Windbranche zählt Mühlen
Die deutsche Windenergie-Branche rechnet trotz der Finanzkrise in diesem Jahr wieder mit einem deutlichen Wachstum. Die inzwischen erreichte Planungssicherheit bei den Förderregeln biete die Chance, den Ausbau der Windkraft wieder deutlich anzuschieben, teilten der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Trotz der gesenkten Prognosen einiger Hersteller und Zulieferer sei immer noch ein zweistelliges Umsatzplus zu erwarten.
Auf dem boomenden Weltmarkt sei die deutsche Technologie mit einer Exportquote von mehr als 80 Prozent weiterhin führend. Zudem setzt die Branche darauf, dass eine in Deutschland zum Jahresbeginn in Kraft getretene höhere Vergütung für Windstrom die Nachfrage auf dem Inlandsmarkt zusätzlich ankurbelt.
Im vergangenen Jahr hatte die Branche auf dem Inlandsmarkt eine Stagnation verzeichnet. Laut Statistik des Deutschen Windenergie-Instituts wurden 866 Anlagen mit 1665 Megawatt Leistung neu installiert, im Jahr 2007 waren es 883 Anlagen mit 1667 Megawatt. Insgesamt stehen in Deutschland demnach rund 20.300 Anlagen mit einer theoretischen Gesamtleistung von fast 24.000 Megawatt.
USA holen rapide auf
Die regionale Verteilung der Windräder fällt den Angaben zufolge sehr unterschiedlich aus: Bei der Gesamtleistung liegt Niedersachsen mit mehr als 6.000 Megawatt klar an der Spitze. Im Verhältnis den größten Teil ihres Nettostromverbrauchs mit Windstrom decken dagegen Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein - jeweils zu rund 40 Prozent.
Der stärkste Windenergiemarkt weltweit seien mit 8.000 bis 9.000 Megawatt neu installierter Leistung im vergangenen Jahr erneut die USA gewesen, erklärten die Branchenverbände in Berlin. Nach ihrer Hoffnung dürften die Pläne des neuen US-Präsidenten Barack Obama zum Ausbau der erneuerbaren Energien die dortige Nachfrage eher noch steigern.
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