Anzeige
Meldung des Tages: Biotech-Chance im Januar: Steht diese NASDAQ-Biotech-Aktie jetzt vor einer seltenen Kaufgelegenheit?

Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC?

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf Deutsche Telekom AG

Strategie Hebel
Steigender Deutsche Telekom AG-Kurs 5,04 9,91 19,65
Fallender Deutsche Telekom AG-Kurs 4,83 10,07 18,74
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG8JRZ1 , DE000NG9CLP8 , DE000NB4W5X6 , DE000NB2TG96 , DE000NB3SGP2 , DE000NB38V52 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Beiträge: 98
Zugriffe: 27.645 / Heute: 4
DAX 25.179,21 +0,30% Perf. seit Threadbeginn:   +306,10%
 
Anti Lemming:

Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC?

11
12.07.08 14:40
Nach der heutigen Pleite der kalifornischen Bank Indymac Bancorp...

www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...bank/384872.html

... muss die FDIC - der "Einlagensicherungs-Fonds" der Amis - den Sparern der Bank 4 bis 8 Mrd. Dollar erstatten. Das ist für die finanziell dünn ausgestattete FDIC ein Stange Geld - und die Liste der Pleitebanken wird immer länger:

www.fdic.gov/bank/individual/failed/banklist.html

In Deutschland reichen die Mittel des hiesigen Einlagensicherungs-Fonds auch lediglich für den Kollaps einiger kleiner Fische wie der Kreissparkasse Buxtehude. Wenn es einen Big Player erwischt, gucken die Sparer in die Röhre.

srbg.de/...ensicherheit-durch-den-einlagensicherungsfonds.html

Sollten sich in USA die Bankenpleiten häufen (es gibt bei den Regionalbanken sehr viele Wackelkandidaten), dann werden auch die FDIC-Mittel nicht ausreichen, alle Löcher zu stopfen.

Wir erkennen die zunehmenden "Bedenken" der Kleinsparer, ob sie ihr Geld wirklich zurückerhalten, an zunehmenden "Runs on the bank", wie es ihn letzte Woche auch bei Indymac gab und letztes Jahr bei Northern Rock in GB (Bild unten).

Im Zweifel haut die Fed mit ihren Milliarden nur die großen Wall-Street-Häuser raus. Der kleine Mann geht in Finanzkrisen typischerweise leer aus, wenn er sich nicht beizeiten in der "Abhebe-Schlange" einreiht.

Die Zahlungsmoral des FDIC lässt übrigens zu wünschen übrig. Ex-Kunden der "Bank of New England" aus Boston, die Anfang der 1990-er Jahre Pleite ging, mussten teils sehr lange auf die Rückerstattungen warten.



"Run on the Bank": In langen Schlangen warteten letztes Jahr ängstliche Kunden vor Filialen der britischen Northern Rock, um ihre Ersparnisse abzuheben. Letzte Woche bildeten sich in USA auch vor den Indymac-Filialen solche Schlangen.
Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174497
Antworten
magicbroker:

da ich schon im Dialog

 
12.07.08 14:53
mit einem anderen Platzhirsch bin/war - hier mal ein Kompliment an einen anderen ...

Ich bin ja bekanntlich nicht Dein größter Fan, rein virtuell persönlich, aber Deine Recherchen und Beiträge sind oft sehr interessant. Genau dieses Thema hier geht mir schon ein paar Tage durch den Kopf und ich bin dabei mein Kapital umzuverteilen und schaue gerade aktiv nach Immobilien... Da meine Zeit meistens sehr begrenzt ist, hilft mir die fundamentale Recherche in Deinem Hauptthread oft das wichtigste komprimiert aufzuschnappen. Und mit diesem Thread hier hast Du (unbewusst und vermutlich auch ungewollt) mir quasi Arbeit abgenommen...

Danke.
Antworten
Anti Lemming:

Der Run auf Staatsanleihen

3
12.07.08 14:58
den man in Krisenzeiten vor allem in USA beobachten kann, hat teilweise auch rechtliche Gründe: Wertpapiere im Depot - und das sind Staatsanleihen im Gegensatz zu Festgeld, Sparguthaben etc. - gehören zweifelsfrei dem Kunden. Geht die Bank Pleite, so bleibt dieser Besitz unantastbar. Festgeld und Sparguthaben hingegen können verloren gehen, wenn sie nicht später von einem Einlagensicherungsfonds erstattet werden. Bei diesen Erstattungen - die nicht sicher sind (Eingangsposting) - gibt es zudem Höchstgrenzen, die beim FDIC bei 100.000 Dollar pro Konto liegen.

Dies erklärt die zuweilen "irrational" erscheinende Flucht in US-Staatsanleihen, deren Realzins-Rendite teils negativ ist. Man könnte auch in Aktien fliehen (auch die sind für die Depotbanken unantastbares Privateigentum des Kunden), doch wer will das schon in Anbetracht der durch die Finanzkrise weiterhin drohenden Kursverluste.
Antworten
CaptainAmeri.:

@AL

 
12.07.08 15:05
Interessant ist doch, dass am Freitag eben NICHT Staatsanleihen, sondern Oel und Gold der safe haven waren. Das ist eine sehr bedeutsame Entwicklung, weil so in der Vergangenheit nie zu beobachten. Staatsanleihen, insbesondere amerikanische, sind ein Spiel mit dem Feuer und in der jetzigen Krise -- rechtliche Aspekte hin oder her -- keineswegs sicher.
Antworten
Anti Lemming:

Captain - Anleihen sind sicherer als Rohstoffe

2
12.07.08 15:25
Die Flucht in Rohstoffe und Gold hat sicherlich auch diesen Hintergrund. Bei Staatsanleihen aus Ländern mit nachhaltig hervorragender Bonität (z. B. Deutschland) hat man jedoch nach der Laufzeit von x Jahren eine recht hohe Gewissheit, sein Geld zu 100 % (der Nominale) zurückzuerhalten.

Bei Rohstoffen, Öl und Gold winken zwar evtl. weitere Kursgewinne, die aber nicht nur von der hohen physischen Nachfrage herrühren, sondern auch vom Run auf diese Assetklassen selbst (sogar Pensionsfonds investieren neuerdings in Rohstoffe). Dabei ist insbesondere Vorsicht geboten, wenn es sich lediglich um Zertifikate auf diese Assets von einer Bank handelt, da diese wie Sparguthaben mit der Pleite dieser Bank wertlos werden können.

Ob die Rechnung stetig weiter steigender Rohstoff-, Öl- und Goldpreise aufgeht, steht in den Sternen (nach 1981 etwa fiel der Goldpreis vom damaligen Top um ca. 70 %). Es bleibt eine Spekulation. Der Kauf von z. B. deutschen Staatsanleihen hingegen ist eine im Vergleich sehr konservative Geldanlage. Am Ende der Laufzeit bekommt man sein Geld nahezu sicher zurück, und auch die Zinsrendite bis dahin ist gesichert, was im Idealfall die Inflation ausgleicht.

Bei den Rohstoffen muss man sich zwingend bewusst machen, dass es zyklische Werte sind, deren Wert im Verlauf des Börsen-Zyklus stark schwanken kann. Diese Risiken werden in Boom-Zeiten freilich gern ausgeklammert. Wer wollte am Höhepunkt der Dot.com/Tech-Blase schon wissen, dass es eine Blase sein könnte?

Hier eine interessante Grafik zu diesen Zyklen aus dem Handelsblatt (Artikel von 2001):
(Verkleinert auf 95%) vergrößern
Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174499
Antworten
relaxed:

#4 Die US-amerikanische Staatsanleihe ist sicher,

 
12.07.08 15:44
nur vielleicht in Zukunft nichts mehr wert. ;-)

Im Fall von Bankenpleiten und Systemausfällen eindeutig zuzuordnen sind Namensaktien.
Investiert in die Deutsche Telekom! ;-)))

Und nun seriöser: Investiert in Ausbildung und Kinder. Das eine wird in den USA vernachlässigt, das andere in Deutschland. ;-))
Antworten
CaptainAmeri.:

@AL

2
12.07.08 15:47
Was Du da erklaerst, traf ja in der Vergangenheit, unter "normalen" Bedingungen zu. Der Punkt ist aber, dass diese Krise eben kein normaler Abschwung in einem normalen Konjunkturzyklus ist, sondern hier geht es ans Eingemachte, sprich die Kreditwuerdigkeit der Regierungen. Insofern stimme ich nicht zu, dass deutsche, und schon gar nicht amerikanische, Staatsanleihen "relativ sicher" sind. Der Markt sah dies am Freitag genauso. Worauf ich hinweisen wollte, war, dass der normale Mechanismus "Konjukturabschwung = gut fuer Staatsanleihen" gestoert ist. Bei der ungeheuren Staatsverschuldung ueberall auch nicht wirklich verwunderlich, dass das mal passiert. Fannie und Freddie koennten jetzt der Trigger sein, der das Kreditkartenhaus -- auch der Regierungen -- zum Einsturz bringt. Es ist sicher richtig, dass in manche Rohstoffe auch spekulatives Geld geflossen ist. Bei Edelmetallen ist das bisher sicher nicht der Fall, da wird eher spekulativ (und manipulativ) geshortet. Ich weiss ja, dass Du kein Fan von Gold/Silber bist, aber Deine Skepsis hat sich seit 2004 schon wiederholt als falsch herausgestellt.
Antworten
loshamoon:

verstehe die frage nicht?

 
12.07.08 15:51
wie sicher ist der einlagefond? sicher ist er schon, die frage ist doch eher, wieviel bankenpleiten auf einmal kann der einlagefond schultern?

bei einem reserve-ratio von 1,22% würde ich sagen: eine grosse bank kann er schaffen.

wenn aber plötzlich 2 grosse banken gleichzeitig die hand heben, was dann?

dann gibt es noch eine art backup-sicherung der us-regierung. soweit ich weiss, 30 milliarden dollar.

Antworten
CaptainAmeri.:

Spanien

2
12.07.08 15:53
hat diese eine Langlaeufer-Anleihen-Emission verschoben, weil sie keiner zeichnen wollte. Das ist ein untruegliches Zeichen, dass wir es mit sehr viel mehr als einem normalen Abschwung zu tun haben. Warum sollte das nicht auch demnaechst mit amerikanischen Staatsanleihen passieren? Erwartest Du tatsaechlich von den Chinesen und Arabern, dass sie noch mehr von dem Schrott kaufen?
Antworten
CaptainAmeri.:

... diese Woche ...

