Wer ist heute noch so blöd eine Aktie zu zeichnen?


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baanbruch:

Wer ist heute noch so blöd eine Aktie zu zeichnen?

 
04.02.02 17:00

Hurra, Juchhee, Private Media hat nicht genug Anleger reinlegen können!

Anlässlich dieser Freudenbotschaft und der anstehenden Verarschung durch BHW würde ich Euch gerne zur Diskussion einladen, um nachzuweisen, daß Zeichnung einer Aktie LANGFRISTIG (!)
nur sehr selten Vorteile hat.
Fast alle Aktien am Neuen Markt stehen heute unter ihrem Emissionskurs.
Ebenso Borussia Dortmund. Leica wurde mit 54,- DM emittiert (glaube ich), um mal ein Beispiel vor der T-Aktie-Hysterie zu nennen.
Einer meiner wenigen Glücksgriffe namens BERU stürzte direkt nach Emission erst einmal ab und halbierte sich im Kurs, bevor der inzwischen
allen bekannt Aufstieg ansetzte. Also auch Erfolgsaktien konnte man ohne Zeichnung wesentlich billiger bekommen. EM-TV konnte man auch
nach Zeichnung noch lange ohne Aufpreis einsammeln.
Ich wäre heute völlig bankrott (im Ernst!) wenn ich nicht Luschen wie
t-online, Infineon, Lycos Europe, travel24 etc. direkt nach Zuteilung verkauft hätte. "Qualität", die ich länger gehalten habe, wie IPC oder Int'l Media sorgen heute für hohe Buchverluste.
Darf ich Euch an unsere VOLKSaktien erinnern? Deutsche Post!
Ronnies GeldvernichtungsSchönmalBilanzGeschwulst!

Größer als die Blödheit, eine neue Aktie zu zeichnen, ist nur noch der
Masochismus, sein Geld bei einer Zweitnotierung o.ä. wegzuwerfen,
wie z.B. Telekom 2. und 3. Abzocke und jetzt Private Media und BHW.
Warum kauft man solche Aktien nicht an schwachen Tagen mit einem
Abstauberlimit regulär anne Börse, sodenn man sie unbedingt haben muss?

Damit Ihr mich richtig versteht. Ich greife hier nicht an, dass man bei einer Neuemission ein großes Risiko eingeht, weil das Management
im Gegensatz zu börsennotierten AGs noch keinen "track record"
aufzeigen kann und man daher manchmal voll ins Klo greift wie bei travel24 oder Lycos Europe. Ich behaupte schlicht und ergreifend,
daß Mitmachen bei einer Neuemission LANGFRISTIG fast immer zu ungünstigen Einstiegskursen führt, völlig losgelöst von den Betrügern und Abzockern am Neuen Markt.

So, jetzt habt Ihr das Wort ...
Antworten
shah:

Da antwortet keiner,

 
04.02.02 17:16
weil es dazu weiter nichts zu sagen gibt. Alles korrekt
beschrieben.

Gruß
Shah
Antworten
baanbruch:

Vielleicht gibt es ja doch andere Erfahrungen? o.T.

 
04.02.02 19:12
Antworten
erzengel:

BHW, wenn jemand eine so billig/miese Werbung

 
04.02.02 19:17
macht, kann das Produkt nix sein (ist eine richtige Antiwerbung).
Uuuuaaaaah
Erzi
Antworten
Depothalbierer:

Ich

 
04.02.02 19:26
nicht! Bei der BHW-Werbung bekomme ich auch das würgen.
Die sollten lieber die Wahrheit sagen: BHW - Bauen heißt warten!
Antworten
Falcon2001:

Das hat man nun davon....

 
04.02.02 19:39
wenn man Aktien erst mühsam Zeichnen muss. Hätten alle Ihre Aktien in der Druckerei machen lassen, wären die Teile sicherlich billiger geworden.
(OK, ok Spassvogel Attacke)

Ich denke aber das immer noch die Geschäftsidee und vor allem das Marktumfeld darüber Entscheidet, ob eine Aktie erfolgreich wird oder nicht. Bei BHW kann ich übrigens auch nur über jeden den Kopf schütteln. Lasst Das Jungs, genau wie Eure Berater haben wohl auch Eure Finanzstrategen keine Ahnung. Eine relativ gute Emmision hat ja z.B. auch Nordex hingelegt. Klar ist die Aktie auch etwas über einen Euro gefallen, aber Sie hält sich doch momentan recht ordentlich.  
Antworten
baanbruch:

Ist das SCHÖN! Und ich dachte, ICH hätte Null

 
15.02.02 20:16
Ahnung!

Habe jahrelang hilflos auf immer weiter schwindende Kurse
geblickt, ohne die Reissleine zu ziehen, um dann hinterher
von Bankern erklärt zu bekommen, warum man das hätte
voraussehen können. Und zu erfahren, dass ich oft optimistisch
als "Schnäppchen" den Müll auffing, den die gerade mit Insiderwissen
wefwarfen. Dachte schon, gegen die hätte ich nie eine Chance.

