Der Aktienrückkauf in Höhe von 5 mrd Euro soll, wie von mir ursprünglich geschrieben, über 2 und nicht über 5 Jahre laufen. Zu finden im Q1-2025 Bericht auf Seite 50.
Die Ermächtigung der Gremien durch die Hauptversammlung lautet grundsätzlich auf 10 Prozent des Kapitals über 5 Jahre. Allerdings haben Vorstand und Aufsichtsrat diese allgemeine Ermächtigung mit Beschluss vom 19.02.2025 so weit konkretisiert, dass nun innerhalb von 24 Monaten Aktien im Volumen von bis zu 5 mrd. Euro zurückgekauft werden sollen.
Es gab hierzu gegensätzliche Meinungen. Sollte nun ausgeräumt sein.
Die bedeutet also nach wie vor, dass in den nächsten 2 Jahren Aktien in Umfang von bis zu 10 Prozent zurückgekauft werden sollen. Berücksichtigt man also den Freefloat, könnte dies jeder 7. Aktie entsprechen. Und angesichts der wirklich schwachen Performance, auch bereinigt um die Risiken und eingetrübten Geschäftsaussichten derzeit, sollte allein die Ankündigung des Startes einer Tranche der 5 mrd. Euro den Aktienkurs heben.
Ich bin dessen so zuversichtlich, dass ich mir 8.000 Stück zu gemittelt 49,31 je Aktie ins Depot gelegt habe. Unbeschadet weiterer Dips durch Zölle oder Krieg sollte der Kurs bei positiven Nachrichten (gutes Q2, Handelsabkommen EU-USA, Zollsenkungen für Automobile, etc.) ganz schnell mal in Richtung 53 bis 56 Euro je Aktie zuckeln. Kommt dann noch irgendwann die erste Tranche des Aktienrückkaufs dazu, könnte es auch wieder in Richtung 60 Euro gehen. Shorten ist mühsam, wenn das Unternehmen die nächsten 2 Jahre (jetzt sind es nur noch 22 Monate) an jedem Börsenhandelstag für rund 10 mio Euro Aktien zurückkauft.
Und rein nach der Logik sollte der Beginn des Aktienrückkaufs relativ bald folgen. Die Aktie hat auf Sicht von 12 Monaten rund 27 Prozent an Wert verloren. Aktuell befinden wir uns relativ nahe am 5-Jahres Tief.
Der Free-Cashflow des Industriegeschäfts lag im schwachen ersten Quartal bei rund 2,7 mrd Euro. Rechnet man das milchmädchenhaft auf das Jahr hoch und zieht man die im laufenden Jahr ausgezahlte Dividende in Höhe von insgesamt rund 4,4 mrd Euro ab, bleiben grob und vereinfacht voraussichtlich rund 6,4 mrd übrig. In diesem Kalenderjahr sollte also ganz dick mindestens 2 bis 3 mrd. Euro für den Aktienrückkauf drin sein.
Natürlich liegt es nahe, dass man jedoch erst mal ein Ergebnis im sogenannten Zollgewitter haben und die geopolitischen Risiken im Nahost Krieg abwarten möchte. Wäre ja kontraproduktiv nen fetten Rückkauf zu starten und gleichzeitig mit Trump über natürlich viel zu hohe Zölle zu verhandeln.
Allerdings könnte es nun relativ schnell gehen.