 
12.07.08 15:54
Antworten
martinsgarten:

Einlagensicherung in D

 
12.07.08 15:55
wenn ich richtig liege bei den privaten banken bis 20.000 €. Das löst sich aber in Luft auf, da nach meinem Wissen der Fond nur ein Volumen von an die 4 bis 5 Mrd aufweisst. Bei den Sparkassen ist der Staat im Rennen. Deshalb erscheinen sie sicherer. Die Sicherhei der Anleihen hat einen Makel - die tatsächliche Inflation (Geldmenge - Wachstum)
www.bundesbank.de/download/statistik/saisonbwirt/i406.pdf
Über die Jahre wird bei einen negativen Realzins (den wir haben) das Vermögen weginflationiert. Sicher bleibt im Moment eigentlich nur Gold + Silber unter dem Kopfkissen. Díe ETF´s und Xetra Gold sind mir suspekt.
Antworten
CaptainAmeri.:

@martinsgarten

 
12.07.08 15:59
Die 20.000 EUR gelten fuer auslaendische Banken, z.B. niederlaendische oder tuerkische. In Deutschland sind Sichteinlagen "unbegrenzt" versichert, was immer das in der Praxis auch bedeuten mag. Es gibt in D drei unabhaengige Einlagensicherungsfonds, jeweils einen fuer Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken. Der der Volksbanken ist der aelteste und wahrscheinlich auch der sicherste, weil sich die Volksbanken (a) nicht signifikant am Immo-Wahnsinn beteiligt haben (wie die Privatbanken) und (b) nicht indirekt am Staat haengen (wie die Sparkassen).
Antworten
loshamoon:

captain of america.....

 
12.07.08 16:00
....ich sehe das ähnlich...

fannie und freddie könnten die kritische masse (10.000 milliarden usd als maximalverlust der kreditkrise) zum zünden bringen. ein bailout würde die staatsanleihen aufgrund des eintretenden dollarverfalls in den keller drücken.

viel zu unsicher sowas zu kaufen.
Antworten
Stöffen:

Mehr zur Einlagensicherung in Deutschland

3
12.07.08 16:15
Wie viel Geld tatsächlich im Topf des Einlagensicherungsfonds ist, beantwortet uns die Bankenlobby nicht. Laut Statut des Einlagensicherungsfonds besteht absolute "Geheimhaltungs- und Schweigepflicht". Man will "keinen Anlass für Spekulationen geben" (Bankensprecher). Tscha, was soll man davon halten?


Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken und die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH – in welchem Verhältnis stehen sie zueinander?

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) existiert seit 1998 als gesetzliche Sicherungseinrichtung. Sie schützt 90 Prozent der Einlagen, maximal 20.000 Euro pro Einleger.

Gemäß Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAG) gehören Banken, welche das Einlagengeschäft in privater Rechtsform betreiben, der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) qua Gesetz an. Ausnahmen hiervon gelten nur für Zweigniederlassungen von Einlagenkreditinstituten aus EU-Mitgliedsstaaten, die ihre Sicherung aus dem Heimatland mitbringen.

Darüber hinaus können die privaten deutschen Banken freiwillig im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. mitwirken. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds beginnt dort, wo die Sicherung der EdB aufhört (Subsidiarität des Einlagensicherungsfonds). Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Institutes den 10-prozentigen Selbstbehalt und die Einlagenteile, welche die 20.000 Euro-Grenze übersteigen bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze. Im Entschädigungsfall erhält der Kunde die Entschädigung durch den Einlagensicherungsfonds aus einer Hand.

www.bankenverband.de/einlagensicherung

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) ist die gesetzliche Entschädigungseinrichtung für die Einlagenkreditinstitute in privater Rechtsform.
Daneben gibt es für die öffentlich-rechtlichen Institute die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands GmbH und für sonstige Finanzdienstleister die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Neben der EdB besteht für die Kreditinstitute in privater Rechtsform auf freiwilliger Basis der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.
Die EdB ist eine hundertprozentige Tochter des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.

Ihr sind mit Rechtsverordnung des Bundesministers der Finanzen vom 24. August 1998 aufgrund von § 7 Abs. 1 Satz 1 und 3 des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes (EAEG) die Aufgaben und Befugnisse einer Entschädigungseinrichtung für die in § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EAEG genannten privatrechtlichen Institute zugewiesen worden.

Der Schutzumfang ist in EAEG § 4 und § 5 geregelt. Die EdB schützt:

1) 90 % der Einlagen, maximal den Gegenwert von 20.000 Euro
2) 90 % der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften, maximal den Gegenwert von 20.000 Euro.

Der Einlagenschutz schließt neben sämtlichen Einlagenarten - im Wesentlichen Sicht-, Termin- und Spareinlagen - auch auf den Namen lautende Sparbriefe ein. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt.

Der Entschädigungsanspruch besteht nicht, wenn die Einlagen nicht auf Euro oder die Währung eines EU-Mitgliedstaates lauten.
Eine Entschädigung aus einem Wertpapiergeschäft kommt insbesondere dann in Betracht, wenn das Institut pflichtwidrig nicht im Stande ist, im Eigentum des Kunden befindliche und für ihn verwahrte Wertpapiere zurückzugeben.

www.edb-banken.de/index.asp
Vielen Dank! Ihr Beitrag wird gerade eingefügt.

Zurück ins Forum!
Antworten
Anti Lemming:

Wir bewegen uns also, wenn ich das zusammenfasse,

2
12.07.08 16:28
auf dem schmalen Grat zwischen einer (temporären) Konjunktur-/Wirtschaftskrise und einem (dauerhaften) Doomsday-Szenario mit weitgehender (globaler) Papiergeld-Entwertung.

Obwohl ich mich anfangs zu den "Realo"-Bären zählte, die von einem mittelschweren zyklischen Aussetzer ausgehen, fange ich zunehmend an, auch die Doomsday-Szenarien ernster zu nehmen. Dazu zählt sicherlich der von Warren Buffett als "worst case" befürchtete Derivate-Crash.

Im ersten Fall (zyklischer Abschwung) wären Staatsanleihen die beste und bequemste (da liquideste) Wahl.

im zweiten Fall (Endzeit-Kollaps des Finanzsystems) wären physische Assets wie Immobilien, Grundstücke, Edelmetalle vorzuziehen.

Ich bin erstaunt, wie viele hier im Thread inzwischen mit dem Doomsday-Szenario rechnen. Klar dürfte sein: "Auge in Auge" mit dem Abgrund sieht Vieles schlimmer aus, als es sich später im Rückblick erweist (an Tiefs wimmelt es von Pessimisten, wobei wir zurzeit sicherlich noch weit von "dem Tief" entfernt sind). Außerdem glaube ich, dass der Rohstoff-Hype, den ja kaum jemand hinterfragt, die Realitäts-Wahrnehmung filtert und teils verzerrt - auch in Hinblick auf Doomsday-Erwartung.

Wie auch immer - für einen "älteren Investor" von sagen wir 60 bis 70 Jahren (zu denen ich nicht zähle), wären spekulative Anlagen in Gold und Rohstoffe möglicherweise zu "gewagt", will er doch noch zu Lebzeiten davon zehren. Allgemein gilt: Je älter ein Investor ist, desto weniger riskant sollten seine Anlagen sein. Gold-Knockouts, Rohstoff-Zertis usw. sind mMn her was für Frischlinge und Zocker, die ein Totalverlust oder schwerer Einbruch nicht um ihre "Life-Savings" bringt.

Entscheidend ist aber das übergeordnete Szenario. Auf Endzeit-Kollaps zu setzen bleibt spekulativ.
Antworten
loshamoon:

ENDGAME

3
12.07.08 16:30

fannie und freddie sind die achillesferse des us-finanzsystems. der fall dieser beiden institute ist symbolisch zu vergleichen mit dem fall des WTC in nyc am 11.9.

endgame mit schlussakkord. die amerikanischen sicherungssysteme sind auf solche katastrophen nicht vorbereitet. die rettungsmassnahmen klingen nach panik und hilflosigkeit. sie erlauben nur ein kurzes aufatmen.

die us-wirtschaft wird auseinanderfliegen, irgendwann zum stillstand kommen, auskühlen und schliesslich veröden.

mögen sich die selbsternannten retter noch so sehr mit ihrer selbstvergottung blähen, sie verlassen den bannkreis des menschlichen scheiterns nicht.


wir sollten uns würdevoll von der wirtschaftsmacht usa und dem greenback verabschieden und uns richtung osten orientieren.
Antworten
knapp-danebe.:

Wem die Einlagensicherung .. .

 
12.07.08 16:39
... nicht sicher genug ist und folglich überlegt, wie bringe ich mein Geld in Sicherheit,
dem sei neben Immobilien und Edelmetallen weiterhin empfohlen, sein Geld in, in Betrieb befindliche Solarkraftwerke zu investieren. Das ist ein hochsolides Sachinvestment. Die meisten Musterrechnungen gehen von ca. 20 Betriebsjahren aus, in der Praxis arbeiten Solarkraftwerke aber mit, dann sehr geringen Wirkungseinbußen noch weitere 15, 20 oder 25 Jahre. Ein abgeschiebenes Solarkraftwerk ist im Verhältnis genauso rentabel wie ein abgeschriebenes Kernkraftwerk (siehe aktuelle Diskussion).
Wichtig ist die Investition in ein schon laufendes Solarkraftwerke, da auch Projekte in Bau oder in Entwicklung (die höhere Renditen versprechen) - zusätzlich zu den normalen Unwägbarkeiten - von der Finankrise betroffen werden können.
Es gibt viele interessante Angebote in D und Südeuropa, ich will an dieser Stelle keinen nennen, um mich nicht dem Verdacht auszusetzen, Werbung zu machen.
Grüße aus Berlin
Antworten
Anti Lemming:

loshamoon

 
12.07.08 16:45
Das hört sich an wie eine Zustandsbeschreibung der Endzeit unseres Universums, wenn es sich einmal annähernd maximal ausgedehnt haben wird, alle Sonnen ausgebrannt und implodiert sind und die verbliebenen Staubpartikel infolge zunehmender Kälte, die sich aus der Raumausdehnung ergibt, langsam ihre Brown'sche Molekularbewegung einstellen.

Das letzte Zittern der Staubkörner im lichtlosen Endzeitnebel.
Antworten
loshamoon:

ENDGAME 2

 
12.07.08 16:52


Was dann die Herren des scheiterns an überzeugungen und einschätzungen nachträglich von sich geben werden, ist nicht viel mehr als eine geräuschkulisse.

Der untergangsprophet, dem die stunde versagt blieb, die ihn hätte rechtfertigen können, schwächt sich ab zum Niedergangsdiagnostiker. Als solcher hat er immer recht, wenn auch nur zu seiner eigenen genugtuung.

von manchen vorher felsenfeststehenden antworten wird nur noch ein leeres überzeugungspathos zurückbleiben.

Sollte das etwa der hinterlistige kreuzschluss allen gleichgewichts sein ???
Antworten
Anti Lemming:

Knapp-daneben

 
12.07.08 16:53
In welchen Rohstoff investiert man eigentlich, wenn man sich an einem Solarkraftwerk beteiligt? In die Apparate auf der grünen Wiese, die die Sonnenstrahlen einfagen, oder in die Sonne - als ultimative Energiequelle der Welt - selbst?

Ich möchte mal zu bedenken geben, dass - wenn wir auf regenerative Energie, vor allem Sonnenenergie, umgestellt haben und die Öl-/Kohle-/Uran-Ära langsam ad acta gelegt wird - das ganze Knappheits-Geschwätz der Rohstoff-Fraktion hinfällig wird.

