Financial Times Deutschland
14.02.2001
Selbst wenn Zinsen, Abschreibungen und Steuern unberücksichtigt bleiben würden (EBITDA), mache MobilCom einen Verlust von 22 Mio. DM. Der Konzernfehlbetrag habe im Gesamtjahr bei 179,6 Mio. DM gelegen. Die MobilCom-Aktie sei am Neuen Markt um 6% auf 28 Euro gefallen. Grund dafür seien allerdings nicht die hohen UMTS-Kosten, sondern die Kosten für
die Gewinnung neuer Handy-Kunden gewesen. Die UMTS-Kosten habe MobilCom für 2000 und 2001 komplett aus dem Konzernergebnis herausgenommen, indem das Unternehmen überraschend seine Bilanzierungsregeln geändert habe. Nun
würden die Zinskosten und Abschreibungen erst mit dem Netzstart ergebniswirksam, frühestens also ab Mitte 2002.
Der Unterschied sei gewaltig. Im Jahr 2000 hätten die Zinskosten
nach Angaben von MobilCom-Finanzvorstand Thorsten Grenz bei
239 Mio. DM gelegen, 2001 würden sie etwa 700 Mio. DM betragen. Die Abschreibungen für die Lizenz würden ab 2002 bei jährlich 800 Mio. DM liegen.
Financial Times und aktiencheck