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©Börsenausblick: US-Daten machen Aktienkäufern Mut
Anzeichen für einen robusten Arbeitsmarkt in den USA haben die Hoffnung auf steigende Aktienkurse geschürt. Aktienstrategen sehen die Chance, dass die verbesserte Stimmung an der Wall Street in der neuen Woche anhält.
Die Börsen in New York, Frankfurt und Tokio haben in der vergangenen Woche die Hälfte der Kursverluste wettgemacht, die sie beim Ausverkauf Ende Februar erlitten hatten. Als Hauptgrund für die Marktkorrektur galt die Angst vor einem US-Abschwung.
Angesichts schwindender Konjunkturängste haben sich die Aussichten für die Rentenmärkte dagegen eingetrübt. Die Beruhigung am Finanzmark könnte Anleger dagegen wieder in Carry Trades locken, bei denen sich Investoren in niedrig verzinsten Währungen wie japanischen Yen oder Schweizer Franken verschulden, um die Mittel in hoch verzinster Valuta anzulegen.
Der Dax
schloss mit einem Wochenplus von 1,7 Prozent bei 6716,52 Punkten. Der europäische Stoxx 50 legte ebenfalls 1,7 Prozent zu. Japans Nikkei verlor 0,3 Prozent. Der marktbreite US-Index S&P 500 rückte um 1,13 Prozent vor.
Die Richtung habe in den vergangenen Tagen gedreht, sagte William Hummer vom Anlagehaus Wayne Hummer: "Diese Wende sollte sich in den nächsten Tagen als tragfähig erweisen." Dass der US-Markt den größten Teil der Gewinne in den vergangenen Tagen halten konnte, sei ein gutes Zeichen, sagte Greg Church vom Investmentberater Church Capital: "Damit sollten wir uns wieder nach oben orientieren können."
Stärkere Kursschwankungen nicht ausgeschlossen
Strategen schließen stärkere Kursschwankungen für die kommende Woche nicht aus. Zum Auslöser könnten nicht zuletzt die Inflationsdaten werden, die in der zweiten Wochenhälfte anstehen. US-Experten beurteilen die Inflationsgefahr weiterhin sehr unterschiedlich - die Urteile reichen von "unter Kontrolle" bis "bedrohlich". Starke Konjunkturdaten in der kommenden Woche könnten den Aktienmarkt eher belasten, weil sie die für August erwartete Zinssenkung unwahrscheinlich machten, sagt Aktienstratege Steffen Neumann von der Landesbank Baden-Württemberg.
Nicht nur wegen der ungewissen Geldpolitik rechnen viele Analysten mit stärkeren Marktschwankungen als vor der Korrektur. "Einige der wichtigeren Unruheherde im Aktienhandel bleiben uns fürs Erste erhalten. Dazu gehören die Krise des Immobilienmarkts und die weitere Entwicklung im Iran-Konflikt", sagte Michael Sheldon von der Investmentbank Spencer Clarke. Die Krise des US-Baufinanzierungssektors droht nach den Darlehen der Schuldner mit geringer Bonität ("Subprime") auch Kreditnehmer mit besserer Bonität und möglicherweise größere Teile der Finanzbranche zu erfassen.
"Das Subprime-Debakel wächst sich vom Störfeuer zum Flächenbrand aus", sagte Barry Ritholtz, Präsident von Ritholtz Capital Partners: "Zudem lässt der Immobilienmarkt, jahrelang die tragende Säule der Konjunktur, immer noch nicht das Ende einer Talsohle erkennen." In New York grassiert die Furcht vor einer Branchenimplosion ("Meltdown").
Quartalszahlen von US-Brokern
Quartalszahlen kommen von den US-Brokern Goldman Sachs
, Lehman Brothers
und Bear Stearns
. Gute Ergebnisse könnten europäischen Investmentbanken Auftrieb geben, die in der vergangenen Woche bereits von der Heraufstufung des Sektors auf "Neutral" von "Untergewichten" profitierten.