Silizium für Solarzellen gibt es übrigens wie Quarzsand am Meer.
Antworten
knapp-danebe.:

Nüchtern betrachtet ...

 
12.07.08 17:02
... investiert man in die Apparate auf der grünen Wiese und bezieht seine Rendite aus der garantierten Stromabnahme. Für die eigene Rechnung wichtig sind auch steuerliche Aspekte erheblich. Die Verzinsung ist eher konservativ und für Crash-Befürchter ist der Nachteil, dass man sie in lustigen bunten Papierchen (Geldscheine) erhält. Aber es sind physische Sachanlagen, deren Wertzuwachs mit der Preisentwicklung fossiler Energieträger korreliert.

Man investiert aber auch in Zukunft. Das ist das Gute daran.

Silizium für Solarzellen wird immer unwichtiger, weil die Massenproduktionen der nächsten Generation (die jetzt gerade beginnt siehe Nanosolar, Sulfurcell u.v.m.) den Rohstoff bestenfalls noch als sehr dünne Schicht benötigen.

Güße aus Berlin

Antworten
loshamoon:

investiert in die zukunft?

 
12.07.08 17:20
du klingst ja wie der sachbearbeiter der abteilung alternative anlagevehikel, der stadtsparkasse bocholt?

zukunft? ein gnädiger nachschlag an zeit, epoche und schicksal. abschnitt und stückwerk vom endlosen.

Antworten
CaptainAmeri.:

@AL

 
12.07.08 17:20
Es hat niemand was von Gold-Knockouts gesagt. Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen und schon als solche im "Doomsday"-Szenario keine gute Wahl (Emittentenrisiko). Meine Wahl sind physische Gold- und Silbermuenzen (vor allem Silber) sowie Minengesellschaften fuer groessere Betraege (z.B. Pan American Silver oder Silver Wheaton).  
Antworten
Anti Lemming:

Captain

 
12.07.08 17:24
Gehst Du denn von dem Doomsday-Szenario (finaler Kollaps der USA) aus? Deine Antwort interessiert mich auch deshalb, weil Du gerade 4 Jahre dort gelebt hast und daher die aktuelle Lage gut genug aus eigener Anschauung kennst.

Wir sollten dennoch Eines festhalten:

Sachwert-Anlage ist nicht zwingend die Erwartung eines globalen Finanzkollaps, kann aber im Sinne des Eingangspostings davor schützen, sein Geld (Sparguthaben) an die Bank zu verlieren.
Antworten
CaptainAmeri.:

@AL

 
12.07.08 17:25
... und ich fuehle mich damit deutlich sicherer als mit Anleihen. Vergiss mal diese ausgelutschten Risiko-0815-Faustregeln vom Bankberater. Was riskant ist und was nicht, kann sich ganz schnell drehen, wenn die Huette nur genug brennt.
Antworten
StephanG:

Mal die Kirche im Dorf lassen....

 
12.07.08 17:33
Lustig ist das hier schon immer... Wenn der Dax 1% ansteigt schreien alle, dass in ca. 3 Wochen die Highs wieder erreicht werden und nach einem Tag wie Freitag ist nur noch ein schwarzes Loch zu sehen.
Vielleicht mal etwas Realismus mit Zahlen: Die USA wird wahrscheinlich die 5 Billionen Hypotheken übernehmen. Ok, daran ist zunächst mal nichts schlimmer, außer dass die Aktionäre der Hypothekenfinanzierer ihr Geld verlieren. Dann kommt immer das Gerede der Ahnungslosen (loshamoon, der übrigens bis exakt Freitag 17.30 Uhr Superbulle war).
Realistisch könne ca. 20% der Hypotheken in die Zahlungsunfähigleit abrutschen, also ca. 1 Billion. Die dann folgende Zwangsliquidierung sollte 50% des Wertes bringen, also reden wir hier von einem realen Verlust von 500 Mrd Dollar. Diese Summe reduziert sich etwas, da die USA als Gläubiger bei jedem regulär bedienten Darlehen die Gewinnspanne der Banken übernimmt. Die 500 Mrd oder meinetwegen sogar eine Billion ( 40% der Darlehen zahlungsunfähig) wird vielleicht im Laufe von 3 Jahren fällig, je nach Witschaftswachstum in USA (Arbeitslosenanstieg, Zinspolitik der FED etc.). Nehmen wir mal den schlimmen Fall mit 1 Billion in 3 Jahren, würde pro Jahr ca. 350 Mrd Dollar ausmachen (mit etwas Puffer nach oben).
Was passiert in den USA dann? Nichts, aber auch gar nichts. Die USA hat einen jährlichen Wehretat von 400 Mrd Dollar, ein BIP von 13,irgendetwas Billionen. 350 Mrd wären 2,5% des BIP.

Ich möchte es nicht beschönigen, natürlich ist die Krise nicht vorbei. Weitere Banken könnten pleite gehen etc. Aber allein der Vorgang der Verstaatlichung der Hypotheken rechtfertigt niemals ein Szenario mit dem Zusammenbruch der US Wirtschaft. Unangenehm ja, aber mehr nicht...

Mal zum Vergleich: Deutschland hat BIP von 2,3 Billionen Euro. 2,5% des BIP 57,5 Mrd Euro/Jahr wäre nicht schön, aber von einem Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft, Entwertung des Euro etc. zu reden ist vollkommen absurd...
 
Antworten
CaptainAmeri.:

#24

3
12.07.08 17:35
Ich habe zuletzt 2 1/2 Jahre dort gelebt, nur insgesamt sind es 4 Jahre (oefters mal hin und hergezogen). Ja, ich habe aeusserste Bedenken, was noch alles passieren kann, weil ich persoenlich sehr viele Leute kenne, die jetzt durch die Krise an die Wand gefahren werden. Ich moechte jetzt zwar nicht jede Doomsday-Prognose blind unterschreiben, aber ich halte fuer sehr wahrscheinlich, ja fast unausweichlich, dass das Finanzsystem wie wir es kennen "signifikanten" Aenderungen unterworfen sein wird, um's mal so vorsichtig zu formulieren...

Man koennte auch sagen, das Zentralbankmodell von 1913 (Fed) bzw. 1694 (BoE) ist an einem historischen Wendepunkt angelangt. Man wird versuchen, auf Teufel komm raus zu monetisieren und zu inflationieren, aber im Prinzip ist das Spiel aus. Die Schulden (privat und oeffentlich) koennen in tausend Jahren nicht zurueckgezahlt werden. MMn ist die einzig sinnvolle Loesung eine Wiedereinfuehrung des Goldstandards. Die Chinesen und Araber werden freilich vorher ihre Dollarguthaben verlieren, was ihnen bestimmt nicht schmecken wird. Deshalb rechne ich ab einem bestimmten Punkt mit einer Flucht aus dem Dollar.

Antworten
knapp-danebe.:

loshammon

 
12.07.08 17:38
Als Sparkassenberater einer westdeutschen Mittelstadt hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken. Also: Zukunft ist für die einen die kommende Zeit, zu bemessen in Stunden, Tagen, Wochen ...
für die anderen eine Metapher, die beispielsweise auch an Kinder erinnert.
Die alternativen Energien brauchen privates Kapital und Verbrauchervertrauen für ihren beschleunigten Durchbruch. Deshalb meine sanfte Prosa. Wo soll ich dir den Verkaufsprospekt hinschicken??
Grüße aus Berlin
Antworten
Anti Lemming:

StephanG

 
12.07.08 17:42
5 Billionen (engl. "Trillions") sind 5.000 Milliarden Dollar oder der 4-fache Wert aller von den Chinesen gehaltenen US-Staatsanleihen.

Würde der Staat für diese Summe durch Übernahme von Freddie und Fannie geradestehen, liefe das effektiv auf ein Verdoppelung der US-Staatsschulden hinaus. Dann könnte USA das AAA-Rating auf Staatsanleihen verlieren. Genau deshalb war der Kongress letzte Woche so zögerlich, die Verstaatlichung durchzuziehen.

http://www.ariva.de/...mit_verdoppeln_t283343?pnr=4492590#jump4492590

Die Auswirkungen eines AAA-Verlustes von US-Staatsanleihen sind unkalkulierbar. Die Chinesen könnten ihre Treasuries auf den Markt werfen oder auch nicht. Der Dollar könnte ins Nirwana sinken oder auch nur weitere 20 % zum Euro abwerten.

Deine Berechnungen scheinen mir "Schönwetter-Analysen", die Zweitrundeneffekte ausklammern.
Antworten
Anti Lemming:

knapp-daneben

 
12.07.08 17:45
Hat schon Sinn, was Du schreibst, ist lediglich "knapp daneben" ;-))
Antworten
relaxed:

Als AL die "Einlagensicherungsdiskussion"

2
12.07.08 17:54
zuletzt lostrat, stieg der DAX danach auf 7100.

Ist das die Wende? ;-))

Wenigstens sind die deutschen Citibank-Einlagen jetzt sicher bei den französischen Freunden.
Antworten
StephanG:

@AntiLemming

2
12.07.08 17:55
Du vergisst dabei dass es natürlich zu einer Veropplung der Schulden kommt, die aber mit dem Immobilienvermögen abgesichert sind. Deine Argumentation ist deshalb absolut unsinnig, weil ich bei einer Bank, die z.B. 1 Mrd an Hypothekendarlehen ausgegen hat, auch nicht sagen kann, diese ist mit 1 Mrd. verschuldet. Dieses würde implizieren, dass der Hypothekennehmer definitiv zahlungsunfähig wird und außerdem der Wert der Immobilie Null ist. Das ist einfach unsinnig...
Außerdem habe ich lediglich ausdrücken wollen, dass aufgrund dieses singulären Vorgangs kein Zusammenbruch der US Wirtschaft droht. Natürlich, wenn z.B. in einer Panikreaktion alle US Staatsanleihen auf den Markt geworfen werden, definitv ja. Wenn die US Wirtschft in eine Rezssion rutscht, der Dollar weiter abgewertet wird, Inflation weiter ansteigt, Handelsbilanz weiter ignoriert wird, die Finanzkrise sich weiter massiv zuspitzt etc., ja, definitv möglich..

Außerdem sollte man sich z.B. bei China fragen, ob diese ihren wichtigsten Markt ruinieren möchten? Europa hat ebenso absolut kein Interesse an einem Zusammenburch, Japan ebenso nicht, bleiben die Araber. Nun, die haben so viele Ölmilliarden in US Unternehmen, nein, das glaube ich auch nicht....
Antworten
Nimbus2007:

Stephan...

3
12.07.08 18:02
Das habe ich AL gestern schon versucht zu erklären. AL geht anscheinend von einem 100%igen Ausfall ALLER Hypotheken aus.

5 Billionen (engl. "Trillions") sind 5.000 Milliarden Dollar oder der 4-fache Wert aller von den Chinesen gehaltenen US-Staatsanleihen.

