So schlimm? – Die zwei Prozentgrenze wurde gezogen!
Was das Gold Kartell die letzte Zeit auch anfasst – es scheint zu misslingen. Der gestrige marginale Rückgang beim Gold – heute war er bereits längst durch neue Rekord-Stände verdrängte Geschichte. Es passt derzeit aus Sicht der Goldpreis-Kontrolleure einfach nichts mehr zusammen.
Das Desaster ist so groß, dass man heute die heilige zwei Prozentregel wieder einmal anwenden musste. So sehr stehen diese Herren unter Druck. Und gleichzeitig steigen und steigen die Short-Positionen der Kartell-Banken an der COMEX ins Unermessliche.
Dabei hat das unter dem Radarschirm fliegende Silber heute die Marke von $24 geknackt. Und Palladium kratzt an der Marke von $600.
Aber auch die europäischen Gold-Besitzer konnten heute einmal von der Entwicklung partizipieren: Das gelbe Metall ließ die Marke von 980 Euro hinter sich.
Was für ein Desaster für unsere vermeintlichen Experten wie Mr. Dax Dirk Müller, die noch vor wenigen Monaten den Gold-Investoren eine mittelfristige Absicherung ihrer physischen Goldbestände mit Put-Optionsscheinen empfohlen hatten. Wenn diese Papiere heute noch 10 Prozent ihres ursprünglichen Wertes haben sollten – und das ist nur der rein ideelle Zeitwert – dann liegen die ihm folgenden Investoren noch gut. Dumm, dass diese Scheine in US-Dollar gerechnet praktisch den kompletten negativen Hebel der letzten Monate zu spüren bekommen haben – während die abzusichernden Gold-Bestände unterproportional, weil in Euro bewertet, zulegen konnten. Dass der Optionsschein, wenn er sich unter Wasser befindet und wegen seines Zeitwertes niemals die Verluste des zugrunde legenden Investments kompensieren kann, davon einmal ganz angesehen. Dazu müsste man wohl ein Vielfaches in Optionen stecken – der bis heute angelaufene Verlust wäre dann aber noch katastrophaler. Man muss einfach verstehen, welche Buchstaben des griechischen Optionsscheins-Alphabets relevant sind.
Wir haben also Gold-Bugs, die letztendlich ihr Gesamtvermögen geschrumpft haben. Eine tolle Leistung Mr. Dax ! Das schaffen nur wenige.
Natürlich ist eine sogenannte Hedging-Strategie in solch volatilen Märkten wie beim Gold nicht schlecht. Aber wer diese Berichte regelmäßig liest, der weis, das es eher nur um kurzfristig, taktische Trades geht. Also Optionsscheine mit Ablaufdaten von circa einem Monat und weniger. Entweder man liegt hier völlig daneben und verliert seinen kompletten Einsatz – aber gleichzeitig steigt das selbst gehaltene Gold um mindestens den gleichen Betrag wie das verlorene Papiergeld. Oder man erwischt wirklich eine kräftige Goldpreis-Drückung und sammelt die Gewinne aus den Short-Optis ein.
Über die Spekulanten, die in Form von Gold-Futures Short-Positionen zeichnen und damit ein unbegrenztes Verlust-Risiko eingehen, einmal ganz abgesehen. Diese Gruppe sollte die preußischen Militär-Tugenden des letzten Jahrhundert verinnerlichen – wenn man einem Offizier nach einer verlorenen Schlacht eine geladene Waffe auf den Tisch gelegt hatte, dann wusste er was zu tun ist ...
Gestern habe ich mich über die Aktionen des Gold Kartells noch in meinem Tagesbericht lustig gemacht. Dass es ein solches Desaster für diese Gruppe am heutigen Tag geben würde, habe ich jedoch nicht erwartet.
Schaut auf diesen Preis: COMEX Gold-Schlusskurs bei $1.369,50 – ein 24-Stundenplus von $23. Und für unsere durch mich in der Vergangenheit nicht besonders erwähnten Silber-Freunde: $23,91 – plus 78 Cents. Einen wird derzeit ganz schwindelig, wo die nächste Rekordmarke bei dem kleinen Bruder des Goldes liegen wird.
Prinzipiell verbesserten sich bei allen Edelmetall-Gruppen die Kurse, je später der Tag wurde. Bis auf Gold, das bis zu seinem Anstieg um zwei Prozent in seine Grenzen verwiesen wurde.
Aber damit können wir leben.
www.bullionaer.de/shop/showZiemann.php/action/latest

"Heute geht es uns schlechter als gestern, aber besser als morgen!"
"In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat!" (George Orwell)