Trotz der Sorgen um die US-Wirtschaft erwarten die Strategen der WGZ Bank, dass die jüngste Korrektur der Börsen nicht von Dauer sein werde - insbesondere wegen des "erfreulich kräftigen Wachstums im Euroraum". Die Rally werde weitergehen, sagt auch Hans-Peter Schupp, Fondsmanager bei Mainfirst. Die Aktienbewertungen seien gemessen an den Konzerngewinnen und den Zinsen am Rentenmarkt immer noch moderat, urteilt Schupp: "Wir haben seit 2005 eine Aktienmarktrally, die durch steigende Unternehmensgewinne getrieben wird. Für diese Marktphase sind vorübergehende Kurskorrekturen typisch." Jede Rally ende erst nach einer Euphoriephase, davon sei der Markt noch ein gutes Stück entfernt, sagt der Fondsmanager.
Die Beruhigung an den Aktienmärkten dürfte Staatsanleihen, die Anlegern als "sicherer Hafen" gedient hatten, vorerst belasten. "Die Rezessionsängste sind nun erste einmal gebannt. Der Markt würde schon mehrere schlechte US-Daten benötigen, damit die Renditen wieder fallen", sagte Ralf Preusser, Anleihestratege der Deutschen Bank.
Zinssenkungserwartungen in den USA praktisch halbiert
Das wirkte sich dramatisch auf die geldpolitischen Prognosen aus. "Die Zinssenkungserwartungen in den USA haben sich praktisch halbiert: Vor den Daten war eine Zinssenkung am 28. Juni zu 60 Prozent in den Kursen eingepreist, danach nur noch zu 30 Prozent", sagte Michael Klawitter, Devisenstratege von Dresdner Kleinwort.
Das ließ am Freitag vor allem die US-Rentenmärkte kräftig korrigieren. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen schnellte allein am Freitag um hoch. "Der Arbeitsmarktbericht war stimmungsentscheidend für die nächsten Wochen", prognostizierte Kornelius Purps, Zinsanalyst von Unicredit. Anleger würden nun wieder stärker auf Konjunkturdaten achten, sagte Preusser.
Vor allem die US-Einzelhandelsumsätze am Dienstag und Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt dürften dabei im Mittelpunkt stehen. Auch die Entwicklung bei Aktien werde den Rentenhandel beeinflussen, sagten Analysten.
Euro nicht unter 1,3050 $ erwartet
Von dem etwas optimistischeren Konjunkturbild dürften laut Klawitter die hoch rentierlichen Währungen aus Schwellenländern aber auch Hochzinswährungen wie das britische Pfund profitieren. Auch der Dollar dürfte gegenüber dem Euro weiter zulegen. Analysten rechnen aber nicht damit, dass der Euro unter 1,3050$ fallen würde. "Bei solchen Niveaus würde es wieder Nachfrage geben", sagte Klawitter. "Kritische Themen aus den USA wie die Probleme bei Hypotheken schwacher Bonität (Subprime) wird der Markt nicht ganz vergessen", sagte er.
Vorsichtig zeigt sich auch Carsten Fritsch, Devisenanalyst der Commerzbank." Ich glaube nicht, dass es an den Märkten so munter weitergeht. Die Risikoaversion der Anleger ist noch vorhanden, wenngleich auf niedrigerem Niveau", sagte er. "Vorerst dürfte sich der Trend fortsetzen, aber danach sollte man sich fragen, ob die Korrektur wirklich nur eine Atempause war oder ein reinigendes Gewitter."
Von Mark Böschen, Yasmin Osman (Frankfurt) und Christian Schwalb (New York)
Quelle: Financial Times Deutschland
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©WOCHENAUSBLICK: DAX ohne klare Richtung - temporäre Rückschläge möglich
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt wird in der neuen Woche nach Einschätzung von Experten keine klare Richtung einschlagen. Mit vorübergehenden Rückschlägen sei zu rechnen. Als Grund wurde primär das gestiegene Risikobewusstsein am Markt genannt.