Auf sharper.de war heute zu lesen, dass man im Englischen den Begriff
"Breuerism" kreiert hat, und damit (loosely translated) Dummschwätzer meint,
die heute mal diesen Dünnschiss verbreiten und morgen einen anderen und
hinterher das alles nie gesagt haben.

Unsere Banker sind ja noch größere Flaschen als Deutschlands Fußballer!
Wie konnte man nur so unrealistisch sein, bei dem immer länger andauernden
Börsenfrust eine solche Mammutemission zu überhöhten Preisen
vermeintlich bekloppten Anlegern aufs Auge drücken zu wollen?
Auch wenn's wohl tödlich für meine Lieblinge Schnigge wird - in der
näheren Zukunft dürften wir jetzt von solchen Abzockerversuchen
verschont bleiben.
Und die Drecksbanken, die uns über zwei Jahre Klitschen mit kriminellen
Managern zu Wahnsinnspreisen angedreht haben, werden weiterhin weniger
verdienen.
Und unsere Jungs, wie Lalapo und co, die mehr Mut hatten als ich Angsthase
(ich hatte nicht an Absage geglaubt und wollte auf weiteren Kusrutsch warten),
haben die Institutionellen noch austricksen können.

BHW und Gesocks wollten sich 'ne goldene Nase verdienen und uns das
Risiko übertragen ohne das unser Geld ins Unternehmen geflossen wäre.
Jetzt sitzen sie auf enormen Kosten für eine lächerlich unprofessionelle
Werbekampagne und das überhöhte Salär für inkompetente Banker mit
Selbstüberschätzungssyndrom.

Trotz der auch heute wieder eingefahrenen Kursverluste war das für
mich heute ein schöner Börsentag.
Antworten
baanbruch:

Akt. Beispiel,weil Preisfuchs heute nach "zeichnen

 
15.04.02 23:29
fragte:

Es gab letzte Woche eine interessante Neuemission. Das Magazin CAPITAL hatte
einige Artikel (z.B. 06/02) über Strategien gebracht, woraus dann einige bei der Dresdner Bank
herausgegebene Zertifikate wurden.
Diese konnte man Ende März bis Anfang April zeichnen.
Preis 100,- Euro plus 1,5 Euro Aufschlag plus Transaktionskosten.
Mich hatte das BEST STRATEGY SELECT (788278) interessiert, wollte mich
aber nicht abzocken lassen. Verschiedene Anrufe ergaben, daß ich weder um
den Aufschlag noch um die Transaktionskosten herum käme, egal bei welcher
Bank ich das Ding zeichnen würde. Getreu der Lektion der letzten 2 Jahre
"Verarschen kann ich mich selber" teilte ich den Jungs bei der Dresdner Bank
mit, daß sie sich das Ding an den Hut stecken könnten, ich mir das aber evtl. später
billiger über die Börse holen würde.
Es ergab sich dann, daß das Objekt meiner Begierde direkt in der ersten Woche
gleich mehrfach zu Kursen von 98 Euro oder nur knapp darüber abzugreifen war.
So habe ich einige Stücke nun im Depot und zwar inkl. Kosten für weniger als 100 Euro.
Also ohne 1,5 Prozent Aufschlag für ein neues Produkt !

Warum allerdings soviele Deppen ihre nagelneuen Zertifikate sofort mit Verlust
wieder rausschmeissen, das weiß ich wirklich nicht. Solche Vorfälle machen mir aber
den nötigen Mut, trotz allen Frusts weiter an der Börse zu bleiben. Denn wo so viele
Bekloppte agieren, müßte doch sogar ich bald mal wieder einen Stich machen können.
(Oder sollte hier die Dresdener Bank selber "unter Wert" verkauft haben ?).
Antworten
positiver:

sauber baanbruch

 
16.04.02 00:03
jetzt hast Du die richtige VO. Gut finde ich Deine Auffasssung, trotzdem an der Börse zu bleiben. So ist es richtig. Hol Dir Dein Geld wieder.Habe mir heute den Spass erlaubt,bei meiner Bank ordentlich in Aktien anzulegen zu wollen.Man stelle sich vor: die haben tatsächlich abgeraten.hihi. Auf meine Frage, warum sie denn im März 2000 dringend zugeraten haben, erntete ich nur verständnisloses
Kopfschütteln.Echt geile Typen.
Antworten
Bronco:

Behaltet diese Erfahrungen in Erinnerung,

 
16.04.02 00:12
wenn ihr irgendwann wieder die Töne hört, daß Aktien ja eine viiiel bessere Performance hätten als Anleihen. Die Verzerrung in den Indizes kommt nämlich genau dadurch zustande, daß Neuemissionen und Kapitalerhöhungen gezielt auf höchsten Kursniveaus stattfinden - wann denn sonst ? Der Indexstand weiß nur etwas über Kurse oder über Kurse und Dividenden, aber nichts darüber, wie wenig frisches Kapital im Spiel ist, wenn die Kurse steigen, und wieviel frisches Kapital verbrannt wird, wenn sie wieder sinken. Immer daran denken: Wäre die Rendite von Aktien wirklich um so viel höher als die von Anleihen, dann gäbe es so gut wie keine Kapitalerhöhungen.
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