haben ja so unfassbar viel miteinander zu tun, das hat ein Essay verdient wie ich mal finde. Nicht nur das die Edelmetalle auch wie Drogen einen Menschen bannen und faszinieren können, nein ich will noch viel tiefer heute in den Kaninchenbau hinein und lade jeden der gewillt ist zu diesem Ausflug ein, bevor ich mich dann selber dem Golfsport heute Nachmittag zuwenden werde.
Ersteinmal guten morgen liebe Freunde des Goldes ich hoffe ihr habt bisher einen wunderschönen Tag geniessen können. Vor 36 Stunden habe ich kurz nach Markteröffnung in Asien und nach der Griechenlandwahl hier ja prognostiziert das Gold konsolidieren wird. Wie man gerade sieht, ich habe da doch richtig gelegen, das vielleicht nur ganz kurz zur aktuellen Goldsituation. Meine Absicht ist heute eine andere, ich will den Leser heute nicht in die aktuelle Zeit entführen sondern in längst vergangene Tage der Edelmetalle und des Handels mit diesen. Auch hier gilt wieder, ich habe mir sehr viel Mühe damit gemacht, es ist auch wieder was länger. Aber wer durchhält der wird mit ziemlicher Sicherheit mit weiteren Erkenntnissen über Gold/Silber und die Gesellschaft und historische Zusammenhänge belohnt so wie er/sie diese noch nie betrachtet hat, das garantiere ich.
Mit der Lampe will ich in diese heute dunklen Zeiten des spanischen und britischen Empires hineinleuchten und den Handlungsfaden hier weiterknüpfen der von einigen Forumskollegen vorher mit der Drogendiskussion generell hier aufgemacht wurde. Die Edelmetalle bieten auch hier wieder eine sehr spannende und auf den ersten Blick nicht zu erkennende Verknüpfung. Ihr werdet euch wundern wie unfassbar aktuell und erleuchtend es für die aktuelle Situation noch heute ist! Oder um es mit Shakespeares Worten zu sagen:
"O for a Muse of fire, that would ascend
The brightest heaven of invention,
A kingdom for a stage, princes to act
And monarchs to behold the swelling scene!"
Spanisches Empire:
Wir schreiben das Jahr 1502 und der Mann wonach später einmal der ganze Kontinent benannt werden soll, Amerigo Vespucci landete in Argentinien. Wie der Name (Argentum) dieses Landes schon sagt wurden dort große Silbervorkommen entdeckt (zumindest glaubten es die Spanier das diese riesig wären!). Schon bald war das bereits vor ihrer Ankunft geförderte Silber geraubt und außer Landes geschafft worden von den Spaniern. Und wie es so ist wenn die Edelmetalle physisch knapp werden und bereits in Besitz anderer Subjekte sind (vornehmlich im Besitz maurischer Kaufleute nach den Spaniern, aber dies ist wieder eine andere Geschichte die ich irgendwann mal erzählen werde!), muss man diese nun mal fördern. Also wurden Minen geschaffen. Dies fand überall in Südamerika statt.
Die Indios die vorher eine Hochkultur hatten und alles verloren haben wurden zur Zwangsarbeit herangezogen und waren an die harten Bedingungen in den Minen nicht gewöhnt. Sie brachen reihenweise zusammen und starben schon nach kurzer Zeit. Einige von ihnen zeigten sich obwohl von gleicher körperlicher Konstitution aber ausdauernder als die anderen. Die Spanier fanden heraus das diese Personen "Koka-Blätter" kauten und dadurch ausdauernder wurden. Aus religiösen Gründen war die Koka-Pflanze für die Indios heilig, darum hat es die katholische Kirche nunmal dort strengstens untersagt, diese noch zu konsumieren, es ist "Teufelszeug". Klar, es gab den Menschen dort ja noch die Verbindung zu ihren Wurzeln, das musste also ausgerottet und als "Böse" gebrannt markt werden!
Nun hatten die Spanier aber ein Problem. Das was sie kürzlich verboten hatten, das war die Lösung um ihre Profite zu maximieren und die Ausbeutung zu perfektionieren (kennen wir das nicht von irgendwo her?) Also wurde den Indios auferlegt unbedingt Kokablätter in den Bergwerken zu konsumieren, sie wurden sogar dazu gezwungen. Sowas führt ist absoluter Mißbrauch. Den "gesunden" rituellen Konsum, den haben die Spanier aber daraufhin noch stärker verboten und bei Todesstrafe verfolgt (es ist ja des Teufels lol!)! Was für eine Doppelmoral, unfassbar oder?!! So starben die Indios an Entkräftung dahin um Gold und Silber aus den Bergen zu holen. Das die "Herren" selbstverständlich dem "Teufelszeug" auch nicht abgeneigt waren und gewisse brutale Ausschweifungen der Spanier auf diese Substanz nach neuesten Erkenntnissen zurückgeführt werden können ist da auch interessant (sog. "Berserkertum") Als die gesamte Urpopulation dahingerafft war (essen gab es nicht, war ja auch teurer als Koka) und es gab ja genug Indios, nunja bis es nunmal nicht mehr genug gab, die Gier halt, auch das kennen wir doch 1:1 heute, oder? Stichwort "Fachkräftemangel" sage ich nur!!! Das auch mal mit der Jugendarbeitslosigkeit in den EU-Südstaaten mal im Kotext ins Bewußtsein rufen lieber Leser! Man fing dann an schwarze Sklaven zu "importieren" die Widerstandsfähiger waren! Die Hanfpflanze ergo Marihuana die heute so verteufelt wird, die importierte man vor allem in der Karibik gleich mal mit! Ja liebe Leser, so hängen die Edelmetalle und Drogen zusammen! So verlogen ist die Drogenpolitik!