"Würde der Staat für diese Summe durch Übernahme von Freddie und Fannie geradestehen, liefe das effektiv auf ein Verdoppelung der US-Staatsschulden hinaus."

Es geht NICHT um die kompletten 5.000.000.000.000 $!!!!!!!!!!! WIe in Gottes Namen kommst du darauf?
Antworten
loshamoon:

stephanG auf abwegen....

 
12.07.08 18:05
......zu deinem beispiel: woher kriegt den die bank die 1 milliarde für ihre hypotheken?
Antworten
Nimbus2007:

Losha..

 
12.07.08 18:08
von den Schuldnern...janz einfach. 5 Bio wurden verliehen, dagegen stehen diese jetzt in den Forderungen der Bilanz. Und davon fällt dann ein gewisser Anteil aus.

Aber egal..weiß garnicht was ihr habt. Fannie May ist doch garkeine Hypothekenbank. *gg*

www.fanniemay.com/
Antworten
loshamoon:

nimbus....

 
12.07.08 18:12
....ich glaube du liegst etwas falsch....

die 1 milliarde die man dem häuslebauer als darlehen gewährt muss doch von irgend einer anderen seite herkommen. woher hat denn die bank dieses geld was sie verleiht?
Antworten
Nimbus2007:

Von anderen Banken

 
12.07.08 18:15
Das sind ja eben diese blöden verbrieften Dinger, wo am Ende keiner mehr weiß, wer den ganzen Käse eigentlich finanziert haben. Ist aber auch egal, an wen das Geld zurückgezahlt werden muss. Der größte Teil kann ja noch zurückgezahlt werden.
Antworten
StephanG:

@loshamoon

 
12.07.08 18:17
War mir klar, dass Du das nicht verstehst. Klar, refinanziert sich die Bank am Kapitalmarkt und geht somit Verbindlichkeiten ein. Demgegenüber steht aber die Forderung gegen den Immobilienbesitzer und wenn der zahlungsunfähig wird, die Immobilie selbst.
Für dich übersetzt: Jemand schuldet dir 1000 Euro und Du schuldet einer anderen Person 1000 Euro. Dann ist dein Saldo Null. Es wäre unsinnig zu sagen, Du bist überschuldet weil Du Verbindlichkeiten von 1000 Euro hast.
Die vollen 5000 Mrd. Dollar als Verschuldung anzusehen heißt 100% fallen aus, Wert der Sicherungsimmobilien ist Null.
Ansonsten können ja mit der Rückzahlung des Darlehens (wenn regulär bedient) oder mit dem Erlös der Zwangsversteigerung die 5000 Mrd Dollar Schulden reduziert werden...
Antworten
Nimbus2007:

AL..Losha...

 
12.07.08 18:17

Tut mir doch mal einen Gefallen und schaut in die Bilanz von Fannie Mae und kopiert doch mal das raus, über was ihr die ganze Zeit sprecht und was ihr als Schulden beschreibt.

Dann reden wir gerne weiter...aber ihr seid einfach auf dem Holzweg...

 

Jaja AL...ich belehre so gerne...ich weiß. 

Antworten
loshamoon:

soso.....

2
12.07.08 18:21
.....die bank hat sich das geld was sie verleiht also selber von anderen banken geliehen. wir nennen mal diese anderen banken: anleger.

wenn diese anleger jetzt ihr geld von der hypothekenbank zurück haben wollen, muss die hypothekenbank die vergebenen darlehen kündigen. aber sie kriegt kein geld zur zeit von den häuslebauern.

jetzt springt der staat ein, er gibt den anlegern das geld zurück und springt als neuer kreditgeber ein. aber der staat muss das geld ja auch irgendwo hernehmen. da er aber kein sparbuch hat, erhöht der staat seine schulden.

und somit ist die kette des todes perfekt....das unternehmen ist in seiner substanz längst erledigt, doch es wird ihm ein moratorium gewährt.
Antworten
Nimbus2007:

Ich will nicht dreißt sein...

 
12.07.08 18:21
oder Stress anfangen, aber AL hätte ich ein wenig mehr zugetraut. Naja...Texte kopieren können die Bären aber alle richtig gut. *gg*

SOORRRYYY ;)

Du hast es gut erklärt Stephan, wenn sie es jetzt nicht verstehen, dass ist es hoffnungslos.
Allerdings darfst du nicht vergessen, dass die Hauspreise natürlich enorm gefallen sind, also bekommen die Gläubiger da nicht mehr viel raus. Ohne den Hauspreisverfall gäbe es ja auch keine großen Probleme mit den Hypotheken, die ausfallen.  
Antworten
Nimbus2007:

Losha

 
12.07.08 18:22
"wenn diese anleger jetzt ihr geld von der hypothekenbank zurück haben wollen, muss die hypothekenbank die vergebenen darlehen kündigen. aber sie kriegt kein geld zur zeit von den häuslebauern."

Die können das nicht einfach zurückfordern. Die Verträge sind ja schließlich so ausgelegt, dass sich das zeitlich und Summenmäßig deckt.
Antworten
Nimbus2007:

Nur können immo...

 
12.07.08 18:24
nicht mehr alle Forderungen der Kapitalgeber (Kreditgeber der Hypothekenfinanzierer) bedient werden...nicht mehr ALLE, aber nicht alle!!!
Antworten
loshamoon:

wirklich?

 
12.07.08 18:27
.....wo kommt dann das liquiditätsproblem von fannie und freddie her?
Antworten
StephanG:

@nimbus

 
12.07.08 18:29
Klar sind die Häuserpreise gefallen und es wäre unrealistisch zu sagen, die 5000 Mrd. sind völlig abgesichert über den Wert der Immobilien. Aber hier war immer von den 5000 Mrd als Totalverlust die Rede und das ist halt einfach nciht so...
Antworten
Nimbus2007:

Oh man...ich gebs auf.

 
12.07.08 18:30
"..nicht mehr ALLE"...

Such mir mal bitte in der Bilanz raus, was du (AL) meinst.

Stephan hat das ganze wirklich sehr einfach und für jeden verständlich erklärt.

Das Problem sind nicht die Hypotheken, denn die waren schon "immer" da, sondern die ausfallenden Forderungen, bzw. der Hauspreisverfall!!!!..und die fallen NICHT ALLE aus!!!


Antworten
Nimbus2007:

Ja, ich weiß...

 
12.07.08 18:32
schau mal in den Thread von AS gestern abend. Da hatte ich GENAU das Thema mit AL schonmal...da bekam ich dann gesagt, ich belehre wohl gern...^^
Dabei hatte ich mit AL glaube ich vorher noch nichts zu tun. Er muss wohl wirklich verdammt gute Menschenklenntnisse haben. *fg*

Lg
Antworten
loshamoon:

danke, das du es endlich....

 
12.07.08 18:33
....verstanden hast. die hypothekenfinanzierer können die forderungen der kapitalgeber nicht mehr ausreichend bedienen. darauf können wir uns einigen.

zum denken gehört nicht mut, sondern anmut.
Antworten
StephanG:

@loshamoon

4
12.07.08 18:38
Hast Du eigentlich noch überhaupt nichts kapiert. Alle Abschreibungen sind zunächst einmal eine bilanzielle Notwendigkeit, die aber aufgefangen werden muss. Deshalb wird die Eigenkapitalbasis der Banken vernichtet. Deshalb brauchen sie neues Kapital oder sind im Extremfall überschuldet. Die Totalabschreibung (weil momentan kein Markt vorhanden ist und der Preis deshalb 0 ist) heißt aber nicht, dass der diese wertlos ist, sondern nur in der Bilanz seinen Wert verliert. Deshalb gibt es später Zuschreibungen oder Buchgewinne...
Ich schreibe mein Auto z.B. auf 5 Jahre ab. Der Wert des Autos ist dann bilanziell Null, trotzdem werde ich beim Verkauf nach 5 Jahren noch etwas erlösen = Buchgewinn.
In der Bilanz nennt man das stille Reserven, weil eine planmäßige oder außerplanmäßige (wegen Niederstwertprinzip) zum Wert Null des Anlagegutes führt, aber eben doch mit Erlösen gerechnet werden kann...
So, nun keine Nachhilfe mehr...
Ich gebe es auch auf...
Antworten
Malko07:

Leute kauft Maschinenpistolen und

3
12.07.08 18:38
Bohnenkonserven!

- Glaubt hier jemand wirklich das US-Finanzsystem würde total kollabieren und das weltweite System wäre nicht betroffen und würde nicht mit in den Abgrund gerissen.

- Glaubt hier wirklich jemand, dass einem in einer derartigen Situation "Investitionen" weiter bringen würde?

Natürlich kann unser Weltfinanzsystem zusammenbrechen. Es gibt große Risiken. Währungen, Derivate, Staatsverschuldungen. Die US-Immobilienkrise gehört nicht dazu. Es macht allerdings aus Sicht von "Investitionen" keinen Sinn sich damit auseinanderzusetzen. Besser ... siehe Eingangssatz.

Alle Absicherungen für Bankeinlagen dienen nur der Vertrauensbildung. Ohne dieses Vertrauen könnte keine Bank funktionieren, nicht mal die Seriöseste! In dem hier beschriebenen Weltuntergangsszenario würden die Sicherungen alleine nicht funktionieren. Sollte allerdings nur eine Großbank über die Wupper wollen, würde der Staat eingreifen und einen Großteil der Sichteinlagen garantieren. Andernfalls könnten alle Banken und damit auch der Staat schließen. Trotzdem sollte in den Sichteinlagen nicht einen zu großer Teil des eigenen Vermögens liegen. Das Geld liegt besser beim Bund! Schuldverschreibungen (Derivate, Zertifikate) sind die wirklich Gefährdeten.
Antworten
Nimbus2007:

Richtig.

 
12.07.08 18:40
ich versuche ja auch mit euch auf einen Konsens zu kommen.

AL beschreit aber immer diese 5 Billionen $, aber um die geht es eben nicht. Das ist die Gesamtsumme der vergebenen Hypotheken von Fannie und Freddie.

Hier mal ein kleiner Text zu den beiden...Financial Times...

Das Geschäftsmodell von Fannie und Freddie besteht aus zwei Teilen:
Erstens sprechen sie Garantien für hypothekenversicherte Anleihen (Residential Mortgage Backed Securities, RMBS) aus. Das erleichtert deren Handel und damit die Kreditvergabe an Hauskäufer. Zweitens emittieren die beiden Unternehmen !!!!festverzinsliche!!!! Wertpapiere und bauen mit den Erlösen ein Portfolio an Hypotheken und RMBS auf. Die Summen sind beträchtlich.

Welche Risiken gehen von Fannie und Freddie aus?

