| 53 Beiträge ausgeblendet. |
|
VDMA: Yen-Schwäche kostet Aufträge im Maschinenbau
BERLIN (dpa-AFX) - Im Maschinenbau gibt es vermehrt Klagen über die anhaltende Yen-Schwäche. 'Wir verlieren ohne Zweifel Aufträge', sagte Ralph Wiechers, Chef-Volkswirt des Maschinenbauverbands VDMA, dem 'Tagesspiegel' (Montagausgabe). Quantifizieren will er das Minus nicht. 'Aber die Schmerzgrenze in Sachen Yen ist für viele Unternehmen erreicht.'
Auch die Autohersteller sehen sich benachteiligt: 'Ein Auto aus Japan im Wert von 20.000 Euro hat dank der Abwertung einen Vorteil von über 5.000 Euro', beklagt der Automobilverband VDA.
Der Verband ist der Meinung, die Abwertung sei zu einer 'unvertretbaren indirekten Markthilfe für japanische Importeure' geworden. Diese Wettbewerbsverzerrung könne durch keine noch so scharfe Kostensenkung ausgeglichen werden. 'Das Thema gehört weiter auf die internationale Agenda der Finanzminister.'/zb
Quelle: dpa-AFX
Servus, J.B.
--------------------------------------------------
"If any man seeks for greatness, let him forget greatness and ask for truth, and he will find both." (Horace Mann)
IWF rechnet mit Fortsetzung des deutschen Aufschwungs
WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet eine Fortsetzung des kräftigen Konjunkturaufschwungs in Deutschland. Dabei gebe es sogar noch Potenzial nach oben, sagte der stellvertretende IWF-Direktor John Lipsky dem 'Handelsblatt' (Montagsausgabe). 'Ich bin optimistisch, dass der Aufschwung in Deutschland noch eine ganze Zeit weitergehen wird.'
Die Bundesrepublik habe in den vergangenen Jahren ihre Wettbewerbsfähigkeit auf allen Ebenen deutlich verbessert, das Land ernte jetzt die Früchte der eingeleiteten Reformen. Auf diesen Lorbeeren dürfe sich Deutschland allerdings nicht ausruhen: 'Nicht nur der Staat, auch die Privatwirtschaft kann die Effizienz und Produktivität noch weiter steigern. Als exportorientiertes Land hat Deutschland gar keine andere Wahl, wenn es sich an den Weltmärkten durchsetzen will', sagte Lipsky weiter.
Die jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten sollten nach Einschätzung des IWF-Vizes nicht überbewertet werden. Die Weltwirtschaft befinde sich weiter in einer stabilen Wachstumsphase, Risiken wie steigende Öl- und Gaspreise oder ein Übergreifen des schwächelnden US-Immobilienmarktes auf die US-Konjunktur hätten sich sogar verringert. Die Perspektiven seien gut. 'Es hat bislang kaum Hinweise gegeben, die den positiven Ausblick für die Weltwirtschaft in Frage stellen.'/zb
Quelle: dpa-AFX
Servus, J.B.
--------------------------------------------------
"If any man seeks for greatness, let him forget greatness and ask for truth, and he will find both." (Horace Mann)
Weisheiten mit Vorsicht genießen
Börsenregeln, die sich auf Kurzfristtrends beziehen, sind bei vielen Händlern und Anlegern beliebt. Doch die Praxis zeigt: Auf lange Sicht ist die Börse eine logische Veranstaltung.
"Sell in May and go away", "Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen", "Never catch a falling knife", "Der Gewinn liegt im billigen Einkauf" - jeder Börsianer kennt solche Weisheiten, werden sie ihm doch ständig unter die Nase gerieben.
Die Frage ist allerdings, ob sich diese Regeln in der Praxis tatsächlich bewähren oder sich überhaupt in die Praxis umsetzen lassen. Denn es gibt ja auch ernstzunehmende Theoretiker, die die Lehre vom effizienten Markt vertreten und sagen, mit keiner Strategie lasse sich auf Dauer eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaften, weil zu jedem Zeitpunkt alle verfügbaren Informationen eingepreist seien.
Hinzu kommt, dass diese Regeln oft genug recht schwammig daherkommen. Ob man wirklich billig eingekauft hat, erfährt man erst im Nachhinein, oft genug erweist sich ein Verlustbringer später als Kursrakete, und auch gegen die These, dass man im Mai verkaufen sollte, lässt sich einiges vorbringen. Zwar trifft es zu, dass die folgenden Monate im langjährigen Vergleich die bei Weitem schwächste Kursentwicklung gebracht haben.
Binsenweisheiten und Blödsinns
Andererseits gibt es zwei gewichtige Gegenargumente. So erlebte man in den Sommermonaten schon ausgeprägte Rallys - wenn auch nur in Ausnahmejahren. Und zudem konnte, wer sich an diese Regel hielt, logischerweise noch nie einen steuerfreien Kursgewinn verbuchen.
Ohne Strategie geht gar nichts
Zugegeben, hinterher ist man immer schlauer. Dennoch machen viele Privatinvestoren immer dieselben Fehler. Das fängt schon bei der richtigen Anlagestrategie an: Die meisten haben nämlich gar keine.
Es ist ein häufiger Fehler, dass Investoren sich vorher keinen genauen Plan zurechtlegen, was sie mit ihrer Investition erreichen wollen. Anleger sollten deshalb vor der Investition eine Anlagestrategie entwerfen, die als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen dient. Eine gut geplante Strategie berücksichtigt Faktoren wie etwa Zeithorizont, Risikotoleranz, verfügbaren Anlagebetrag und künftig geplante Einzahlungen.
Eine alte Börsenweisheit sagt zwar "The trend is your friend", doch das besagt nicht, dass man beispielsweise in Chinafonds investieren sollte, nur weil man mit ihnen im Vorjahr exorbitante Gewinne erzielen konnte. An der Börse geht es vielmehr darum, zu niedrigen Kursen zu kaufen und zu hohen Kursen zu verkaufen. Bei vielen Anlegern läuft es genau umgekehrt.
Für den langfristigen Erfolg hinderlich ist außerdem die Tatsache, dass Investoren selten bereit sind, ihre Anlagefehler einzugestehen. "Hat man mit einer Aktie einen schönen Kursgewinn erzielt, sollte man sich ruhig einmal von einem Papier trennen. Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne", rät das Deutsche Aktieninstitut .
Heino Reents
Von Horst Fugger
Quelle: Financial Times Deutschland
Servus, J.B.
--------------------------------------------------
"If any man seeks for greatness, let him forget greatness and ask for truth, and he will find both." (Horace Mann)
|