'Führende Aktienindizes dürften nach der technischen Beschädigung des Aufwärtstrends zunächst für einige Wochen auf Orientierungssuche bleiben', schreibt etwa Analyst Steffen Neumann von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Insgesamt seien die Rahmenbedingungen recht ausgeglichen, wobei einige Risikofaktoren wie die zuletzt schwach ausgefallenen US-Konjunkturdaten trotz der jüngsten Korrektur an den Börsen noch nicht vollständig eingepreist erschienen. Sollten die anstehenden Konjunkturzahlen positiv überraschen, würden sie dem verhaltenen Konjunkturbericht der US-Notenbank widersprechen und die Hoffnungen auf eine Leitzinssenkung im August zunichte machen, so der Experte. Fusions- und Übernahmefantasien sicherten die Märkte allerdings nach unten ab, da der Renditerückgang und die Korrektur solche Transaktionen wieder 'spürbar attraktiver' gemacht hätten.
Quelle: dpa-AFX
Ich habe einen OS Short, der ist unkritisch weil im Geld. 3 Dinge sehe ich:
- 50er RT des Downers bei 6.739 wurde erreicht
- Aufwärtstrend liegt am Montag früh bei 6.760
- ABC Korrektur wohl nicht abgeschlossen, kein
Ich denke das war noch nicht alles, mit KO's kann man sich positionieren wenn am Montag nachmittag/abend die 6.670 fällt. Dann würde u.a. sich eine Flagge bestätigen, ein weiteres RT fallen und auch der SMA38 durchbrochen werden. Die Indikatoren lassen schon wieder eine überkaufte Situation erahnen und das Volumen ist rückläufig. Ziel der aufgelösten Flagge könnte bisher bei 6.200 liegen.
Wenn's runter geht seid ihr hoffentlich short, wenn's hoch geht seid ihr hoffentlich long. Ob mit korrekter Analyse oder zufällig, das spielt keine Rolle - auf keinem Geldschein gibt's dafür eine Kennzeichnung.
VDMA: Yen-Schwäche kostet Aufträge im Maschinenbau
BERLIN (dpa-AFX) - Im Maschinenbau gibt es vermehrt Klagen über die anhaltende Yen-Schwäche. 'Wir verlieren ohne Zweifel Aufträge', sagte Ralph Wiechers, Chef-Volkswirt des Maschinenbauverbands VDMA, dem 'Tagesspiegel' (Montagausgabe). Quantifizieren will er das Minus nicht. 'Aber die Schmerzgrenze in Sachen Yen ist für viele Unternehmen erreicht.'
Auch die Autohersteller sehen sich benachteiligt: 'Ein Auto aus Japan im Wert von 20.000 Euro hat dank der Abwertung einen Vorteil von über 5.000 Euro', beklagt der Automobilverband VDA.
Der Verband ist der Meinung, die Abwertung sei zu einer 'unvertretbaren indirekten Markthilfe für japanische Importeure' geworden. Diese Wettbewerbsverzerrung könne durch keine noch so scharfe Kostensenkung ausgeglichen werden. 'Das Thema gehört weiter auf die internationale Agenda der Finanzminister.'/zb
Quelle: dpa-AFX
Servus, J.B.
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"If any man seeks for greatness, let him forget greatness and ask for truth, and he will find both." (Horace Mann)
IWF rechnet mit Fortsetzung des deutschen Aufschwungs
WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet eine Fortsetzung des kräftigen Konjunkturaufschwungs in Deutschland. Dabei gebe es sogar noch Potenzial nach oben, sagte der stellvertretende IWF-Direktor John Lipsky dem 'Handelsblatt' (Montagsausgabe). 'Ich bin optimistisch, dass der Aufschwung in Deutschland noch eine ganze Zeit weitergehen wird.'
Die Bundesrepublik habe in den vergangenen Jahren ihre Wettbewerbsfähigkeit auf allen Ebenen deutlich verbessert, das Land ernte jetzt die Früchte der eingeleiteten Reformen. Auf diesen Lorbeeren dürfe sich Deutschland allerdings nicht ausruhen: 'Nicht nur der Staat, auch die Privatwirtschaft kann die Effizienz und Produktivität noch weiter steigern. Als exportorientiertes Land hat Deutschland gar keine andere Wahl, wenn es sich an den Weltmärkten durchsetzen will', sagte Lipsky weiter.