Beide Unternehmen haben quasi ein Duopol auf dem amerikanischen Immobilienmarkt. Sie verfügen über ein Hypothekenportfolio von rund 4500 Mrd. $. Zum Vergleich: Das Volumen von US-Staatsanleihen, das private Investoren halten, bewegt sich bei 5000 Mrd. $. Der Markt für Unternehmensanleihen in den USA wird auf 5000 Mrd. $ geschätzt. Sollten Fannie und Freddie in Schieflage geraten, wäre das nach Ansicht von Experten fatal. !!!!!!Denn die Banken sind davon direkt betroffen. Sie haben von Fannie und Freddie garantierte RMBS gekauft und müssten im Ernstfall zusätzliche Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen:!!!!! (Ist schon zum Teil geschehen!!!) "Wenn die Regierung die beiden Institute im Notfall nicht stützen würde, würde das ein größeres Risiko darstellen als die Pesokrise von 1994, die Asienkrise von 1997 und die Russlandkrise von 1998, die zum Kollaps des Hedge-Fonds Long Term Capital Management führte."

Das Problem dabei: Offiziell haftet der Staat nicht für einen Ausfall von Fannie und Freddie. Allerdings gehen Investoren und Wissenschaft davon aus, dass es eine solche Garantie aber doch gibt. Die Wissenschaft begründet das einmal mit dem "Too big to fail"-Argument. Das besagt, dass der Staat helfen muss, da die Konsequenzen einer Pleite zu gravierend wären. Zum anderen verweisen Rechtsexperten auf die zahlreichen staatlichen Privilegien, die Fannie und Freddie genießen, den starken staatlichen Einfluss. So darf der amerikanische Präsident fünf Verwaltungsratsmitglieder ernennen und jederzeit wieder abberufen.

Den Wert dieser implizierten Ausfallgarantie beziffert Wayne Passmore, Volkswirt bei der US-Notenbank, auf 150 Mrd. $.

Wie sind Fannie und Freddie von der Kreditkrise betroffen?

Beide Unternehmen mussten aufgrund der Immobilien- und Kreditkrise heftige Wertberichtigungen vornehmen. Das liegt darin, dass sich aufgrund sinkender Hauspreise die Ausfälle bei Hypothekarkrediten häufen. Von deren Rückzahlung sind Fannie und Freddie aber abhängig. Die Probleme spiegeln die jüngsten Ergebnisse wieder.

Die im Mai für das erste Quartal veröffentlichten Zahlen von Fannie Mae fielen enttäuschend aus: Demnach verzeichnete das Unternehmen im vierten Quartal einen Verlust von 3,6 Mrd. $. Das gesamte Kreditportfolio verlor im Jahr 2007 rund 13,4 Mrd. $ an Wert. Um ihre Kapitalbasis zu stärken und die Eigenkapitalstandards einzuhalten, haben Fannie und Freddie über die Ausgabe von neuen Aktien bereits 13 Mrd. $ frisches Kapital eingesammelt.


www.financial-times.de/unternehmen/...tleister/324008.html?p=2
Antworten
relaxed:

#46 Sie fallen nicht "alle" und sie fallen nicht

 
12.07.08 18:42
"gleichzeitig" aus. Das ist der dünne Faden, an dem die Hoffnung hängt. ;-)

Das "gleichzeitig" ist jedoch nur ein Hoffnungsträger, wenn die Hypothekenbanken weiter arbeiten können. Denn nach den Bilanzierungsregeln, müsste man die Hypothekenbanken schließen. Damit begann auch die Diskussion in den USA, die sich nun verselbständigt hat. ;-)  
Antworten
loshamoon:

glaubt hier wirklich jemand...

 
12.07.08 18:45
....das us-finanzsystem überlebt diese katastrophe?

oder ist hier jemand in der lage auf diese gewissheit zu verzichten und in einer unentwegten faszination zu leben?
Antworten
Nimbus2007:

Natürlich wird es das...

 
12.07.08 18:48
das steht für mich ausser Frage. Die Frage ist lediglich wie lange es dauern wird.

Und Malko. Die Hauspreise sind ein ganz entscheidender Faktor. Sie bstimmen die Höhe der Ausfälle!!!
Antworten
Nimbus2007:

Hier noch ein Artikel zu den Summen...

 
12.07.08 18:53
wobei ich das zu wenig finde.

"Wenn schon Fannie und Freddie gefährdet sind, kann sich niemand mehr absolut sicher sein", warnt Paul Miller von der Investmentfirma Friedman, Billings, Ramsey. Die Firmen haben im Zuge der Immobilienkrise schon mehr als elf Mrd. Dollar Verlust angehäuft und sind händeringend auf Kapitalsuche. Lehman Brothers hatte zu Wochenbeginn mit einer Studie geschockt, wonach die beiden Hypothekenbanken im schlimmsten Falle 75 Mrd. Dollar an frischem Kapital benötigen könnten. Zwar halten zahlreiche Analysten die Prognosen für allzu schwarz gefärbt. Die Gefahr einer drohenden Überschuldung von Fannie Mae und Freddie Mac teilen aber einige. Dabei ist an der Wall Street Mehrheitsmeinung, dass beide Firmen im Notfall von der US-Regierung gerettet würden. Die Anteilseigner könnten dabei allerdings leer ausgehen, warnt Josh Rosner von der New Yorker Investmentfirma Graham Fisher & Co.

www.wiwo.de/handelsblatt/verheerende-signale-300066/
Antworten
loshamoon:

ich prophezeihe.....

3
12.07.08 18:56
....für nächste woche einen kursverfall von dax und dow von mindestens 1000 punkten.

die börse, das neue mekka der goldsucher, ein gewaltiges versprechen was sich in ein unerfüllbares wandeln wird. nur das herz, ungerührt wie kristall, erhält die glitzernde quelle.

Antworten
Knitzebrei:

Also..wenn man das alles hier so liest:

 
12.07.08 18:59
ICH steh jedenfalls bei meinen Banken - Commerzbank, Postbank, APO-Bank und DAB - am MONTAG - Morgen auf der Matte und fordere unverzüglich meine Einlagen in bar heraus !!!

:))
"Vorwärts immer, rückwärts nimmer...und das ist auch gut so: Hauptsache arm, aber sexy !"
Klaus Wowereit (SPD) / Erich Honecker (SED)
Antworten
Malko07:

#54: Ich sagte nichts zu

3
12.07.08 19:00
Hauspreisen, trotzdem einige Anmerkungen. Wenn man sieht wie verrückt sie die letzten Jahre angestiegen sind besteht noch reichlich Luft nach unten. Trotzdem wird der Verfall zum stehen kommen. Ich rechne damit spätestens in 2009.  
Antworten
loshamoon:

knitzi....

 
12.07.08 19:01
....ich bin dabei. vorher sollten wir aber noch einen call auf continental kaufen. und mit den paar piepen die wir da machen, machen wir dann so ne richtige sause.
Antworten
nordex:

@loshamoon

 
12.07.08 19:02
Warum soll den DAX mindestens 1000 Punkte verfallen?
Droht die DAX-Firmen die Pleite?
Antworten
Knitzebrei:

Nee - ich hab nun doch nicht bis Montag gewartet !

 
12.07.08 19:09
Ich habe da eben schon sofort bei Commerzbank, APO-Bank, Postbank und DAB angerufen...aber die verschanzen sich, diese ...

Von wegen "Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an.....".

...Faule Ausrede...die Banken haben keine Knete mehr...  !!!

:))


"Vorwärts immer, rückwärts nimmer...und das ist auch gut so: Hauptsache arm, aber sexy !"
Klaus Wowereit (SPD) / Erich Honecker (SED)
Antworten
loshamoon:

na ja.......

2
12.07.08 19:09
....pleite ist ein grosses wort, ich würde mal so formulieren: etwas ist fertig und lässt sich nicht wieder gut machen oder vielleicht so: die dax-firmen werden für einen übelriechenden abseß gehalten, den niemand anfassen will
Antworten
loshamoon:

knitzi?

 
12.07.08 19:13
...bist du bereit für eine revolution?

...hast du auch die sehnsucht nach einer geburt einer grossen figur?

...wollen wir die banken für ihre unersättlichkeit bestrafen?

...bis wir in den kalklamellen einer austerschale endlich zur ruhe kommen?
Antworten
loshamoon:

bei mir läuft auch alles schief....

 
12.07.08 19:17
....bis gestern hatte ich einen call auf conti. gestern letzter börsenhandelstag. basispreis 85. heute kommt das übernahmeangebot. so eine scheisse.
Antworten
loshamoon:

gefangen...

 
12.07.08 19:19
...im bannkreis des menschlichen scheiterns.
Antworten
loshamoon:

der läuft auf 100 hoch...

 
12.07.08 19:21
....da hätte ich aus 100 euro, mal soeben 15000 machen können.
Antworten
Stöffen:

Interessanterweise ist

2
12.07.08 19:29
das, was die meisten Leute momentan umtreibt der Fakt, inwieweit die Sicherungseinrichtungen bei einer allgemeinen Krise der Kreditwirtschaft greifen oder evtl. auch nicht! Was passiert also, wenn ein Bankenzusammenbruch einen Sicherungsfonds überfordert oder gar das Bankensystem als solches in seinem Bestand gefährdet ist? Wie wir aktuell in den USA sehen, wird es dann Sache der Regierung bzw. des Gesetzgebers, wie mit dem wirtschafts- und finanzpolitischen Instrumentarium einem "too big to fail-Fall" begegnet wird.
Aber die Folgen dieses Handelns bleiben unkalkulierbar.

Geld wirklich gut anlegen ist in diesen Zeiten schon eine Kunst. Die Zinsen sind sprichwörtlich im Keller und höhere Renditen erzielt man nur, wenn man bereit sind, höhere Risiken einzugehen. Viele scheuen sich aber verständlicherweise davor.
Vielen Dank! Ihr Beitrag wird gerade eingefügt.

Zurück ins Forum!
Antworten
loshamoon:

man hat keine...

 
12.07.08 19:38
....keine sicherungseinrichtung geschaffen für so einen fall, es gibt auch keins.

aber die fehler liegen im vorfeld. kostolany hat schon die derivate als massenvernichtungswaffen des finanzsystems bezeichnet.

die einlagensicherungsfonds sind in erster linie instrumente des vertrauens und können einzelnen fehlentwicklungen entgegen wirken. aber für ein systemkollaps waren sie nie gedacht.

Antworten
kirmet24:

keine Panik

 
12.07.08 19:40
Das Finanzsystem wird natürlich überleben, jede Krise kann gemeistert werden, da das System höchst flexibel ist, und im Notfall das staatliche Netz greifen wird.
Man kann wenn man will Parallelen zur japanischen Krise ziehen, allerdings wiederholt sich Geschichte nicht einfach...
Antworten
loshamoon:

überleben?

 
12.07.08 19:51
....die rettungsaktionen wirken so, als würde ich badeschaum an die wand nageln. Kein zerfall der nicht in eine andere ordnung übergeht. wie sind die prognosen für die neue ordnung? japan hat sich doch seit seiner immokrise nie wieder richtig erholt.

Antworten
loshamoon:

kirmet?