Die Opiumkriege:
Während ich das hier schreibe steht eine schöne Tasse grüner Tee auf meinem Schreibtisch. Eine legale Droge die ob grün ob schwarz, die Alltagsdroge des Angelsachsen schlechthin ist. Das dieses der Grund war für einen Krieg der unter anderem Namen in die Geschichte einging, das weis heute niemand mehr! Es müsste Teekrieg heißen und nicht Opiumkrieg. Aber Opiumkrieg hört sich doch viel böser und reißerischer an!Großbritannien brauchte Unmengen davon im 19.Jahrhundert wie auch heute. China bzw. der chinesische Kulturraum war da immer Produzent Nummer:1. Da die Engländer völlig abhängig von dem Zeug sind hatten sie gegenüber China ein unglaubliches Handelsdefizit? Warum? Und was hat das mit Edelmetallen zu tun? Auch wieder unfassbar viel. Die Chinesen wollten die industrielle gefertigten Baumwollprodukte aus England einfach nicht haben. Sie wollten generell kaum britische Waren haben! Die Briten aber den Tee und das passende Porzellan, denn man wollte ja stilecht konsumieren. Das Porzellan war zwar in Meißen bereits auch in Produktion aber den Briten zu teuer! Die Chinesen und jetzt kommen wir zum Kern, die ließen sich jedes Gramm Tee in Silber bezahlen. Ich betone hier Silber und weniger Gold! Warum? Nun hier die Erklärung die viele vor allem neue Leser aus dem Stuhl hauen dürfte! Anschnallen bitte!!!
Jedem der lange im Edelmetallthema ist ist die Ration von Gold/Silber 1:15 bekannt. Weniger bekannt ist allerdings das in Asien die Ration immer 1:7 lag. Dies ist übrigens auch der Grund warum Rom, Byzanz, Venedig, Portugal und nachher Großbritannien und die Niederlande so unfassbar reich wurden. Man bekam in Asien für die selbe Menge Silber doppelt soviel Gold, ganz einfach. Oder auf den Punkt gebracht, Silber war dort im Schnitt über 2000 Jahre immer doppelt soviel Wert wie in Europa. Ne nette Gewinnspanne die 100% die man dann dort nochmal in Waren umtauschen und so nochmal expontiell vervielfältigen konnte. Das war auch der Grund für die unerhörten Margen der VOC und der britischen East India Company. Lasst euch von Guido Knopp nicht verarschen Leute, das ist die Wahrheit und nicht dieser Mainstreambrei den man euch bei Terra X verkauft hat. Die Muskatnuss ist nicht der wahre Grund. Es ist die GOLD/SILBER RATIO!!
Die Briten hatten sowieso ein Problem. Das Königshaus was sich heute Windsor nennt aber damals noch unter seinem richtigen Namen Sachsen-Coburg firmierte, das hatte viel Land in Indien gekauft und vorfinanziert (bei den üblichen Verdächtigen der Hochfinanz die wir alle hier kennen!) und das Opium dann in England verkaufen lassen. Das lief auch erst ganz gut, bis die Gesellschaft degenerierte und man sich entschied das Volk doch lieber wieder den Alkohol fröhnen zu lassen. Also wurde Opium für den einfachen Mann verboten (es machte ja faul!) Der Adel und Geldadel fröhnte aber lustig weiter diesem Vergnügen. Jaja, Wasser predigen und Wein "saufen", auch das kennen wir heute gut.
Aber die Investments waren da und die Briten bzw. Windsors brauchten neue Märkte. Warum also nicht das angenehme (Tee und Porzellan und den rasenden Verlust von Silber als umlaufendes Geld ergo negative Handelsbilanz) mit dem nützlichen (vorhandene ungenutzte Ressourcen in Opium) verbinden und sich China als Ziel nehmen? Gesagt getan, britische Händler unterstützt von der britischen Marine fingen an Opium in riesen Mengen an die Chinesen zu verkaufen (zeitgleich gab es übrigens den historisch unbekannten Versuch sich noch billiger des Opiums zu bemächtigen und das erste mal Afghanistan sich unter die Krone zu reißen, was in einem Fiasko endete für die Briten!). Die Chinesen wurden abhängig und schwer krank (man redet von real um die 35 Millionen!) die früher oder später daran starben!).
