"...Eben nicht rückzahlbar - aber das gerade führt doch zur Deflation, dann wenn die Schulden in der Krise eingefordert werden - siehe Griechenland. Viele Schulden führen imemr zur Deflation, ganz einfach wiel dann alles in den schuldendienst fließt und nichts mehr für den Konsum übrig bleibt - wie aus Schulden eine Inflation etnstehen soll, konnte bisher noch niemand richtig erklären, es wird einfach behauptet..."
Die Zinszahlung ist ein Nullsummenspiel. Die Geldentwertung entsteht durch das erste Geldschöpfen aus dem Nichts, da dieses Geld im System verteilt wird und nicht mehr entnehmbar ist. Lediglich im deflatorischen Schock wird Geld dem Kreislauf entzogen, um z.B. Inflationsangst zu brechen und den Wert des Geldes zu erhöhen. Da dieses aber zum Wirtschaftseinbruch und zu politischen Extremreaktionen führt, wird dieser deflatorische Schock nur zeitlich begrenzt durchgeführt.
"...Angenommen Du wärst überschuldet und plötzlich fordert die Bank den Kredit zurück - schwimmst Du dann plötzlich im Geld oder hast Du dann Geldmangel, weil Dir alles abgenommen wird?..."
Ob ich dann zahle oder nicht ist in beiden Fällen ein Nullsummenspiel für das System.
"...Die Geschichte isrt voller Deflationen, aber nur wenige Hyperinflationen - Wolfram Engels - der ehem. herausgeber der Wirtschaftswoche - schrieb schon in seinem Buch, daß es vor 1900 nur 2 Inflationen in der Geschichte gab und ansonsten nur Deflationen..."
Da hat Engels schlecht recherschiert. Alle Währungen sind durch Entwertung zerstört oder zumindest massiv entwertet worden. Z.B. der US Dollar ist 2x im 19.Jahrhundert abgewertet worden. Da die USA von anbeginn an Landverkäufe durchführte ist das auch dokumentiert.
"...Und sie war eben nicht stabil1
Ausnahmslos jede Goldwährung hat in einer Krise und einem Krieg geendet, weil Gold immer gehortet wird und damit dem Geldkreislauf entzogen - man hat dann permanente Deflation..."
Das viele Jahrhunderte stabile Gold / Silber / Bronze Geld in Byzanz führte zur kulturellen und wissenschaftlichen Hochblüte. Untergegangen ist Byzanz am zu starkem christlichen Glauben.
Das christliche Byzanz hatte die im chinesischen Einigungskrieg von der Vernichtung bedrohten Türken aufgenommen und konnte sich nicht vorstellen, das ein vor der Vernichtung gerettetes Volk den Retter - mit Hilfe anderer - betrügt und selbst vernichtet. Dieser Vorgang hat nichts mit der Stabilität des Geldes zu tun, sondern deutet eher auf unterschiedliches Verhalten der Völker hin.
"...man hat dann permanente Deflation..."
permanente Deflation gibt es nicht. Ich kenne das von dir genannte Beispiel Japan seit 3 Jahrzehnten. Die Beteiligten in Japan sind sehr zufrieden mit der stabilen Situation.
"...Oder warum führte der Goldstandard von 1926 nach nur 4 Jahren schon zur Weltwirtschaftskrise..."
Die Zeit 1926 bis 1929 muß im Zusammenhang mit dem 1.Weltkrieg gesehen werden und mit der "gesteuerten" Weltwirtschaftskrise. Daten hierzu hat die USA veröffentlicht.
"...Ausnahmslos jede Goldwährung hat in einer Krise und einem Krieg geendet..."
Seit Einführung des ungedeckten Papiergeldes gibt es nicht weniger Kriege. So hat z.B. die USA seit ihrer Gründung mit Hilfe des Finanzsektors Millionenfach die industrielle Sklaverei organisiert, Millionenfach das Töten bei mehreren Hundert Indianervölkern organisiert, etwa 200 Kriege geführt - ob mit Golddeckung, Silberdeckung oder ohne Deckung des Geldes.
"...Genauso wie der Goldstandard von 1873 sofort zur damaligen Deflation führte..."
Die "Krisen" von 1837, 1957, 1873, 1893 dienten dazu, in den USA angelegtes Auslandskapital zu vernichten. Nach heutiger Kaufkraft wurde dabei etwa 1 Billion Dollar an ausländischem Kapital in den USA vernichtet. Die Gewinner dieses Handelns sind bekannt und können durch Rechersche in damaligen US Wirtschaftsarchiven noch heute ermittelt werden. Auch diese Vorgänge haben nichts mit der Gold+Silber Deckung zu tun, wie an der gegenwärtigen Krise schön erkennbar ist.