Wirtschaft fordert Union zur Mitwirkung auf


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Wirtschaft fordert Union zur Mitwirkung auf

 
12.10.03 14:25
Wirtschaft fordert Union zur Mitwirkung auf

Bei der Lösung der derzeitigen Wirtschaftsprobleme sehen die Unternehmer auch die Opposition in der Pflicht. Spitzenvertreter verschiedener Verbände forderten die Union auf, sich verbindlich auf ein Vorziehen der Steuerreform auf den 1. Januar 2004 festzulegen.
Wirtschaft fordert Union zur Mitwirkung auf 1213258
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AP
GroßbildansichtFordert schnelle Entscheidungen: Arbeitgeberpräsident Hundt
Hamburg - DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte gegenüber der "Bild am Sonntag": "Nicht nur die Regierung, sondern auch die Opposition muss wissen: Das Hickhack in der Steuerdebatte nervt die Unternehmer. Wir brauchen endlich Entscheidungen - die Politik muss endlich berechenbar werden."

Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt mahnte schnelle Entscheidungen an: "Abwarten wäre wegen der schwierigen konjunkturellen Situation das falsche Signal. Das Vorziehen der Steuerreform wird der Wirtschaft einen dringend benötigten kräftigen Impuls geben. Für den einmaligen Finanzierungsbedarf im nächsten Jahr sind stärkere Einsparungen und weitere Privatisierungserlöse ein machbarer Weg."

Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr, schrieb der Union auch einen Teil der Verantwortung für die wirtschaftliche Misere zu: "CDU und CSU sind ja nicht im Stand der Unschuld, sondern regieren über den Bundesrat mit." Die Steuerreform sei der Lackmus-Test dafür, wie ernst die Union es mit Reformen meinten.

Pellengahr fordert von der Union eine schnelle Zustimmung zu Steuersenkungen. "Die Union darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und muss endlich ein seriöses Alternativkonzept zur Finanzierung vorlegen". Vor allem der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber habe für Steuersenkungen getrommelt und stehe beim Wähler im Wort.

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JoBar:

Eh für die Katz: DGB für harte Lohnrunden

 
12.10.03 15:33
Samstag, 11. Oktober 2003
Soziale Einschnitte - DGB für harte Lohnrunden  

Gewerkschaftsvertreter haben vor dem Hintergrund zunehmender Weihnachtsgeldkürzungen und geplanter Einschnitte im Sozialwesen harte Lohnrunden bei kommenden Tarifverhandlungen angekündigt.

Der Tarifexperte des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reinhard Dombre, sagte der "Bild"-Zeitung: "Weihnachtsgeld ist kein Almosen. Wer tarifliche Sonderzahlungen streicht, muss mit höheren Lohnforderungen in der nächsten Tarifrunde rechnen."

Ähnlich äußerte sich der Landeschef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Nordrhein-Westfalen, Hartmut Limbeck: "Die Beschäftigten werden von Regierung und Arbeitgebern einseitig zur Kasse gebeten - ob bei Rente, Gesundheit oder Weihnachtsgeld. Immer mehr an der Basis wollen dafür einen kräftigen Ausgleich."

Hundt für tarifpolitische Vernunft

Bei den kommenden Tarifverhandlungen müssen nach Ansicht von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt dringend notwendige Signale für mehr Flexibilität gesetzt werden. Hundt sagte der "Berliner Zeitung", die Tarifrunde 2004 müsse Deutschland aus der Wachstums- und Beschäftigungskrise herausführen. "Wir brauchen die Rückkehr zu einer produktivitäts- und beschäftigungsorientierten Tarifpolitik." Hundt forderte dabei mehr Öffnungsklauseln, Optionen und legale Möglichkeiten für betriebliche Bündnisse. Die Betrieb müssten künftig größere Handlungsspielräume bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen, insbesondere bei den Arbeitszeiten und den Löhnen erhalten.


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