Eine grundlegende Umstrukturierung der Weltwirtschaft ist nach der Krise unumgänglich, da eine zunehmend unzureichende externe Nachfrage erwartet wird.
Der Autor dieses Artikels ist der Präsident des China Instituts für Entwicklung und Reform. Dieser Artikel erschien im China Reform Magazine.
China wurde zur weltweit drittgrößten Wirtschaftsmacht, indem es in den vergangenen drei Jahrzehnten rasches Wachstum durch Exporte und Investitionen erreichte. Nun erfährt China den tiefgreifenden Wandel von einer Produktionsfabrik zu einer verbrauchsorientierten Gesellschaft. Nachdem die Chinesen während der vergangenen 30 Jahre der Reform- und Öffnungspolitik materiellen Überfluss erlebten, richten sie nun ihre Aufmerksamkeit von privaten Konsumgütern und Materialismus auf öffentliche Güter und eine ganzheitliche persönliche Entwicklung.
Dieser tiefgreifende Wandel erforderte die Durchsetzung von weitreichenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Reformen, um sich besser an die veränderten Bedingungen in China und im Ausland anzupassen. China muss seine Wachstumsstrategie ändern, um den Weg zu einer längst überfälligen nachhaltigen Entwicklung einzuschlagen.
Die Zentralregierung hat in ihrem elften Fünfjahresplan (2006-2010) festgelegt, dass die künftige Politik hauptsächlich auf die Ausweitung des heimischen Marktes, vor allem des Verbrauchermarktes, sowie die Anpassung der Wirtschaftsstruktur und eine neue Wachstumsstrategie ziele. Die Stärkung der Innovationsfähigkeit des Landes und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen stehen mit an erster Stelle.
Doch auch am Ende des vorletzten Jahres des Fünfjahresplans bleibt der Anteil der Investitionen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) hoch, während der Anteil des Konsums am BIP weiter fällt.
Noch schlimmer ist, dass Chinas Abhängigkeit vom Außenhandel gestiegen ist und das Verhältnis von Energieverbrauch zu BIP nicht wesentlich abgenommen hat.
Dies liegt daran, dass die von der Regierung dominierte Wachstumsstrategie an die veränderten Bedingungen in China und im Ausland nicht angepasst wurde – stattdessen wurde sie wegen der Weltwirtschaftskrise noch verstärkt.
Chinas BIP-dominiertes Entwicklungsmodell blieb unverändert - wie an der kontinuierlich wachsenden Begeisterung der lokalen Regierungen für immer mehr Investitionen - zum Beispiel in Projekte in der Chemie und der Schwerindustrie - mit dem Ziel der lokalen Wirtschaftsförderung zu sehen ist.
China steht am Scheideweg und sollte eine Reihe von Reformen einführen, um die längst überfällige Erneuerung der Wachstumsstrategie zu fördern und zu beschleunigen. Zuerst sollten Maßnahmen eingeführt werden, damit sich China in eine verbraucherorientierte Wirtschaft entwickelt.
Aufgrund zahlreicher Faktoren fiel Chinas Anteil des Konsums am BIP-Wachstum im letzten Jahr auf 48,9 Prozent – ein Rekordtief seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik und mehr als 20 Prozent niedriger als in anderen großen Entwicklungsländern während deren Entwicklungszeit. In Brasilien und Russland betrug der Konsumanteil zum Beispiel 75,7 beziehungsweise 77,7 Prozent.
Da die Verbrauchernachfrage in den kommenden Jahren vermutlich steigen wird, sollte die Regierung einige angemessene institutionelle Reformen anstreben, um den Prozess zu beschleunigen.
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german.china.org.cn/business/txt/2009-12/...ntent_19028723.htm
Den privaten Notenbanken muss die Geldhoheit entzogen werden.
Die Wirtschaft muss dem Volke dienen, und das Kapital (Geld) der Wirtschaft.