Genau das ist doch ein riesiger Unterschied zu deinem Beispiel „Baufirma“ und folglich gerade nicht das selbe!
fondsmanagement, heute 18:27
Nur weil es staatliche Regeln gibt, heißt das nicht, dass es kein freier Markt ist.

Auch die Baufirma muss sich an gesetzliche Vorgaben halten.
Eine Waffenfabrik halt auch.

Und jeder von uns könnte eine Waffenfabrik eröffnen und seine Produkte am Markt anbieten. Die Regeln dazu einhaltend, was für einen Newcomer ggf. schwierig wäre, aber grundsätzlich möglich.

Auch die Baufirma verlangt bei staatlichen Aufträgen das Dreifache.

Was Dir vorschwebt sind Staatsbetriebe wie im Sozialismus. Die Geschichte hat gezeigt, dass das noch um ein Vielfaches teurer kommt.
Möge der Erfolg mit euch sein.
Jeder ist selbst seines Glückes Schmied.
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Dschägga:

Es lässt sich

 
18:41
quasi zusammenfassend sagen, dass es sich um eine privatwirtschaftlich organisierte Produktion unter staatlicher Aufsicht handelt, bei der die Bundesregierung maßgeblich entscheidet, was hergestellt und wohin es verkauft wird.
Aber es ist Privatwirtschaft und nich öffentlich rechtlich.
Möge der Erfolg mit euch sein.
Jeder ist selbst seines Glückes Schmied.
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Homeopath:

Müllabfuhr, Schule, Gesundheitswesen, ...

 
18:43
joah, da kommt man in philosophische Sphären, aber die Schulkreide kommt auch nicht aus einem staatlichen Steinbruch (obwohl man Lehrmittel sicher im Knast herstellen lassen könnte ;-), der Müll-LKW kommt nicht aus einer staatlichen Manufaktur für Müll-LKW usw..

Ob man Krankenhäuser als "staatliche Fürsorge" betreibt oder als Profitcenter? Im Rahmen "staatlicher Fürsorge" werden die teuer, als Profitcenter betrieben merkt man als Patient eben, daß man das Objekt ist, an dem die Wertschöpfung generiert wird (und die sind trotzdem teuer). Früher wurde nach Tagen abgerechnet (da wurde man nach kleinsten OPs ewig lange festgehalten), nun nach Fallpauschalen, da wird man mit notdürftig wieder angenähtem Kopf schon an Tag 2 wieder heim geschickt und weil es Profit bring, wurde nebenbei gleich noch eine neue Hüfte eingesetzt. Und früher ging jemand rum und weckte alle um 5:15h mit dem Fieberthermometer  im ... und heute muß eine Person 360 Zimmer (evtl. leicht über- oder untertrieben) über Nacht betreuen und verwirrte Patient:Innen irren nachts durch die Flure. Früher bauten sich Chefärzte ihre Fürstentümer (analoges passierte bei der Post in den FTZen), heute ... immerhin gibt es heute entspanntere Besuchszeiten im Krankenhaus.

Wir haben da wohl alle unsere Ideen, und nicht alle haben die gleichen Ansichten. Und auch arme kinderlose Steuerzahler zahlen mit für Schulen und Nichtraucher zahlen mit für Lungensanatorien und Radfahrer zahlen mit für Straßenbau (deshalb benutzen die ja nie den Radweg ;-).

Das Gegenmodell war die DDR. Da war beinahe alles staatlich gelenkt und manches "unsonst". Das andere Extrem sind die USA, der Staat wird immer weiter demontiert, staatliche Bildung immer weiter zurückgefahren (man bezahlt heftig fürs College), Gesundheit gibt es bestens - für solvente Beitragszahler.

Wir arbeiten an einem gesunden Mittelweg und privatisieren hoffentlich erstmal nicht die Trinkwasserversorgung und haben weiterhin staatliche Schulen mit passabler Ausstattung und "vernünftigem" Bildungsauftrag und trennen Religion und Staat.
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new_schreiber:

da ist nix unter Zwang

 
19:18
nur eben "indirekt" wegen Handelsabkommen , usw , wegfall zoll,. usw
wird eben ein Markt attraktiv gemacht, so das ein Hersteller gar nicht daran vorbei kommt.
Antworten
millionenweg:

deshalb benutzen die ja nie den Radweg

 
19:22
ach da musste ich mal herzlich lachen, danke dafür. Im gegensatz parkte ich immer auf Radwegen weil ich die finanziere mit meine KFZsteuer.

Ich habe habe viel Geschäft gemacht mit das Militär in Europa und Milttlere Osten und glaubemir, da kannst du nicht jeden Preis fragen, da sitzen schon pfiffige Einkäufer. Ein Zuschlag gabe es zwar öfter aber das kam auch durch Sonderforderungen wie Bankbürgschaften, gratis Ausbildung usw.. Wenn man da mal 15% plus macht unter dem Strich ist das doch völlig OK, dafür boten wir auch bevorzugte Lieferung, spezielle Lieferverfahren usw.  
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