 
12.07.08 19:55
...du bist doch continentalianer? wie hoch ist eigentlich der übernahmepreis für conti?
Antworten
kirmet24:

jo

 
12.07.08 19:58
na hoch hoffe ich doch mal. Mal schauen was die Börse macht am Montag. Durchschnittskurs der letzten 30Tage vorm Angebot +20% würde mich sehr glücklich machen.^^
Antworten
Anti Lemming:

Fannie, Freddie - Verdoppelung der US-Schulden

 
13.07.08 10:20
Nimbus, StephanG, schaut mal hier:
www.clusterstock.com/2008/7/...eholders-screwed-no-matter-what
www.contrarianprofits.com/articles/...uble-us-public-debt/3700

Die Aussage, dass sich die US-Staatsschulden durch Übernahme der Fannie/Freddie-Garantien verdoppeln, stammt - WÖRTLICH - aus der NEW YORK TIMES (zitiert im 2. Artikel unten). Vielleicht sollte Ihr Euch mal mit einem empörten Leserbrief an die dortige Wirtschafts-Redaktion wenden ; -))



Fannie (FNM), Freddie (FRE) Bailout Options: Shareholders Screwed No Matter What (FNM, FRE)
Henry Blodget | Jul 11, 08 7:03 AM

fanfred.jpgFannie Mae (FNM) and Freddie Mac (FRE) won't be allowed to fail, and Bush Administration officials are discussing ways to make sure they won't. But none of the options look good for shareholders. The stockholders' only hope at this point is that the Fannie / Freddie collapse is just a market panic and that the two companies are adequately capitalized. This seems unlikely.

Two specific bailout options under consideration (per the NYT) are:

   * Government takeover. The companies would be put in a "conservatorship" and run by their regulator (OFHEO). In this scenario, the stocks of FNM and FRE would be "worth little or nothing," says the NYT. Also, any losses on mortgages they own or guarantee would be paid by taxpayers.

   * Explicit guarantee of the $5 trillion of mortgages owned or guaranteed by FNM and FRE. This would set a new standard for the word "bailout." It would also basically double the size of the US's public debt. FNM and FRE could conceivably do relatively well in this scenario, but it's unlikely that the government would allow them to do so. Given the backlash the Fed and Treasury were hit with after "bailing out" Bear Stearns at $2/share, it's unlikely FNM and FRE shareholders would get much.

Other possibilities that are likely to be considered (from this WSJ overview):

   * Fed buys portion of FRE/FNM debt or mortgage-backed securities. This would reduce their leverage and bolster their capital ratios. Again, in theory, stock investors could be okay, but we suspect the Fed would only agree to do this on the condition that shareholders got hammered (as with Bear Stearns.)

   * Fed could make huge, long-term loans to the companies. Again, in theory, stock investors could do okay. But optics are important, so they most likely won't.

   * Treasury buys FNM and FRE stock. This is a partial version of the takeover scenario above: The government just makes a massive equity infusion to shore up capital. This would lead to major dilution of current shareholders, but likely not a total wipeout.

   * Equity investment by private investors. It's still possible that Fannie and Freddie could survive without a government lifeline. This would be the best option for current shareholders, but they would still get socked by dilution. Given the amount of capital needed and the panic around these companies, it's also unlikely that they would be able to raise the money quickly and without the dilution being severe.

The only scenario in which FNM and FRE investors don't get further bludgeoned, in other words, is the "just a temporary market panic" scenario. In this scenario, FNM and FRE's insistence that they have plenty of capital is not a hallucination, the market realizes its error, and the stocks skyrocket. Investors who take this view include Bill Miller, the once-legendary Legg Mason fund manager who has been buying FRE all the way down.




Fannie and Freddie Bailout Would Double US Public Debt
Fri Jul 11, 2008 12:20pm CDT •

This one will take a while to digest.

According to The New York Times, aside from the genius plan of placing stricken mortgage lenders Fannie Mae And Freddie Mac under conservatorship and guaranteeing with taxpayers money the companies’ massive losses, Bush administration officials “considered calling for legislation that would offer an explicit government guarantee on the $5 trillion of debt owned or guaranteed by the companies.”

This, however, says the Times is “a far less attractive option” because “it would effectively double the size of the public debt.”

Double the size of the public debt! By bailing out two companies that engaged in irresponsible lending! Could the Times not have any stronger language to describe this other then “less attractive”? How about “completley freakin’ insane”?

Yesterday, Dan Denning discussed the ‘doomsday scenario’ of the US government having to bailout Fannie Mae (FNM) and Freddie Mac (FRE).

Dan says Fannie and Freddie are already technically insolvent. But if Congress decides to fully guarantee Fannie and Freddie debt, it could pop the market for U.S. Treasury bonds.

   Fannie and Freddie —are surely doomed now. First, U.S. Fed Chairman Ben Bernanke told Congress both are well capitalized. Haven’t we heard this one before?

   Isn’t this what Bear Stearns said before it collapsed? Didn’t Citigroup (C) say it was well capitalised, and then ask for more money? Why would anyone believe these investment bankers anymore when they tell the public they are well capitalised? It’s almost like the moment a CEO of a company says it’s “well capitalised” you should be prepared for a nasty shock.

   We don’t mean to alarmist about the GSEs. But as we explained to a colleague over the weekend, our job here at the Old Hat Factory is not to tell you what you may already know, or can read in the papers. Our job is to tell you about the low-probability but high magnitude investment events that could affect your money. And just to be clear, the collapse of Bear Stearns and the whole credit crisis would look like mere child’s play should a genuine crisis unfold in the quality of the debt owned and guaranteed by Fannie Mae and Freddie Mac.

   It would be the equivalent of that absurd scenario in that global warming movie a few years ago, where the Gulf Stream stops flowing and the entire Northern hemisphere enters a new ice age…in a matter of days. The insolvency of the GSEs is as close as you’re ever going to want to get to Financial Doomsday and live to tell about it.

   Yet just yesterday Former Fed Governor William Poole told the world what many have been saying for awhile now: if you use conventional accounting methods, Fannie and Freddie are already technically insolvent. Poole said, “Congress ought to recognize that these firms are insolvent, that it is allowing these firms to continue to exist as bastions of privilege, financed by the taxpayer”.

   In simple terms, Poole points out that Freddie Mac owes US$5.2 billion more than its assets are currently worth. Shareholders took note.  Fannie shares fell 14% in New York trading while sister Freddie fell 22%.

   What’s really bad news for these companies is that two U.S. Senators stood up to tell the world that these two companies are “too big to fail.” Republican Presidential nominee John McCain told reporters, “They must not fail,” and that they “are vital to Americans’ ability to own their own homes.”

   Later, the distinguished windbag Senator from the state of New York, Charles Schumer said, “Markets should be assured that the federal government will stand by Fannie Mae and Freddie Mac.” He said the firms are “are too important to go under,” and Congress “will act quickly”.

   Who do these men think they are, Moses parting the Red Sea. We’ve never seen public servant or elected politician perform a miracle. Acts of God that defy the laws of nature are generally reserved to…you know…God.  Saying something “must not fail” doesn’t mean you can prevent it.

   But it’s Friday. So how about a hand for the unbridled idiocy of American policy makers! How about a standing ovation for the dizzying heights of audacity reached by people so far out of touch with reality that they believe they can defy the laws of economics? Hip hip! Hooray!

   What exactly do you think the U.S. Congress can do to save the GSEs? By our reckoning, it can provide the GSEs with cash to continue to meet operating expenses. There are only two other options. And let’s be clear about this: if the U.S. Government chooses either of the remaining options, it will be a virtual death blow for the U.S. dollar the rest of this year and pop the largest remaining sub-bubble in the credit market.

   What can Congress do? First, it can ask the Fed to extend its securities lending program to the GSEs. Fannie and Freddie would be able to exchange impaired mortgage-backed bonds for liquid U.S. Treasuries. Granted, the Fed is running low on Treasuries already, having lent billions to its buddies on Wall Street. But that is a great thing about being a central bank with a monopoly on money. The Fed can simply print more money to buy more Treasuries (although the U.S. Treasury Department would have to create new debt to sell to the Fed).

   The other option for U.S. policy makers is to clearly state that Fannie and Freddie bonds are backed by the full faith and credit of the United States government. You can take that for what it’s worth. We wonder how the bond market would take it. How much faith and credit does the world currently have in the financial position of the United States?

   Fannie and Freddie have guaranteed more than US$5.2 trillion in mortgage-backed bonds and securitised mortgages. Who owns them? As we said the other day…everyone! Central banks…pension funds…insurance companies. The big and terrifying fact for the world’s financial system is that GSE debt makes up some portion of the assets of many financial institutions and investment funds.

   The U.S. government can move to stabilise that market by guaranteeing the debt. But we believe that if it does so, it will lead directly to the popping of the other big remaining bubble in the credit markets: the U.S. Treasury market (bonds and notes).

   In the sixty three years since the end of World War Two, there hasn’t been a much safer investment on the planet than U.S. Treasury bonds, at least according to conventional wisdom. But the credit rating agencies, for what they’re worth, would have to take a serious look at downgrading the credit quality of sovereign American debt if the U.S. government changed its implied backing of GSE debt to an explicit backing.

   The consequences of a (much deserved) lower credit rating for the U.S. government are too long to go into here. Suffice it to say the bond market won’t wait. The trouble is, what do you do with your money if government bonds aren’t safe? Cash is one answer. Owning some form of your wealth in precious metals is another. Gold should regain ground against oil in the second half if the GSE story continues to unfold in nightmare fashion.

   In any event, it hasn’t quite come to that. Congress, Obama, and McCain must all be hoping that the GSE problem just goes away, at least until after the election. But the market will not wait. It could be a brutal summer.

Source: Fannie and Freddie Are Surely Doomed
Antworten
Anti Lemming:

Potenzielle Verdoppelung der US-Staatsschulden

 
13.07.08 10:33
Hier der Original-Artikel aus der New York Times dazu, in dem ich das entsprechende Zitat fett hervorgehoben habe, es stammt von "government officials".



www.nytimes.com/2008/07/12/business/...?partner=rssnyt&emc=rss

NEW YORK TIMES
July 12, 2008
Woes at Loan Agencies and Oil-Price Spike Roil Markets
By MICHAEL M. GRYNBAUM

Fannie Mae and Freddie Mac shares fell again Friday — and the broader stock market followed suit — as concern mounted that the government will be forced to take over the beleaguered mortgage finance companies, which some investors fear are at risk of default.

Even after a week of unprecedented losses, the companies’ declines early Friday were the sharpest yet: Freddie Mac shares were down more than 50 percent early in the day before paring their losses in the afternoon. Freddie Mac closed down 3.1 percent, at $7.75. Fannie Mae stock fell as much as 49 percent before rallying and ended down more than 22 percent, at $10.25.

Investors, meanwhile, snapped up debt issued by those companies, and the insurance premiums on those securities dropped sharply on the view that they would be protected by a government takeover.

The Bush administration sought to allay market fears. The president, after meeting with his team of economic advisers Friday morning, said he was briefed on the situation by Treasury Secretary Henry M. Paulson Jr.

