Danke, homeo, für deine ausführlichen Antworten.
Bei Teil 1 gebe ich dir vollumfänglich Rcht; mir ging es um die daraus folgenden Gesamtzusammenhänge. Es gibt gengügend Beispiele, wo der Staat extrem steuernd eingreift und wir wissen, dass dies insbes. im sozialen Bereich leider gravierende negative Auswirkungen hat. Beispiel 1: Stichwort „Leben von der Stütze“ in Verbindung mit der Frage, ob es sich lohnt, für einen geringen Stundensatz stattdessen arbeiten zu gehen. Beispiel 2: Regelungen zum Wohnungsbau und zum Mietrecht, die in der Gesamtheit dazu führen, dass „zu wenige“ Wohnungen gebaut werden. (Es müsste hier eher heißen: zu wenig „billige“ Wohnungen gebaut werden).
Ich will an dieser Stelle überhaupt nicht abstreiten, dass es sinnvoll ist, sich verteidigen zu können. Aber Verteidigung ist eine nationale – wenn nicht sogar internationale – Aufgabe, d. h. es geht um das Wohl des ganzen Volkes (bzw. z. B. des europäischen Volkes – falls dieser Begriff „erlaubt“ ist). Ebenso dient ja auch eine gute (Schul-)Bildung dem Wohl des ganzen Volkes. Im Schulwesen werden aber auch keine Gewinne gemacht und trotzdem gibt es Lehrkräfte, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Aber die Schule als solche ist kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern der Gewinn liegt im direkten Nutzen für das Volk: Theoretisch „produziert“ die Schule gebildete junge Mitbürger. Auch die Müllabfuhr macht keine Gewinne, sondern wird aus Gebühren finanziert.
Und genau das meinte ich: Es gibt Aufgaben in der Gesellschaft, die zu erledigen sind und die der Staat „direkt“ erledigt, OHNE dass durch hohe Gewinne für Privatunternehmen die Kosten für die Gesellschaft ins Exorbitante steigen.
Ich bezahle „gerne“ Steuern, wenn ich weiß, dass sie sinnvoll verwendet werden. Ich bezahle aber nur ungern Steuern, wenn ich weiß, dass sie nur verwendet werden, um Löcher zu stopfen, die nur deshalb da sind, weil man die Augen vor bestimmten Wechselwirkungen verschließt (Stichwort: Rentenzuschüsse aus dem Bundeshaushalt) und lieber „den Karren“ vollends in den Dreck fährt, ohne die offensichtlichen Probleme auch nur wahrnehmen zu wollen.
Wir leben nun einmal in einem System, was in Teilen marktwirtschaftlich und in anderen Teilen sozialistisch organisiert ist. Zu letzterem gehört auch das Gesundheitswesen. Auch hier finde ich es einfach nicht in Ordnung, wenn mit meinen privat finanzierten Krankenkassenbeiträgen nicht nur die Kosten für die „Gesunderhaltung“ des Volkes bezahlt werden, sondern die Unternehmen z. T. gigantische Gewinne einfahren. Aber allem Anschein nach gibt es eine gewisse „Gier“, die hier befriedigt werden kann – und zwar zu Lasten derjenigen, die die Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Ein angemessener Gewinn für das Unternehmen ist sicherlich nicht verkehrt – mir geht es hier um die Auswüchse!
Bei Teil 1 gebe ich dir vollumfänglich Rcht; mir ging es um die daraus folgenden Gesamtzusammenhänge. Es gibt gengügend Beispiele, wo der Staat extrem steuernd eingreift und wir wissen, dass dies insbes. im sozialen Bereich leider gravierende negative Auswirkungen hat. Beispiel 1: Stichwort „Leben von der Stütze“ in Verbindung mit der Frage, ob es sich lohnt, für einen geringen Stundensatz stattdessen arbeiten zu gehen. Beispiel 2: Regelungen zum Wohnungsbau und zum Mietrecht, die in der Gesamtheit dazu führen, dass „zu wenige“ Wohnungen gebaut werden. (Es müsste hier eher heißen: zu wenig „billige“ Wohnungen gebaut werden).
Ich will an dieser Stelle überhaupt nicht abstreiten, dass es sinnvoll ist, sich verteidigen zu können. Aber Verteidigung ist eine nationale – wenn nicht sogar internationale – Aufgabe, d. h. es geht um das Wohl des ganzen Volkes (bzw. z. B. des europäischen Volkes – falls dieser Begriff „erlaubt“ ist). Ebenso dient ja auch eine gute (Schul-)Bildung dem Wohl des ganzen Volkes. Im Schulwesen werden aber auch keine Gewinne gemacht und trotzdem gibt es Lehrkräfte, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Aber die Schule als solche ist kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern der Gewinn liegt im direkten Nutzen für das Volk: Theoretisch „produziert“ die Schule gebildete junge Mitbürger. Auch die Müllabfuhr macht keine Gewinne, sondern wird aus Gebühren finanziert.
Und genau das meinte ich: Es gibt Aufgaben in der Gesellschaft, die zu erledigen sind und die der Staat „direkt“ erledigt, OHNE dass durch hohe Gewinne für Privatunternehmen die Kosten für die Gesellschaft ins Exorbitante steigen.
Ich bezahle „gerne“ Steuern, wenn ich weiß, dass sie sinnvoll verwendet werden. Ich bezahle aber nur ungern Steuern, wenn ich weiß, dass sie nur verwendet werden, um Löcher zu stopfen, die nur deshalb da sind, weil man die Augen vor bestimmten Wechselwirkungen verschließt (Stichwort: Rentenzuschüsse aus dem Bundeshaushalt) und lieber „den Karren“ vollends in den Dreck fährt, ohne die offensichtlichen Probleme auch nur wahrnehmen zu wollen.
Wir leben nun einmal in einem System, was in Teilen marktwirtschaftlich und in anderen Teilen sozialistisch organisiert ist. Zu letzterem gehört auch das Gesundheitswesen. Auch hier finde ich es einfach nicht in Ordnung, wenn mit meinen privat finanzierten Krankenkassenbeiträgen nicht nur die Kosten für die „Gesunderhaltung“ des Volkes bezahlt werden, sondern die Unternehmen z. T. gigantische Gewinne einfahren. Aber allem Anschein nach gibt es eine gewisse „Gier“, die hier befriedigt werden kann – und zwar zu Lasten derjenigen, die die Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Ein angemessener Gewinn für das Unternehmen ist sicherlich nicht verkehrt – mir geht es hier um die Auswüchse!