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Mehr Passagiere, mehr Probleme? Fraport erwartet nur begrenzten Gewinnanstieg

Mehr Passagiere, neues Terminal – doch steigende Kosten und geopolitische Risiken bremsen Fraport. Der Flughafenbetreiber rechnet 2026 nur mit moderatem Gewinnplus und warnt vor Unsicherheiten im Luftverkehr.
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Der Flughafen in Frankfurt am Main.
Quelle: - © Fraport AG
Fraport AG 69,75 € Fraport AG Chart +2,50%
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Der Flughafenbetreiber Fraport (Fraport Aktie) blickt verhalten optimistisch auf das Jahr 2026. Zwar rechnet der Konzern mit einem leichten Anstieg beim operativen Ergebnis, doch hohe Standortkosten in Deutschland und geopolitische Unsicherheiten dämpfen die Erwartungen.

Konkret stellt Fraport ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 1,5 Milliarden Euro in Aussicht. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 1,44 Milliarden Euro erzielt. Damit fällt das Wachstum überschaubar aus – trotz steigender Passagierzahlen.

Am Frankfurter Flughafen, dem größten deutschen Drehkreuz, erwartet das Unternehmen 65 bis 66 Millionen Fluggäste. Das entspricht einem Plus von bis zu 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch bleibt das Niveau weiterhin rund 10 Prozent unter dem Vorkrisenjahr 2019.

An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen, die Fraport-Aktie legt am Dienstag mehr als 5 Prozent zu.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt der deutsche Heimatmarkt. Hohe Steuern und Gebühren, wiederkehrende Streiks sowie wetterbedingte Störungen setzen der Branche zu. Zusätzlich sorgt der Konflikt im Nahen Osten für steigende Kerosinpreise und veränderte Flugrouten – mit entsprechenden Auswirkungen auf Kosten und Nachfrage.

Fraport-Chef Stefan Schulte kritisierte insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Ohne die hohen Abgaben wäre das Wachstumspotenzial am Standort Frankfurt deutlich größer.

Ein Hoffnungsträger ist das neue Terminal 3, das am 23. April eröffnet werden soll. Es soll langfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen und das Passagierwachstum unterstützen. Kurzfristig jedoch belastet die Investition die Bilanz: Höhere Abschreibungen und Zinskosten dürften das Ergebnis zunächst um 300 bis 400 Millionen Euro drücken.

Auch geopolitische Risiken bleiben ein Unsicherheitsfaktor. Fraport hat mögliche Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten bislang nicht in die Prognose einbezogen. Das Unternehmen warnt jedoch vor einer möglichen Zurückhaltung bei Buchungen sowie Verschiebungen im Reiseverkehr.

 

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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