Ein kollossales Menschenheitsverbrechen was bis heute seinesgleichen sucht lieber Leser. Als der chinesische Kaiser einen Brief an Queen Victoria schrieb mit der freundlichen Bitte dieses kriminelle Treiben zu unterlassen schickte sie die komplette britische Flotte an den Jang-Tze Fluss um von dort entsprechend zu handeln. Eine kleine Insel mit einem Fischerdorf wurde "aquieriert" genannt "Hongkong". Was daraus wurde, wissen wir ja! Nun wissen auch alle woher das Geld kam und warum es als das Juwel unter den Kronkolonien gehandelt wurde. Der größte Drogenumschlagplatz der Welt. Kein Wunder das es wie der Zufall es ja will auch das Zentrum der Hochfinanz in Ostasien wurde ^^ Auch die 150 Jahre und das die Chinesen dies auf jeden Fall zurückhaben wollten macht nun auf einmal einen ganz anderen Sinn. Übrigens man beachte da in Deutschland die Rechtslage das gewisse Gesetze was Medien und Rundfunk mit den Allierten angeht auch bis 2099 laufen! Zufall? Wohl kaum! 1:1 der selbe Scheiß. So verfährt man nunmal mit "Kolonien" in good old London besser bekannt als "City of London" von der hier ja oft die Rede ist!!!
Diese Spiel begann 1839 und endete erst 1860. Zwei Kriege wurden geführt um das "Recht" mit Millionen Toten zu erstreiten soviele Drogen in China gegen hartes Silber zu verkaufen wie man wollte. Das Land blutete finanziell durch den Silberaderlass aus und kam in den Strudel der Rückständigkeit und ökonmoischen sowie adminsitrativen Chaos welches zum Untergang des Kaiserreiches führte! By the way.. die Chinesen lernen in der Schule sehr genau und unverfälscht ihre Geschichte, darum sind sie auch so auf Revanche aus. Klar behaupten die Westmedien das das alles Propaganda sei! Aber jeder der sich mit Geschichte wirklich beschäftigt der weis, das das keine Propaganda ist sondern in diesem Fall die Wahrheit. So kommt man von einem Volk von Teesüchtigen zu einem Volk von Opiumsüchtigen. Und es ging dabei immer nur um das Silber (immer auf die 1:7 Ration achten bei den Gedankengängen, das ist die zweite Variable in der Überlegung!)
Und noch zu guter letzt diese kleine Anedote. In den Fabrikhöllen des Manchesterkapitalismus wurde umsonst Alkohol minderer Qualität an die Belegschaft ausgegeben. Es machte die Menschen auch leistungsfähiger. Das dadurch sehr viele Arbeitsunfälle passierten (In den Hochofen gefallen oder Kind vom Transmissionsriemen zerfetzt!) das nahm man als Kollateralschäden hin, der Profit musste stimmen und außerdem machte es die Menschen so wunderbar stumpfsinnig und teilnahmslos. Und man brauchte kein Silber/Gold außer Landes schaffen, man konnte es ja im Binnenmarkt super produzieren. Die GIN-Industrie war gebohren. 3 mal darf der Leser raten wer da auch bis heute sein Finger drin hat. Ich sage nur Sachsen-Coburg! Und wer jetzt noch errät wer die diversifizierte Produktionsstruktur vertikal vorfinanziert hat, der bekommt heute 1000 Gummipunkte! ^^ ;-)
Wie auch immer, könnte noch so viel mehr dazu schreiben. Wen diese ganze Thematik interessiert, dem/der kann ich nur das Buch "Drogen zwischen Herrschaft und Herrlichkeit" von Benjamin Fässler empfehlen. Wird aber schon lange nicht mehr verlegt obwohl es sehr begehrt ist (na warum denn wohl?) ^^ Ist wirklich nurnoch schwer zu bekommen. Bin glückliche Besitzerin dieses Buches. Das Buch macht einen auch sensibel für dieses Thema. Man erkennt dann das es neben Finanzen und spiritueller sowie politischer/-pseudomoralischer Front die vierte Frontlinie ist welche uns gefangen hält. Auch dazu könnte man ewig schreiben, ich wollte mich hier aber explizit auf Drogen und ihr Zusammenhang mit Edelmetallen beziehen. Ich denke das Forum hat ein Essay auch über diesen bisher nicht beachteten Zusammenhang mal verdient.
Ich hoffe ich konnte wieder ein wenig mehr Licht in die Dunkelheit der Geschichte und Kultur bringen und den Leser mit etwas kurzweil neue Erkenntnisse und Gedankenanregungen vermitteln. Es wäre schön wenn ich dies bei ein paar Menschen wieder bewirkt hätte.
Liebe Grüsse und Frieden euch allen..
Alraune ten Veer