Lebensversicherer flüchten aus Aktien, Pensionskassen reduzieren ebenfalls die Bestände, Privatanleger haben nach drei Jahren Baisse die Schnauze voll von Dividendenpapieren - wer soll überhaupt noch Aktien kaufen und für steigende Kurse sorgen?
Die Fondsgesellschaft Baring Asset Management (BAM) ist zuversichtlich, dass es trotz des schwierigen Umfelds Hoffnung gibt und hält von der These vom "Ende der Aktienkultur" nichts. Dazu Percival Stanion, Leiter der Asset Allocation bei BAM: "Die Aktienmärkte sind von einer dauerhaften Volatilität geprägt. Obwohl große institutionelle Anleger wie Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen derzeit ihre Asset-Allokation von Aktien in Richtung Anleihen verschieben, gibt es auch andere potentielle Zielgruppen für Aktien, die dazu beitragen könnten, dass sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wieder normalisiert."
Fünf Zielgruppen hat BAM identifiziert, die zukünftig durch ihre Aktieninvestments dazu beitragen sollen, die jüngste Verkaufswelle von Aktien aufzufangen:
Die wichtigste Quelle für Aktienkäufe seien M&A-Aktivitäten (Fusionen und Übernahmen) der Unternehmen. Trotz der sehr unsicheren weltpolitischen Lage gebe es schon jetzt sowohl in Großbritannien als auch in Europa wieder verstärkte Aktivität auf dem M&A-Sektor. "Sobald mehr Klarheit darüber herrscht, wann eine Konjunkturerholung eintritt, erwarten wir eine verstärkte Aktienaktivität aus den Unternehmen", prognostiziert Percival Stanion.
Hedge-Fonds ändern Strategie
Auch Pensionsfonds sieht BAM zumindest teilweise auf Käuferseite. Es gelte eine Versorgungslücke zu schließen, was völlig ohne Aktien kaum möglich sei. Ausländische Anleger könnten verstärkt in den Euroraum investieren, nicht zuletzt, weil der Euro an Attraktivität gewonnen hat.
Eine Trendumkehr im Markt könnte eine drastische Umkehrung der strategischen Ausrichtung bei Hedge-Fonds mit sich bringen, glaubt BAM. Die Fondsmanager könnten wieder kaufen statt leerverkaufen. Schließlich hält Baring auch eine Rückkehr von Privatanlegern ans Parkett für wahrscheinlich. Die Dividendenrendite des britischen FTSE-Index erreiche schon das Niveau der Rendite von Anleihen. Deshalb würden Anleger zwar nicht komplett ihr Geld an die Börse umschichten, aber zumindest selektiv wieder kaufen.
Percival Stanion schließt seine Analyse ab: "Wir glauben, dass diese fünf Zielgruppen den derzeitigen Abfluss der großen institutionellen Anleger kompensieren können. Wir sehen daher kein Grund zur Besorgnis über die Nachhaltigkeit der Aktienmärkte
Die Fondsgesellschaft Baring Asset Management (BAM) ist zuversichtlich, dass es trotz des schwierigen Umfelds Hoffnung gibt und hält von der These vom "Ende der Aktienkultur" nichts. Dazu Percival Stanion, Leiter der Asset Allocation bei BAM: "Die Aktienmärkte sind von einer dauerhaften Volatilität geprägt. Obwohl große institutionelle Anleger wie Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen derzeit ihre Asset-Allokation von Aktien in Richtung Anleihen verschieben, gibt es auch andere potentielle Zielgruppen für Aktien, die dazu beitragen könnten, dass sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wieder normalisiert."
Fünf Zielgruppen hat BAM identifiziert, die zukünftig durch ihre Aktieninvestments dazu beitragen sollen, die jüngste Verkaufswelle von Aktien aufzufangen:
Die wichtigste Quelle für Aktienkäufe seien M&A-Aktivitäten (Fusionen und Übernahmen) der Unternehmen. Trotz der sehr unsicheren weltpolitischen Lage gebe es schon jetzt sowohl in Großbritannien als auch in Europa wieder verstärkte Aktivität auf dem M&A-Sektor. "Sobald mehr Klarheit darüber herrscht, wann eine Konjunkturerholung eintritt, erwarten wir eine verstärkte Aktienaktivität aus den Unternehmen", prognostiziert Percival Stanion.
Hedge-Fonds ändern Strategie
Auch Pensionsfonds sieht BAM zumindest teilweise auf Käuferseite. Es gelte eine Versorgungslücke zu schließen, was völlig ohne Aktien kaum möglich sei. Ausländische Anleger könnten verstärkt in den Euroraum investieren, nicht zuletzt, weil der Euro an Attraktivität gewonnen hat.
Eine Trendumkehr im Markt könnte eine drastische Umkehrung der strategischen Ausrichtung bei Hedge-Fonds mit sich bringen, glaubt BAM. Die Fondsmanager könnten wieder kaufen statt leerverkaufen. Schließlich hält Baring auch eine Rückkehr von Privatanlegern ans Parkett für wahrscheinlich. Die Dividendenrendite des britischen FTSE-Index erreiche schon das Niveau der Rendite von Anleihen. Deshalb würden Anleger zwar nicht komplett ihr Geld an die Börse umschichten, aber zumindest selektiv wieder kaufen.
Percival Stanion schließt seine Analyse ab: "Wir glauben, dass diese fünf Zielgruppen den derzeitigen Abfluss der großen institutionellen Anleger kompensieren können. Wir sehen daher kein Grund zur Besorgnis über die Nachhaltigkeit der Aktienmärkte