“He assured me that he and Ben Bernanke will be working this issue very hard,” Mr. Bush told reporters after the meeting.

Hoping to calm the markets, Mr. Paulson issued a statement that suggested that no government takeover of Fannie and Freddie is imminent.

“Today our primary focus is supporting Fannie Mae and Freddie Mac in their current form as they carry out their important mission,” Mr. Paulson said. “We are maintaining a dialogue with regulators and with the companies.”But the remarks did not appear to placate investors at first, who accelerated the sell-off that began at the market’s open. Investors were running scared across the board, sending the Dow Jones industrial average down more than 200 points during the day and the Standard & Poor’s 500-stock index down 1.6 percent. But investors stages a rally in the afternoon and recovered some of their losses. The Dow, which fell below 11,000 at one point, finished down 128.48 points, or 1.1 percent, at 11,100.54. The S.& P. 500 closed down 13.90 points, or 1.1 percent, to 1,239.49. The Nasdaq composite index dropped 18.77 points, or 0.8 percent, to 2,239.08.

Adding to the pain was a $5 surge in the price of oil, which reached another record in overnight trading, touching $147 a barrel, on concern over recent tensions in the Middle East. Oil later pulled back and settled at $145.08, up $3.43.

Investment banks and other financial firms led the day’s declines, with Lehman Brothers, itself the subject of meltdown rumors over the last few weeks, losing 17 percent, to $14.43, down $2.87.

Lehman’s stock has lost 37 percent of its value in the last week alone and is on track for its worst weekly streak since the investment house went public in 1994. The perceived risk that the bank will default on its loans also rose on Friday, as measured by the market for so-called credit default swaps.

Freddie Mac stock has lost 47 percent of its value in the last week alone. Fannie Mae shares have fallen 45 percent during that period. Both companies’ shares are trading at their lowest levels in nearly two decades.

Though shares of Fannie and Freddie are quickly declining, investors appear to be less concerned that the companies will be forced to default on their loans. The perceived risk of buying debt from the companies fell on Friday, as measured by the yield on the 10-year Fannie Mae note, which declined relative to its comparable Treasury bill.

Investors may be feeling more confident that, even if the companies fail, the government would step in and guarantee their outstanding obligations.

Senior Bush administration officials are already considering a plan to have the government take over one or both of the companies and place them in a conservatorship if their problems worsen, according to people briefed about the plan.

Under a conservatorship, shares of Fannie and Freddie would be worth little or nothing, and any losses on mortgages they own or guarantee — which could be staggering — would be paid by taxpayers.

The government officials said that the administration had also considered calling for legislation that would offer an explicit government guarantee on the $5 trillion of debt owned or guaranteed by the companies. But that is a far less attractive option, they said, because it would effectively double the size of the public debt.


The officials involved in the discussions stressed that no action by the administration was imminent and that Fannie and Freddie are not considered to be in a crisis situation. But in recent days, enough concern has built among senior government officials over the health of the giant mortgage finance companies for them to hold a series of meetings and conference calls to discuss contingency plans.

Stephen Labaton contributed reporting from Washington.
Antworten
Nimbus2007:

Al

 
13.07.08 10:43
"Die Aussage, dass sich die US-Staatsschulden durch Übernahme der Fannie/Freddie-Garantien verdoppeln, stammt - WÖRTLICH - aus der NEW YORK TIMES (zitiert im 2. Artikel unten). Vielleicht sollte Ihr Euch mal mit einem empörten Leserbrief an die dortige Wirtschafts-Redaktion wenden ; -))"

So wie du Schulden definierst ist das auch richtig...
ABER: Auch die Forderungen werden dann mit übernommen, also hat dann der Staat auch die "5" Billionen $ Forderungen gegen die Schuldner...(je nachdem wieviel davon eben ausfallen... UND DAS IST DAS PROBLEM!)

"...it would !!!!BASICALLY!!!!..." (im Grunde; grundsätzlich) Im Grunde die 5 Billionen $...die sprechen nur von der Passiv Seite der Bilanz, damit kann man das ganze dann dramatischer darstellen.

Ich sags mal ganz einfach, und das jetzt nichts mit Arroganz zu tun: Du hast es nicht kapiert! Du verstehst anscheinend die Grundsätze einer Bilanz nicht...

Für mich war es das mit dir, das hat kein Zweck...lieber nen Omlette machen. *gg*

Lg
Antworten
Nimbus2007:

Und noch etwas...

 
13.07.08 10:46
"Potenzielle Verdoppelung"...potenzielle....das ist auch richtig...wenn 100 % aussfallen...klingt halt auch dramatischer...und das brauch die Presse.

Du hast dir doch selbst mit den Beiträgen gerade erklärt, dass du unrecht hast..
Antworten
Anti Lemming:

Nimbus

 
13.07.08 10:53
In der NEW YORK TIMES steht "effectively", was "effektiv" bedeutet. Wie gesagt empfehle ich Dir, Dich in einem empörten Leserbrief an die Wirtschaftsredaktion der NYT zu wenden, statt hier im Forum Honig zu schleudern ;-))
Antworten
Nimbus2007:

Schau mal in 55...

 
13.07.08 11:03
ist mir aber auch egal jetzt. Du erzählst hier einfach nur Mist, bzw bist nur in der Lage Texte zu kopieren. Naja, das kennen wir ja schon aus dem Bären-Thread.

Tu dir doch mal 2 Gefallen. Schau mal in die Bilanz von Fannie und markier doch mal das, was du denkst, was das Problem ist.

Die Presse dramatisiert gerne, deshalb werden nur die Verbindlichkeiten angesprochen. Ist ja auch problematisch, da man bei den Forderungen nicht weiß, wieviel ausfällt.

Ich wil hier nicht persönlich werden, aber du gehst mir echt auf die Nerven.

Vielleicht kann Metro dich ja ein wenig aufklären, dem traue ich noch ein bissi mehr Fachwissen zu.
Antworten
relaxed:

Ist wohl schon wieder Sonntag. ;-)

 
13.07.08 11:27
Haben wir das Thema nicht gestern schon durchgekaut?
Antworten
loshamoon:

nimbus....du hast so eine...

 
13.07.08 12:15
vorstellung von der welt wie ein kleines kind.

du sagst, hier auf der seite habe ich darlehen vergeben, auf der anderen seite habe ich forderungen bzw. häuser und grundstücke.

in welchem zeitalter lebst du?

die welt der hypotheken und kredite sieht vollkommen anders aus:

banken haben hypotheken und kredite in ihren büchern und haben diese an investoren weitergegeben mittels der form von kreditverbriefungen. damit waren diese kredite aus ihren büchern raus. jetzt kann man diese dinge nicht mehr weitergeben und die banken sitzen auf diesen hypotheken und müssen die auch noch abschreiben.

fannie und freddie sitzen auf einem berg dieser kredite und schreiben seit einem jahr nur noch ab, weil sie diese nicht mehr weitergeben können.

am ende der tage wird der staat den ganzen scheiss übernehmen müssen und sie haben am wochenende damit angefangen: 300 milliarden dollar für die häuslebauer. umwandlung in 30 jährige hypothekendarlehen.

und der clou kommt jetzt:

der staat finanziert das, indem er us-staatsanleihen direkt an die fed verkauft!!!!!!!!!

Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174574
Antworten
loshamoon:

aber....

 
13.07.08 12:24
...das ist die einzige lösung um das system zu retten.

der staat muss solange wie nötig liquidität in den immobilienmarkt geben. der preis dafür ist ein verfallender dollar und ein steigender ölpreis.

wir haben jetzt noch eine krise, aber was glaubst du wird passieren, wenn die finanzwetten auf die kreditverbriefungen in die luft fliegen???????

das ist nicht mehr zu halten, oder was denkst du benni bernanke ?
Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174575
Antworten
Anti Lemming:

Bennies Bart ist grauer geworden

 
13.07.08 12:29
liegt aber auch daran, dass er oben kaum noch Haare hat, die grau werden könnten.
Antworten
loshamoon:

die rettungsinsel....

 
13.07.08 12:35
....heisst europa.

jetzt muss sich die europäische wirtschaft von der amerikanischen abkoppeln. die entgegengesetzte entwicklung der zinsen macht mir da eine leichte hoffnung.

die ezb muss jetzt barrieren einbauen, damit der kommende finanztsunami in europa nur zu überschwemmungen führt und nicht zum absaufen.

die flucht aus dem dollar treibt die edelmetall hausse. aber die 1500 millarden dollar an chinesischem auslandsvermögen werden ihre neue heimat in europa finden. der euro wird leitwährung werden.

ich glaube sogar, das wir in amerika in 2009 oder 2010 eine währungsreform erleben werden.
Antworten
Nimbus2007:

Ein letzter Versuch...

 
13.07.08 12:42
danach stempelt das kleine Kind euch als unwissende Primaten ab.^^
(Verkleinert auf 64%) vergrößern
Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174578
Antworten
Nimbus2007:

2

 
13.07.08 12:42
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174579
Antworten
StephanG:

@nimbus

 
13.07.08 12:45
Gibt es auf, ich habe es auch getan...
Egal in welcher From die Hypothekendarlehen weiterverkauft wurden, die Sicherheit ist immer dahinter (Immobilie).
Ok, noch ein Versuch der Erklärung:
Vielleicht am Beispiel Deutschland:
Es gibt hier im Grundgesetz eine Vorschrift des Haushaltes betreffend, nämlich dass die Investitionen höher sein müssen als die Kreditaufnahme. Warum steht das da? Weil somit in der Theorie eine Überschuldung des Staates dauerhaft verhindert werden kann. Weil er natürlich auf der Passivseite neue Schulden macht, aber dem eben auf der Aktivseite Werte gegenüberstehen. Theorie, weil neben anderen Faktoren andauernd die Störung des wirtschaftlichen Gleichgewichts festgestellt wird, um den Haushalt verfassungsgemäß zu machen. Aber ich hoffe, dass das Prinzip verstanden wurde!!!

In den USA wenn ich ausschließlich die Passivseite der Bilanz betrachten würde stimmt es, dass die Schulden um 5000 Mrd. zunehmen. Aber diese Schulden sind nicht aus Kosumausgaben des Staates entstanden (bei denen kein Gegenwert in die Bilanz kommt), sondern auf der Aktivseite stehen 5000 Mrd Forderungen, die mit den Immobilien gesichert sind. (Die Abschreibungen der Banken resultieren aus einem Marktpreis aus Angebot und Nachfrage nach diesen Hypotheken nämlich Null, das heißt aber nicht, dass diese wertlos sind).
Nehmen wir einmal an, dass ein Schattenhaushalt erstellt wird, der nur die 5000 mrd Schulden und Forderungen enthält und genau abgerechnet wird. In jeder einzelnen Darlenensrate sind 3 Bestandteile enthalten: Der Refinanzierungszins der Bank, die Gewinnspanne der Bank (da sich diese günstiger refinaniert als ein Privatkunden) und eine Tilgung.