Die jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten sollten nach Einschätzung des IWF-Vizes nicht überbewertet werden. Die Weltwirtschaft befinde sich weiter in einer stabilen Wachstumsphase, Risiken wie steigende Öl- und Gaspreise oder ein Übergreifen des schwächelnden US-Immobilienmarktes auf die US-Konjunktur hätten sich sogar verringert. Die Perspektiven seien gut. 'Es hat bislang kaum Hinweise gegeben, die den positiven Ausblick für die Weltwirtschaft in Frage stellen.'/zb
Quelle: dpa-AFX
Servus, J.B.
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Weisheiten mit Vorsicht genießen
Börsenregeln, die sich auf Kurzfristtrends beziehen, sind bei vielen Händlern und Anlegern beliebt. Doch die Praxis zeigt: Auf lange Sicht ist die Börse eine logische Veranstaltung.
"Sell in May and go away", "Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen", "Never catch a falling knife", "Der Gewinn liegt im billigen Einkauf" - jeder Börsianer kennt solche Weisheiten, werden sie ihm doch ständig unter die Nase gerieben.
Die Frage ist allerdings, ob sich diese Regeln in der Praxis tatsächlich bewähren oder sich überhaupt in die Praxis umsetzen lassen. Denn es gibt ja auch ernstzunehmende Theoretiker, die die Lehre vom effizienten Markt vertreten und sagen, mit keiner Strategie lasse sich auf Dauer eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaften, weil zu jedem Zeitpunkt alle verfügbaren Informationen eingepreist seien.
Hinzu kommt, dass diese Regeln oft genug recht schwammig daherkommen. Ob man wirklich billig eingekauft hat, erfährt man erst im Nachhinein, oft genug erweist sich ein Verlustbringer später als Kursrakete, und auch gegen die These, dass man im Mai verkaufen sollte, lässt sich einiges vorbringen. Zwar trifft es zu, dass die folgenden Monate im langjährigen Vergleich die bei Weitem schwächste Kursentwicklung gebracht haben.
Binsenweisheiten und Blödsinns
Andererseits gibt es zwei gewichtige Gegenargumente. So erlebte man in den Sommermonaten schon ausgeprägte Rallys - wenn auch nur in Ausnahmejahren. Und zudem konnte, wer sich an diese Regel hielt, logischerweise noch nie einen steuerfreien Kursgewinn verbuchen.
Ohne Strategie geht gar nichts
Zugegeben, hinterher ist man immer schlauer. Dennoch machen viele Privatinvestoren immer dieselben Fehler. Das fängt schon bei der richtigen Anlagestrategie an: Die meisten haben nämlich gar keine.
Es ist ein häufiger Fehler, dass Investoren sich vorher keinen genauen Plan zurechtlegen, was sie mit ihrer Investition erreichen wollen. Anleger sollten deshalb vor der Investition eine Anlagestrategie entwerfen, die als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen dient. Eine gut geplante Strategie berücksichtigt Faktoren wie etwa Zeithorizont, Risikotoleranz, verfügbaren Anlagebetrag und künftig geplante Einzahlungen.
Eine alte Börsenweisheit sagt zwar "The trend is your friend", doch das besagt nicht, dass man beispielsweise in Chinafonds investieren sollte, nur weil man mit ihnen im Vorjahr exorbitante Gewinne erzielen konnte. An der Börse geht es vielmehr darum, zu niedrigen Kursen zu kaufen und zu hohen Kursen zu verkaufen. Bei vielen Anlegern läuft es genau umgekehrt.
Für den langfristigen Erfolg hinderlich ist außerdem die Tatsache, dass Investoren selten bereit sind, ihre Anlagefehler einzugestehen. "Hat man mit einer Aktie einen schönen Kursgewinn erzielt, sollte man sich ruhig einmal von einem Papier trennen. Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne", rät das Deutsche Aktieninstitut .
Heino Reents
Von Horst Fugger
Quelle: Financial Times Deutschland
Servus, J.B.
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