Das bedeutet: Mit jeder einzelnen Rate (die nach der Übernahme diurch den Staat bezahlt wird) reduzieren sich die 5000 Mrd Schulden, aber natürlich auch die 5000 Mrd Forderungen. Wenn der Zinsgewinn des Staates (den die Bank benötigt diesen um Löhne, Investitionen, Dividenden etc. zu bezahlen) als Schuldentilgung eingesetzt wird, dann reduzieren sich die Verbindlichkeiten schneller als die Forderungen.
Jede einzelne bezahlte Rate reduziert die 5000 Mrd Schulden.
Bei einer Zwangsversteigerung ( z.B. Darlehenssumme 100.000, wegen Preisverfall nur noch 75000 Wert, Erlös aus Versteigerung 40.000). Selbst wenn nie eine Tilgung erfolgt ist und keine einzige Darlehensrate bezahlt wurde, ist der Ausfall nur 60.000. Die 40.000 werden die Tilgung der Schulden verwendet...

So, besser kann ich es (leider) nicht... Wenn es jemand jetzt immer noch nicht verstanden hat, dann ist es halt so...
Antworten
loshamoon:

und jetzt denk mal mit !

 
13.07.08 13:05
...danke für die bilanz, ne gute idee....was wir sehen ist eine ausgeglichene bilanz, wunderbar, kein problem, spitze. aber:

die verbindlichkeiten wurden aber mittels kreditverbriefungen gehebelt. und diese verbindlichkeiten sind in sog. SPV`S = Special purpose vehicles ausgelagert worden. spv sind zweckgesellschaften die ausserhalb der bilanz geführt werden.

das meinte ich mit: die welt hat sich geändert. du kannst aus der bilanz das risiko nicht mehr sehen. diese bilanz, wie viele andere auch, täuschen sicherheit vor.

wenn du einen hebel von 10 unterstellst kannst du ausrechnen, das das risiko bei nahezu 2500  milliarden dollar liegt.

unterstellst du bei freddie diesselbe situation bist du bei den 5000 milliarden dollar die hier zur debatte stehen.
Antworten
loshamoon:

der hebel der kreditverbriefungen...

 
13.07.08 13:07
.....hat eine blase generiert, die durch sachwerte nicht mehr gedeckt sind. ein haus kann ich nun mal nicht hebeln.

das ist das kernproblem von allem.....
Antworten
loshamoon:

so sehen deine sachwerte aus......

 
13.07.08 13:11
(Verkleinert auf 54%) vergrößern
Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174581
Antworten
loshamoon:

im hintergrund schön zu sehen...

2
13.07.08 13:12
....das rettungspaket der us-regierung.
Antworten
loshamoon:

der zustand der us-wirtschaft...

2
13.07.08 13:17
...ist zu vergleichen mit apollo 13.

die kreditderivate haben in die aussenhülle ein riesiges loch gerissen. die aufgabe besteht jetzt darin, wie damals, die jungs sicher zurückzuholen. Bring The Boys Back Home...hies damals die devise.

.....und es hat geklappt.
Antworten
Nimbus2007:

Richtig...

 
13.07.08 13:40
MBS held by third Partys...steht in der Bilanz mit drin.

"Mortgage Backed Securities sind hypothekarisch besicherte Anleihen, also durch !!!!Vermögenswerte gesicherte Wertpapiere!!!!, deren Bargeldflüsse durch die Zins- und Tilgungszahlungen eines Pools von Hypotheken getragen werden. Im Gegensatz zu Pfandbriefen erscheinen sie nicht in der Bilanz der ausgebenden Stelle (z.B. eine Bank) [1]. Im Gegensatz zu Commercial MBS (CMBS) sind Residential MBS (RMBS) durch private Wohnimmobilien besichert."

Da AL ja geschrieben hatte, dass die alle ausfallen könnten (grins), müssten die Hauspreise in den USA nahezu gegen NULL fallen. Es wurden von den Banken aber schon jede Menge abgeschrieben. Ihr seht das alles zu schwarz. Die Realwirtschaft läuft immernoch recht gut. Naja...sprechen wir uns am Ende des Jahres wieder. ;)
Antworten
loshamoon:

ende des jahres?

 
13.07.08 13:58
ist uns der ganz dreck schon um die ohren geflogen.

die bilanzen vieler unternehmen haben sich unserem lifestyleleben angepasst. es sind nur noch dekorationen, attrappen die zu wunderdingen werden. die generation nach dem total economic collapse wird uns ein verblüffendes nachlassen der unterscheidungskraft vorhalten. es wird heissen, wir seien nicht imstande gewesen, die dimensionen unserer  materiellen welt sorgfältig zu differenzieren. sie werden sagen, wir hätten die tapete für die wand gehalten,wir hätten brot und spiele für kultur gehalten und wir hätten den betrug für ein wunder gottes gehalten.

wir werden feststellen, das wir nach hunderten von jahren der evolution im kern wirklich nur eins gemacht haben:

wir haben das lagerfeuer durch ein fernsehgerät ersetzt.
Antworten
loshamoon:

die nächste perversion.....

 
13.07.08 14:05
....im sommer letzten jahres hat die SEC die sog. uptick-rule abgeschafft. sie besagte, das leerverkäufe nur bei steigenden aktienkursen zulässig waren.

jetzt ist es nicht nur möglich durch leerverkäufe die kurse nach unten zu manipulieren, nein, noch besser: ich kann sogar nackte leerverkäufe machen: ich kann mehr aktien leerverkaufen, als ein unternehmen überhaupt ausgegeben hat.

Wie sicher sind Einlagensicherungs-Fonds wie FDIC? 174583
Antworten
Anti Lemming:

Indymac-Pleite verbraucht bis 15 % der FDIC-Mittel

2
14.07.08 08:39
Der FDIC (Einlagensicherungsfond der USA) verfügt über 52 Mrd. Dollar. Allein für die Indymac-Pleite muss er 4 bis 8 Mrd. berappen, um Sparer der Bank auszuzahlen. Das entspricht 7,5 bis 15 Prozent der gesamten Reserven.

Dabei muss man bedenken, dass Indymac lediglich eine Regionalbank war. Der FDIC könnte vielleicht zehn solcher Regionalbank-Pleiten schultern. Käme ein Großbank dazu, fällt die FDIC-Stütze mit ziemlicher Sicherheit aus.

Lehman ist übrigens der nächste Wackelkandidat.

FAZIT: Der FDIC-Schutz könnte sich schon bald als Illusion herausstellen.



The FDIC take down of IndyMac has occurred. This bank had $19.06 billion in deposits, and from the FDIC site it looks like the insurance pool will eat $4-8 billion on this one. With about $52 billion in FDIC reserves on hand, we can get some idea of the possible burn rate as this process unfolds with other banks.

wallstreetexaminer.com/blogs/winter/?p=1770
Antworten
Anti Lemming:

Wer's glaubt...

 
14.07.08 10:08
Die Gegenargumente stehen im letzten Posting. Und der CEO von Bear Stearns hatte noch einen Tag vor der Pleite erklärt, die Finanzen seines Instituts seien in bester Ordnung...



FTD

...

Nach der größten Bankenpleite in den USA seit mehr als 20 Jahren ist die staatliche Einlagensicherung Sorgen vor dem Zusammenbruch weiterer Finanzinstitute entgegengetreten. "Die große Mehrheit der Banken in diesem Land ist sicher und finanziell gesund", sagte FDIC-Chefin Sheila Bair am Sonntag. Die Aussicht auf einen weiteren Kollaps sei sehr gering. Alle Kontoinhaber könnten zudem darauf bauen, dass ihre versicherten Einlagen geschützt seien. "Kein Sparer hat jemals einen Penny seiner versicherten Einlagen verloren." Am Wochenende hatte die FDIC den größten unabhängigen börsennotierten US-Baufinanzierer Indymac übernommen, nachdem das Institut im Zuge der Kreditkrise in massive Kapitalnöte geraten war.

Hier auf S. 2:

www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/385334.html?p=2
Antworten
Anti Lemming:

Sorge um FDIC-Sicherheit wächst

 
14.07.08 12:59
Anti Lemming:

Muss der FDIC bald den Staat um Geld bitten?

 
27.08.08 13:12

....weil er sein eigene Rücklagen verschossen hat? Allein die Indymac-Pleite könnte bis zu 8 Mrd. kosten - bei (noch) 42 Mrd. an FDIC-Reserven. Experten rechnen noch mit hunderten weiterer Pleiten bei US-Banken.

 

FDIC may borrow money from Treasury: report

Wed Aug 27, 2008 2:47am EDT 

 

(Reuters) - Federal Deposit Insurance Corp (FDIC) might have to borrow money from the Treasury Department to see it through an expected wave of bank failures, the Wall Street Journal reported.

The borrowing could be needed to cover short-term cash-flow pressures caused by reimbursing depositors immediately after the failure of a bank, the paper said.

The borrowed money would be repaid once the assets of that failed bank are sold. [problematisch, siehe # 26934]

"I would not rule out the possibility that at some point we may need to tap into (short-term) lines of credit with the Treasury for working capital, not to cover our losses," Chairman Sheila Bair said in an interview with the paper.

Bair said such a scenario was unlikely in the "near term." With a rise in the number of troubled banks, the FDIC's Deposit Insurance Fund used to repay insured deposits at failed banks has been drained.

In a bid to replenish the $45.2 billion fund, Bair had said on Tuesday that the FDIC will consider a plan in October to raise the premium rates banks pay into the fund, a move that will further squeeze the industry.

The agency also plans to charge banks that engage in risky lending practices significantly higher premiums than other U.S. banks, Bair said.

The last time the FDIC had borrowed funds from the Treasury was at nearly the tail end of the savings-and-loan crisis in the early 1990s after thousands of banks were shuttered.

The fact that the agency is considering the option again, after the collapse of just nine banks this year, illustrates the concern among Washington regulators about the weakness of the U.S. banking system in the wake of the credit crisis, the Journal said.

(Reporting by Sweta Singh in Bangalore; Editing by Erica Billingham)

Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht Alle 1 2 3 4
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf Deutsche Telekom AG

Strategie Hebel
Steigender Deutsche Telekom AG-Kurs 5,04 9,91 19,65
Fallender Deutsche Telekom AG-Kurs 4,83 10,07 18,74
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG8JRZ1 , DE000NG9CLP8 , DE000NB4W5X6 , DE000NB2TG96 , DE000NB3SGP2 , DE000NB38V52 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Neueste Beiträge aus dem DAX Index Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
52 183 2026-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EURUSD-JPY lo-sh Laterne 08.01.26 23:21
  844 Daxi immer im up und down bullbaer1 bullbaer1 08.01.26 20:34
60 9.538 2025-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EURUSD-JPY lo-sh berryy 08.01.26 19:51
101 38.575 QuoVadisDax - das Original - Nachfolgethread MHurding Kauwi 08.01.26 17:27
143 77.498 Börse ein Haifischbecken: Trade was du siehst gekko823 bullbaer1 08.01.26 10:01

--button_text--